Allgemein Reviews Tipp der Redaktion

DEIMOS DAWN (D) Live To The Slaughter

Livealben wirken heute oft wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. DEIMOS’ DAWN liefern mit Live To The Slaughter

DEIMOS DAWN (D) Live To The Slaughter

Livealben wirken heute oft wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. DEIMOS’ DAWN liefern mit Live To The Slaughter allerdings einen ziemlich deutlichen Gegenbeweis. Die Berliner Thrasher haben 13 Songs in der ausverkauften Subkultur in Hannover mitgeschnitten und schaffen genau das, was ein gutes Livealbum leisten muss: Es konserviert nicht nur Songs, sondern auch Schweiß, Druck und Bewegung.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hört hier Body Count live

Thrash ohne Sicherheitsnetz

Man merkt es bei den Songs Walking Out On You, The Final Illusion und Over Your Dead Body direkt: Hier wurde keine polierte Studioretusche nachgereicht. Die Band klingt roh, direkt und hungrig, bleibt aber jederzeit kontrolliert. Besonders stark ist, wie Marc Grewe seine Death-Metal-Wucht in den Thrash-Kontext presst, ohne die Songs zu erschlagen. Da brüllt kein Gast am falschen Ort, da steht ein Frontmann mitten im Feuer.

Schweiß, Riffs und Body Count

Der Sound von Marc Wüstenhagen ist fett, aber nicht glattgebügelt. Gitarren, Bass und Drums drücken ordentlich nach vorne, während die Publikumsatmosphäre nie künstlich aufgeblasen wirkt. Gerade Body Count ist ein schöner Faustschlag, weil der Morgoth-Klassiker mit Grewe natürlich eine besondere Geschichte trägt. Auch God Of Pain, Unholy Water und Lambs To The Slaughter funktionieren live noch eine Spur giftiger.

Unser Fazit

Live To The Slaughter ist kein überflüssiger Zwischenstopp, sondern ein echtes Statement. DEIMOS’ DAWN zeigen, dass Thrash Metal live immer noch am besten klingt, wenn er nicht steril sortiert, sondern kontrolliert entfesselt wird. Wer auf ehrlichen Druck, kantige Riffs und eine Frontstimme mit Abrissbirnen-Charakter steht, bekommt hier genau das richtige Futter. Kurz gesagt: laut, roh, schwitzig, überzeugend.

Tracklist:

  1. Walking Out On You
  2. The Final Illusion
  3. Over Your Dead Body
  4. Rise Of The Mutilated
  5. Body Count
  6. The 4th Wall
  7. Put Down That Weapon
  8. God Of Pain
  9. Too Much Pain Is Not Enough
  10. Unholy Water
  11. Lambs To The Slaughter
  12. Deathstar Spangled Banner
  13. Feeding The Decline

Credits

Besetzung

Offizielle Website

Facebook

Spotify