DEIMOS DAWN (D) Live To The Slaughter
Livealben wirken heute oft wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. DEIMOS’ DAWN liefern mit Live To The Slaughter
Livealben wirken heute oft wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. DEIMOS’ DAWN liefern mit Live To The Slaughter allerdings einen ziemlich deutlichen Gegenbeweis. Die Berliner Thrasher haben 13 Songs in der ausverkauften Subkultur in Hannover mitgeschnitten und schaffen genau das, was ein gutes Livealbum leisten muss: Es konserviert nicht nur Songs, sondern auch Schweiß, Druck und Bewegung.
Thrash ohne Sicherheitsnetz
Man merkt es bei den Songs Walking Out On You, The Final Illusion und Over Your Dead Body direkt: Hier wurde keine polierte Studioretusche nachgereicht. Die Band klingt roh, direkt und hungrig, bleibt aber jederzeit kontrolliert. Besonders stark ist, wie Marc Grewe seine Death-Metal-Wucht in den Thrash-Kontext presst, ohne die Songs zu erschlagen. Da brüllt kein Gast am falschen Ort, da steht ein Frontmann mitten im Feuer.
Schweiß, Riffs und Body Count
Der Sound von Marc Wüstenhagen ist fett, aber nicht glattgebügelt. Gitarren, Bass und Drums drücken ordentlich nach vorne, während die Publikumsatmosphäre nie künstlich aufgeblasen wirkt. Gerade Body Count ist ein schöner Faustschlag, weil der Morgoth-Klassiker mit Grewe natürlich eine besondere Geschichte trägt. Auch God Of Pain, Unholy Water und Lambs To The Slaughter funktionieren live noch eine Spur giftiger.
Unser Fazit
Live To The Slaughter ist kein überflüssiger Zwischenstopp, sondern ein echtes Statement. DEIMOS’ DAWN zeigen, dass Thrash Metal live immer noch am besten klingt, wenn er nicht steril sortiert, sondern kontrolliert entfesselt wird. Wer auf ehrlichen Druck, kantige Riffs und eine Frontstimme mit Abrissbirnen-Charakter steht, bekommt hier genau das richtige Futter. Kurz gesagt: laut, roh, schwitzig, überzeugend.

Tracklist:
- Walking Out On You
- The Final Illusion
- Over Your Dead Body
- Rise Of The Mutilated
- Body Count
- The 4th Wall
- Put Down That Weapon
- God Of Pain
- Too Much Pain Is Not Enough
- Unholy Water
- Lambs To The Slaughter
- Deathstar Spangled Banner
- Feeding The Decline
Credits
Interpret: DEIMOS’ DAWN
Titel: Live To The Slaughter
Herkunft: Berlin, Deutschland
Format: Livealbum
VÖ: 8. Mai 2026
Genre: Thrash Metal
Label: MDD Records
Aufnahme: 26. Oktober 2024, Subkultur, Hannover
Mix und Mastering: Marc Wüstenhagen
Besetzung
Marc Grewe – Vocals
Andy Doé – Gitarre
Matze Lange – Bass
Mathias Schmidt – Drums


