FERDY DOERNBERG (DE) – Before the sun goes down

FERDY DOERNBERG (DE) – Before the sun goes down

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔01.Oktober 2020
FERDY DOERNBERG (DE) – Before the sun goes down

Ich schicke mal voraus, dass wir mit Ferdy Doernberg anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Solowerks „Before the sun goes down“ auch persönlich über die Songs und vieles mehr sprachen. Der Link zum Talk mit Ferdy erscheint am Wochenende genau hier!

2020 verzweifeln viele Menschen an und wegen der Pandemie, geben sich auf, resignieren, suchen die Schuld bei allen und jeden (nur nicht bei sich selbst), können sich irgendwie durch die Kurzarbeit retten, leugnen Covid-19 und basteln sich krude Geschichten drumherum. Andere widerum nutzen die Möglichkeiten und neue Chancen die sich dadurch ergeben, wobei der Grundton in der Menschheit schon recht düster zur Zukunft ausfällt. Aber ändern kann man an der Tatsache und bitteren Realität justament auch nichts, wird sich Ferdy Doernberg vielleicht ähnlich gedacht haben und spielte nach 4 Jahren wieder ein neues Solo-Album mit vielen seiner Freunden ein. Heraus kam dabei ein kunterbuntes Singer / Songwriterpaket, wie man es von dem weltweit beliebten Multiinstrumentalisten gewohnt ist. Wie, ihr kennt Ferdy Doernberg nicht? Das gibt es  nicht…hier ein ganz kleiner Überblick über sein Schaffen: Ferdy Doernberg ist seit vielen Jahren ein Tausendsassa in der nationalen und internationalen Musikszene., egal ob es dabei um die akustische Gitarre / die Slideguitar / Dobro, das Piano / die Keyboards, Hammondorgel, Synthesizer, Mandoline, Trompete, Glockenspiel oder um das Akkordeon geht – Ferdy ist dabei. Kennen tun ihn wohl die wenigsten als Singer / Songwriter auf Solopfaden die nicht oft mit Rock´n´Roll, bzw. Metal zu tun haben, aber ihr kennt alle seine Werke mit Axel Rudi Pell & Rough Silk, zudem wirkte er u.a. auf Alben von Holy Moses, Matt „Gonzo“ Roehr, Roland Grapow, Destruction, Freedom Call, Metalium, Tom Angelripper, Eden´s Curse, Masterplan, Autumn Leaves, uvm., mit. Auch teilte er die Bühne bereits mit (fast) allen erdenklichen „Helden“ des Pop, Rock und Metal und hat ein Faible für (auch deutschsprachigen!) Streetpunk. Sein musikalisches Engagement reicht vom Songwriting bis zur Produktion denn in seinem eigenen „Droehnwerk“-Studio ließen sich u.a. Mike Terrana, Brainstorm, Masterplan, und, und, und…bereits Songs und Alben von ihm veredeln. Auch Musikunterricht wird von Ferdy angeboten. Er achtet nicht auf Genres, sondern macht das, was er will sonst wären da bestimmt auch nicht die Engagements für Pop- und Schlagerstars wie zum Beispiel Roy Black, Howard Carpendale,  und und und… Für den aktuellen Dreher „Before the sun goes down“ setzte er sich mit seinen Rough Silk Kollegen (Anke Sobek / Bass, Mike Mandel / Guitar & Herbert Hartmann / Drums), Drummer Mark Zonder (Fates Warning, Warlord), Matthias Dieth (Gitarrist, U.D.O.) Drummer Jörg Uken (u.a. Produzent von  Anvil), Ecki Hüdepohl (u.a. It´s ME, Southside Jam,…Studiomusiker), Alex Wenn (Drums / u.a. Gunter Gabriel, Matt Gonzo Roehr,…), Robby Ballhause (Gitarrist, Singer / Songwriter), Maike Wolff mit Percussion / Ukulele & Vikingerschwert, sowie den beiden Neuzugängen Agent J (Vocals) und Mrs. Tinkles (Vocals) zusammen. Sie spielten 19 Tracks (inkl. Intro & Outro) zwischen Country, Folk, Punk, Funk, Blues, Westcoast, Rock, Modern Rock, französicher Chanson, Pop britischer Machart und einer Menge gute Laune zu einem abwechslungsreichen Album ein, vielleicht sogar seiner entspanntesten Veröffentlichung. Thematisch geht es dabei nicht nur um aktuelle Corona-Probleme, denn diverse Tracks warten schon länger als 10 Monate auf Fertigstellung. Einige Songs handeln von sich immer weiter ausbreitenden Extremismen politischer und religiöser Art, Gewalt, Rassismus und der Verherrlichung von Anti-Semitismus, was sich leider immer häufiger und unverfroren offen in allen Bevölkerungsschichten zeigt. Und Ferdy prangert auch das klar an, er bezieht deutlich als Deutsch-Engländer mit jüdischen Wurzeln Position! Das darf absolut nicht salonfähig sein, bzw. werden, egal in welchem Land, in welcher Religion. Auch die moderne Plattenindustrie und Musikvermarktung bieten genug Anklagepunkte. Den Spaß lässt der kreative Musiker natürlich nicht außen vor und weiss auch über sich selbst zu lachen. Zudem widmet er dem verstorbenen Gunter Gabriel den Song „It takes a whole lotta countrysongs…“ und mit „Astronauts & private detectives“ zieht er seinen Hut vor Udo Lindenberg. Es gibt so viel zu hören, zu entdecken, zu genießen, aber auch zu sehen. Nicht nur, dass es bereits 2 Clips zu dem Album gibt, das 24-seitige Booklet ist ebenso eine Augenweide. Texte, viele (sehr coole) Bilder im Movie-Strip-Style, Linernotes,…alles was sich der geneigte Fan wünscht woran man auch erkennt, dass Ferdy selbst auch Fan genug ist und auf vielen Konzerten nicht nur auf, sondern auch gern vor der Bühne steht.

