Hound (D) – Settle Your Scores

Hound (D) – Settle Your Scores

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔29.Juni 2018
Hound (D) – Settle Your Scores

Das ist gar keine Band, das ist ein tollwütiger Höllenhund mit fünf Köpfen und fünf Paar stampfenden Beinen! Hound haben sich dem Hardrock der alten Schule verschrieben – mit Hingabe, dröhnender Hammond-Orgel und beißenden Gitarren. Seit 2014 touren die Musiker aus Hildesheim und Hannover unermüdlich durch die Republik, um allenortes ordentlich Krach zu machen. Seitdem haben sie sich einen Ruf als außergewöhnliche Live-Band erworben. Mit Wanja Neite am Gesang, Nando Grujic an der Gitarre, Jonas Gehlen an der Orgel, Yannick Aderb am Bass und John Senft an den Drums entstanden 2014 und 2017 in Eigenregie zwei EPs.

Ihre Inspiration holen sich die Musiker aus dem menschlichen Wahn, vom Bodensatz fauliger Tümpel, von den Fackeln des Mobs. Auf ihrem Debütalbum liefern Hound vor Energie sprühenden Hardrock ab. Der lädt im einen Moment ein, nostalgisch zu werden und holt einen im nächsten Moment mit seiner unmittelbaren Wucht von den Beinen.

 

Soweit der Promotext, der aber bereits eine Menge über die junge Band aussagt. Stilistisch erinnern sie ein wenig an The Brew mit Gesang von Asaf Avidan, was vor allem an dem recht hohen und ungewöhnlichen Gesangsstil von Wanja Neite liegt. Es gibt in der heutigen Musiklandschaft nur wenige Bands, die einen Rezensenten noch wirklich überraschen können, scheint doch in der Musik alles bereits gesagt zu sein. Doch die Niedersachsen machen ihre Sache dermaßen gut, dass es schwer fällt sich der Atmosphäre und Intensität ihrer Songs zu entziehen. Auch hier wird die Musik nicht neu erfunden, aber sie wird mit dermaßen viel Leidenschaft und Freude am Musizieren vorgetragen, dass es einer echten Inspiration gleicht dem Fünfer sein Gehör zu schenken. So klingen Deep Purple genauso durch, wie die eingangs erwähnten The Brew oder auch Graveyard und Konsorten. Dabei klingen Hound erfrischend anders und vor allem rocken sie dir die Matte vom Kopp und hauen die Schädeldecke weg. Ich kann nicht anders – ich bereits jetzt Fan.

 

Fazit: Geiler Stoff für alle Fans der rockigen Siebziger.

 

  1. Not So Long Ago
  2. Jim Vance
  3. The Perilous Realm
  4. Cursed Place
  5. Thoughts & Prayers
  6. Not At All
  7. The Poacher
  8. The Secret Commonwealth
  9. Grit
  10. Flesh & Bone
  11. Settle Your Scores
  12. Awful Fellow

 

Label: Metalville

VÖ: 29.06.2018

Laufzeit: 57:53 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: 70s Hardrock

Webseite: https://www.facebook.com/hound.hardrock/

 

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