MANTAR – The Modern Art Of Setting Ablaze

MANTAR – The Modern Art Of Setting Ablaze

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔10.August 2018
MANTAR – The Modern Art Of Setting Ablaze

MANTAR (D) „The Modern Art Of Setting Ablaze“
VÖ: 24.08.2018
Spielzeit: 47:46 Min.
Genre: Metal /MANTAR
Label: Nuclear Blast

Kurzfassung: Review über „The Modern Art Of Setting Ablaze“

ALBUM des MONATS – und (jetzt schon!) eins der TOP 5 Alben für 2018!
Ja, für mich jetzt schon ein Anwärter auf das ALBUM des JAHRES!!!
Sicher, vielleicht etwas verfrüht im August über ein Album des Jahres zu sprechen, aber ich bin mir sicher, dass es schwierig wird dieses Werk so schnell im Metal-Genre zu toppen.
…und um es vorweg nehmen zu dürfen, auch in den Folgejahren wird dieses Album nicht uninteressanter.
MANTAR haben es nämlich einmal mehr geschafft zeitlose Songs zu kreieren, denn mit jedem Durchgang wächst das Interesse neues in den Songs zu entdecken. Mehr muss an dieser Stelle nicht erwähnt werden, schließlich wissen die meisten von uns, was man von MANTAR erwarten kann, darf & sollte – und dennoch wird man auch überrascht!
„The Modern Art Of Setting Ablaze” sagt alles aus: MANTAR pur!

Tracklist:
01. The Knowing
02. Age Of The Absurd
03. Seek + Forget
04. Taurus
05. Midgard Serpent (Seasons Of Failure)
06. Dynasty Of Nails
07. Eternal Return
08. Obey The Obscene
09. Anti Eternia
10. The Formation Of Night
11. Teeth Of The Sea
12. The Funeral

Langfassung: Review über „The Modern Art Of Setting Ablaze“-:

Das Debüt „Death By Burning“ von 2014 war schon eine kraftvolle Offenbarung für sich. Doch damals hat jeder nur Vergleiche ziehen wollen, zu anderen Bands, Songs und Genres, um einen Anhaltspunkt zu haben. Dennoch zeitlose Songs, die wie man gut vier Jahre danach auch bei den Liveshows weiterhin erleben kann bzw. jene sind nicht wegzudenken, u.a. „The Stoning“, „White Nights“, „Astral Kannibal“ usw.
Dann folgte der Deal mit einem großen Label und eine Antwort von den beiden Protagonisten in Form von „Ode To The Flame“ (2016); ebenfalls ein ordentlicher Schlag in die Fresse, auch wenn es nicht so dreckig gewesen sein mag, wie das Debüt, aber dafür deutlich „schwarzer“.  „Era Borealis“, „Cross The Cross“, „Praise The Plague“ usw. sind ebenfalls nicht ohne Weiteres von einer Setlist zu streichen. Diese beiden Vorgängeralben haben daher bis heute nichts an Kraft und Intensität verloren, eben zeitlose Songs, die nicht mit einem Schubladendenken „abgefrühstückt“ werden sollten/können.
„The Modern Art Of Setting Ablaze“ ist definitiv die heftig-kranke Art und Weise, die eine Band wie MANTAR ausmacht!  Das Album ist brachial, roh, böse, chaotisch, innovativ, abgedreht, voll in die Fresse, energisch, dynamisch, düster, auf den Punkt gebracht und allemal abwechslungsreich als auch eben sehr durchdacht!!! Zudem rein thematisch aktuell und daher informativ, wenn man sich darauf einlassen möchte (Interview mit Hanno/Erinc).
Soll heißen, das Album ist alles andere als langweilig. Denn mit Album Nr. 3 haben MANTAR aufgezeigt, dass sie nicht auf der Stelle stehen bleiben, aber sich dennoch treu bleiben und so einen eigenen Sound (MANTAR-Sound)präsentieren; kurze, einprägsame Riffs, Groove, fettes Drumming, etliche Vermischungen von Musik-Rock/Punk/Metal-Genres und dazu die erbärmlich-krächzenden Vocals. Wow.

