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Written In Blood (NL) – The Final War

Alte Gottheiten, religiöse Machtkämpfe und ein Krieg, der über das Schicksal der Menschheit entscheiden soll: Written In Blood aus

Written In Blood (NL) – The Final War

Alte Gottheiten, religiöse Machtkämpfe und ein Krieg, der über das Schicksal der Menschheit entscheiden soll: Written In Blood aus den Niederlanden beschäftigen sich auf ihrer neuen EP „The Final War“ mit einem ausgesprochen düsteren Szenario. Die 2019 von Bert „Beef“ Hoving gegründete Formation, deren Bandkopf zuvor bei God Dethroned aktiv war, veröffentlichte 2022 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Nach der EP „The Widow’s Web“ folgt nun bereits die nächste Veröffentlichung. Auf sechs Kompositionen verbinden die Musiker traditionellen Death Metal mit melodischen Gitarrenarrangements, markanten Tempowechseln und einer ordentlichen Portion Aggression.

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Hört hier „The Final War“ von Written In Blood. Die EP ist seit dem 9. Oktober 2026 erhältlich.

Traditioneller Death Metal mit melodischer Handschrift

Musikalisch orientieren sich Written In Blood an Vertretern wie Bolt Thrower, Obituary und Unleashed, ohne deren charakteristische Merkmale vollständig zu übernehmen. Besonders die Gitarrenarbeit von Marcel Heutink und Jeffrey Zwart verdient Aufmerksamkeit. Schwere Rhythmusgitarren treffen auf melodische Leads, während Schlagzeuger Jos Eggens mit abwechslungsreichen Doublebass-Passagen für den notwendigen Druck sorgt. Hovings tiefes, raues Organ passt hervorragend zu den überwiegend martialischen Kompositionen. Gesanglich bewegt er sich zwischen gutturalen Growls und aggressiveren Ausbrüchen, die dem Material zusätzliche Ausdruckskraft verleihen. Experimentelle Überraschungen bleiben zwar überschaubar, handwerklich gibt sich das Quartett jedoch kaum eine Blöße.

Zwischen unerbittlicher Härte und düsteren Melodien

Bereits „Unholy Return“ eröffnet die EP mit druckvollem Riffing und wechselnden Schlagzeugrhythmen. Eine ruhigere Instrumentalpassage unterbricht die aggressive Grundstimmung, bevor die Niederländer erneut das Tempo anziehen. Der anschließende Titeltrack „The Final War“ präsentiert sich deutlich forscher und überzeugt durch seine prägnante Gitarrenführung. Mit „This Fear“ folgt eine ausgesprochen eingängige Nummer, deren wuchtige Rhythmik und melodische Akzente gelegentlich an Amon Amarth erinnern. Besonders die geschickte Verbindung aus Härte und nachvollziehbaren Songstrukturen funktioniert hier bemerkenswert gut.

Zu den interessantesten Kompositionen gehört „Ghost Warriors“. Der zunächst beinahe hymnische Aufbau entwickelt sich zu einem atmosphärisch dichten Death-Metal-Stück, das seine Wirkung nicht ausschließlich aus Geschwindigkeit bezieht. Militärische Trommelklänge und Glockenschläge verstärken die bedrohliche Stimmung. Dagegen setzt „We Drink the Blood“ stärker auf traditionelle Genremerkmale. Die Nummer besitzt ausreichend Durchschlagskraft, bleibt hinsichtlich ihrer musikalischen Ideen allerdings etwas vorhersehbar. Den Abschluss bildet „Trapped in a Dark Forest“, das mit erzählerischen Passagen und einer unheilvollen Atmosphäre ungewöhnliche Akzente setzt. Als eigenständige Komposition fehlt dem Stück jedoch etwas von der Intensität seiner Vorgänger.

Druckvolle Produktion ohne unnötigen Hochglanz

Für Mix und Mastering zeichnet Henri Sattler verantwortlich, der insbesondere durch seine Arbeit mit God Dethroned bekannt ist. Die Produktion unterstreicht die wuchtige Ausrichtung des Materials und lässt dennoch genügend Raum für die Gitarrenmelodien. Gerade die klare instrumentale Trennung kommt den abwechslungsreicheren Arrangements zugute. Etwas mehr Mut zu ungewöhnlichen musikalischen Wendungen hätte der Veröffentlichung allerdings nicht geschadet.

Unser Fazit

Mit „The Final War“ liefern Written In Blood eine überzeugende Death-Metal-EP ab, die insbesondere durch ihre markanten Gitarren, die kraftvolle Rhythmussektion und den ausdrucksstarken Gesang von Bert Hoving punktet. „Ghost Warriors“ und „This Fear“ stechen dabei besonders hervor. Zwar bewegt sich das Quartett überwiegend innerhalb vertrauter Genregrenzen und nicht jede Komposition entwickelt denselben Wiedererkennungswert, doch das stimmige Gesamtkonzept und die gelungene Produktion gleichen diese Schwächen weitgehend aus. Freunde des traditionellen, melodisch angehauchten Death Metal dürfen bedenkenlos zugreifen.

Trackliste

Credits

Besetzung

Produktion

Offizielle Website

Bandcamp

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