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Åskväder (S) – „Wax“

Åskväder – "Wax": Mit neuem Antrieb auf die Überholspur

Åskväder (S) – „Wax“

## Åskväder – *Wax*: Mit neuem Antrieb auf die Überholspur

Mit „Wax“ beginnt für die Schweden Åskväder ein neues Kapitel. Saga Flygare Täll übernimmt Gesang und Gitarre – und bringt offensichtlich genau die Energie mit, die dieses schwedische Rockquartett für den nächsten Schritt gebraucht hat. Das Ergebnis ist ein Album, das vertraute Stärken beibehält, gleichzeitig aber druckvoller, vielseitiger und selbstbewusster klingt als seine Vorgänger.

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Die elf Songs leben von bluesgetränkten Riffs, eingängigen Melodien und einer angenehm rauen skandinavischen Direktheit. Schon der Opener „Farewell“ macht klar, wohin die Reise geht: nach vorn, ohne unnötige Umwege. „Salt“, das erste Stück, das Saga während ihres Vorsingens mit der Band sang, entwickelt sich zum treibenden Riff-Rocker und zeigt sofort, wie gut ihre Stimme zum Sound von Åskväder passt. In „Aim High“ und dem hymnischen „On The Fence“ schlägt die Band dagegen deutlich melodischere Töne an, ohne an Kraft einzubüßen.

Besonders gelungen ist die Balance zwischen Härte und Gefühl. „Frontier“ bringt punkige Dringlichkeit ins Spiel, während der Titelsong „Wax“ emotionaler ausfällt und das Album schließlich als große Powerballade beschließt. Das finale Gitarrensolo von Gastmusiker Kalle Lilja sorgt dabei für einen wunderbar überhöhten, fast klassischen Rockmoment.

Auch „Under Your Skin“ hat eine eigene Geschichte: Der Song stand kurz davor, gestrichen zu werden, nachdem die Studiozeit knapp wurde und Saga während der letzten Gesangsaufnahmen schwer erkrankte. Zum Glück wurde er fertiggestellt – das Stück gehört zu den spannenderen Momenten des Albums. Auf „On The Fence“ setzt außerdem Linus Björklund mit einem markanten Solo einen zusätzlichen Akzent.

„Wax“ ist nicht radikal anders als frühere Åskväder-Veröffentlichungen, aber es wirkt fokussierter und reifer. Die Band verbindet weiterhin Einflüsse von The Hellacopters, Turbonegro und Thundermother mit ihrem eigenen Mix aus Bluesrock, Punk und großen Refrains. Saga Flygare Täll fügt sich dabei nicht bloß ein, sondern verleiht der Gruppe eine neue Dynamik.

Fazit: Unterm Strich ist „Wax“ ein kräftiges, abwechslungsreiches Rockalbum mit hohem Live-Potenzial. Åskväder bestätigen damit ihren Ruf als eine der spannendsten modernen Rockbands Schwedens – und zeigen, dass ein Neuanfang manchmal genau der richtige Treibstoff ist.

  1. Farewell
  2. Frontier
  3. On The Fence
  4. Salt
  5. Under Your Skin
  6. Hollow
  7. Stew
  8. Aim High
  9. Creep
  10. Hyde
  11. Wax

Label: ICEA/Rough Trade

VÖ: 16.10.2026

Laufzeit: 33:23 Min.

Herkunft: Schweden

Stil: Bluesiger Hardrock

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