Fazit: Kaufen! Nicht downloaden, nicht streamen! Kaufen! 74 Minuten ausnahmslos gute Musik.

Und wir empfehlen einen ausgiebigen Blick auf unseren Schnack mit Ferdy Doernberg zum Album, zu den einzelnen Songs und vielem mehr. Ab dem Wochenende hier verlinkt!

Tracklist:

01. The adventures of Agent J and Mrs. Tinkles (instrumental)
02. Before the sun goes down
03. See you when you made it through
04. Gentleman with a thing
05. Unless all paganism fails
06. Living happily ever after in the grey zone
07. No good – just bye!
08. Astronauts & private detectives
09. If you can´t be bad – be careful
10. Spider cones, hopeless romantics, lovesick aliens and a lonely sparrow sitting on a branch reflecting on existence
11. We need to be more punkrock!
12. The polyrhythm of the night
13. Sometimes the thrill of the hunt is better than the actual catch
14. It takes a whole lotta country songs to heal this broken heart
15. Roaddog
16. Nightbreed fairytales
17. It smells a little bit strange at Heartbreak Hotel
18. The Corona-diaries
19. Encore: No music, no Buiness! (feat. Rough Silk)

Line-Up:

Ferdy Doernberg – Lead vocals, alle Gitarren und so unendlich viel mehr (u.a. Rough Silk, Axel Rudi Pell)

Anke Sobek – Bass, Bass-Ukulele (Rough Silk)

Mike Mandel – Bass, Rhythmusgitarren (Rough Silk)

Herbert Hermann – Drums, Kastagnetten (Rough Silk)

Mark Zonder – Drums (u.a. Warlord, Fates Warning)

Alex Wenn – Drums & Triangel (u.a. Gunter Gabriel, Matt Gonzo Roehr)

Ecki Hüdepohl – Bass (u.a. It´s ME, Southside Jam,… Pianist, Studiomusiker)

Jörg Uken  – Drums (u.a. Rumble Militia, Produzent von  Anvil)

Maike Wolff – Ukulele, Percussion

Matthias Dieth – Gitarrensolo („If you can´t be bad…“, u.a. U.D.O.)

Robby Ballhause – 12 String Intro („Gentleman with a thing“, Singer / Songwriter)

Agent J & Mrs. Tinkle sind mit „vokalen Einsätzen“ im Intro vertreten

VÖ: 02-10-2020

Label: DLR Records, ABC Roxxon Records & Tapes

Herkunft: Deutschland

Spielzeit: 73:56 Min.

Genre: Singer / Songwriter, Rock, Pop, u.v.m.

Internet:

FB – https://www.facebook.com/ferdy.doernberg

HP – http://www.ferdydoernberg.de

Youtube:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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