Die Songs zünden vielleicht nicht beim ersten Durchgang, weil man immer noch die Vorgängeralben im Ohr hat, zudem wird manch einer zunächst vergleichbare Live-Kracher á la „Era Borealis“, „White Nights“ und „The Stoning“ vermissen, aber wenn man sich auf das Album (auch mehrfach nur auf Zufallswiedergabe!) einlässt, dann wird man hervorragend geeignete Livegranaten vorfinden: ob es nun „Age Of The Absurd“ (mit einem besonders coolen Bass-Saiten-Part), „Seek + Forget“ oder „Midgard Serpent (Seasons Of Failure)“ und „Anti Eternia“, als auch „Taurus“ heißt. Ein „Dynasty Of Nails“ dürfte ohne Weiteres (nicht rein textlich betrachtet) eine Fortsetzung vom „Cross The Cross“-Clip werden. „Obey The Obscene“ überrascht mit einem Keyboard-Intro, wird aber dann zum rockigen Core-Stück schlechthin. Einen weiteren fetten Groove liefert auch „The Formation of Night“ und etwas nachdenklich wird man dann auch mit den letzten Stücken, wobei „The Funeral“ dabei noch düsterer als „Teeth Of The Sea“ daherkommt.
Das gesamte Album lässt sich ohne Weiteres sehr gut auf der Bühne umsetzen. Es geht voll ab, mitten in die Magengrube, aber mit Köpfchen!
Dabei fällt mir aber auch auf, dass das Introstück „The Knowing“ durchaus düstere Stimmung im Vorfeld erzeugt, aber nicht mal wirklich als Vorbereiter auf das Album bzw. auch den hervorragenden Anfang von „Age Of The Absurd“ notwendig gewesen wäre. Vielleicht wäre es als Outro geeigneter gewesen, um mal durch zu atmen.

Fazit:
Vergesst sämtliche Schubladen, in die diese Band oder deren Sound reingesteckt wurde – das ist der pure MANTAR-Sound!
„The Modern Art Of Setting Ablaze” ist nicht besser & schlechter als „Death By Burning” und/oder „Ode To The Flame”, es ist sowohl anders, als auch weiterhin dreckig, roh und durchdacht! Erneut zeitlos, cool!

Auch wenn MANTAR vielleicht wenig mit den hier erwähnten Alben gemein haben (müssen), so gab es meiner Meinung nach seit „Vulgar Display Of Power” oder „Toxicity” kein derart kraftvoll-energiegeladenes Album -voller Intensität & abwechslungsreicher Härte, der man sich eben nicht entziehen kann-, das eben vergleichbar in der Szene einschlagen sollte!

Nachtrag am 25.09.18, aufgrund dauerhafter Dröhnung, seit VÖ des Albums:

„The Modern Art Of Setting Ablaze“ ist für meine Begriffe MANTARs „Master Of Puppets“ bzw. für Hannos-Welt besser ausgedrückt, „The Modern Art Of Setting Ablaze“ ist für meine Begriffe MANTARs „Let There Be Rock“!!!

 

 

Europa Tour im November/Dezember 2018:

MANTAR
SKELETONWITCH
EVIL INVADERS
DEATHRITE

17.11.2018 Markthalle – Hamburg, Germany
19.11.2018 Musikzentrum – Hannover, Germany
20.11.2018 Hirsch – Nürnberg, Germany
21.11.2018 Turock – Essen, Germany
23.11.2018 KJH Hallschlag – Stuttgart, Germany
26.11.2018 Backstage – Munich, Germany
30.11.2018 UT Connewitz – Leipzig, Germany
01.12.2018 SO 36 – Berlin, Germany
08.12.2018 Schlachthof – Wiesbaden, Germany

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