Prince (USA) – Emancipation

Prince (USA) – Emancipation

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔16.September 2019
Prince (USA) – Emancipation

Zeit seines Lebens war Prince einer der wohl innovativsten Musiker unserer Neuzeit, der Musikgeschichte geschrieben hat, stets ein Vorreiter war, eigene Trends gesetzt und sich nie für andere verbogen hat. Prince, der zwischendurch auch als The Artist Formerly Known As Prince oder Symbol aufgrund eines Rechtsstreits mit seiner damaligen Plattenfirma Warner Bros. auftrat, hat es seit seinem größten Hit „Purple Rain“ geschafft genreübergreifend eine Fanschar für sich begeistern zu können und dabei selbst Fans aus dem Metal zu überraschen. The Prince Estate und Legacy Recordings haben es sich nun zur Aufgabe gemacht den Katalog, der in den verschiedensten Streaming Diensten bereits als „Prince Anthology 1995-2010“ zur Verfügung steht, peu à peu neu zu veröffentlichen. Dabei stehen in der neuen Rutsche die Alben „The VERSACE Experience (PRELUDE 2 GOLD“)“, „Chaos And Disorder“ und „Emancipation“ auf dem Zettel. Neben der CD erscheinen diese Alben nun auch zum ersten Mal überhaupt als LP in purple Vinyl.

„Emancipation“ erschien ebenfalls 1996 und war das erste Album, das nach dem Vertragsende mit Warner erschien und zeigte einen Künstler, der sich frei und ungezwungen der Musik hingeben konnte, die er machen wollte. Nur vier Monate nach „Chaos And Disorder“ war es ein Art Konzeptalbum, verteilt auf drei CDs, die jeweils eine Laufzeit von 60 Minuten hatten. Der Titel und das Foto mit der Aufschrift „Slave“ auf der Wange von Prince, sollten seine neu gewonnene Freiheit demonstrieren und ihm den Weg in eine neue Zukunft öffnen. Dem Minneapolis Star Tribune erzählte er in einem Interview: „Das ist mein wichtigstes Album, ich bin frei und meine Musik ist frei.“ Besonders deutlich wurde dies, indem es die unglaubliche Vielfalt seiner kreativen Ader zeigte, es verstand Emotionen, Stimmungslagen und äußere musikalische Einflüsse in sein Songwriting einzubinden, daraus etwas ganz Einzigartiges entstehen zu lassen. Auch Coverversionen, ganze vier an der Zahl, fanden sich auf dem Album wider. Darunter eine ergreifende Version von „One Of Us“, des einzigen Hits von Joan Osborne. Stilistisch wieder mehr im Soul und Funk, hatte das Album darüber hinaus aber so viel mehr zu bieten, zeigte einen Prince, der befreit aufzuspielen schien, sich seiner neu gewonnenen Freiheit aber durchaus bewusst war. Da auch dieses Album schon länger nicht mehr erhältlich war und zudem bis dato noch nie als Vinyl erschien, kann man sich als Fan freuen dieses aussergewöhnliche Werk wieder erstehen zu können. Das Album erscheint zudem auch als 6-fach Vinyl. Allerdings zu einem recht stolzen Preis, der dem Album aber vermutlich gerecht wird.

 

Fazit: Ein Meisterwerk.

 

CD 1:

  1. Jam Of The Year
  2. Right Back Here In My Arms
  3. Somebody’s Somebody
  4. Get Yo Groove On
  5. Courtin’ Time
  6. Betcha By Golly Wow!
  7. We Gets Up
  8. White Mansion
  9. Damned If Eye Do
  10. Eye Can’t Make U Love Me
  11. Mr. Happy
  12. In This Bed Eye Scream

 

CD 2:

  1. Sex In The Summer
  2. One Kiss At A Time
  3. Soul Sanctuary
  4. Emale
  5. Curious Child
  6. Dreamin’ About U
  7. Joint 2 Joint
  8. The Holy River
  9. Let’s Have A Baby
  10. Saviour
  11. The Plan
  12. Friend, Lover, Sister, Mother/Wife

 

CD 3:

  1. Slave
  2. New World
  3. The Human Body
  4. Face Down
  5. La, La, La Means Eye Love U
  6. Style
  7. Sleep Around
  8. Da, Da, Da
  9. My Computer
  10. One Of Us
  11. The Love We Make
  12. Emancipation

 

Label: The Prince Estate/Legacy/Sony Music

VÖ: 13.09.2019

Laufzeit: 179:42 Min.

Herkunft: USA

Stil: Funk/Soul/Rock

Webseite: https://www.princeestate.com/

Facebook: https://www.facebook.com/prince/

 

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