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Bericht: World Tour 2026 – IRON MAIDEN „Run For Your Lives“ in Hannover, Heinz von Heiden Arena am 02.06.2026

45.000 Fans in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu Gast, das kann ja nur eine große Nummer sein, die hier auf

Bericht: World Tour 2026 – IRON MAIDEN „Run For Your Lives“ in Hannover, Heinz von Heiden Arena am 02.06.2026

45.000 Fans in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu Gast, das kann ja nur eine große Nummer sein, die hier auf dem Gelände des Stadions vom Zweitligisten der Bundesliga -Hannover 96- performen durfte! Genau, denn seit über 50 Jahren existiert die Band von Steve Harris IRON MAIDEN! Dabei spielen sie die erste, als auch einzige Soloshow dieses Jahr genau hier in Hannover. Und einen speziellen Gast durften sie dem Publikum zusätzlich anbieten: Megadave, öhm MEGADETH!

Dave Mustaine und seine drei Mitstreiter benötigen kein Intro, legen pünktlich mit einem der neuen Songs des „letzten“ Albums los: „Tipping Point“. Darauf folgt bereits ein Klassiker und Dauersetlist-Song dieser Thrash-Titanen nämlich „Hangar 18“ vom Rust In Peace-Werk. Alles soweit easy und irgendwie ok, aber mit der Zeit merkte man, Dave war an diesem Tag nicht bei seinem Maximum, zumindest stimmlich nicht. Sehr deutlich war es beim eher misslungen Coversong „Ride The Lightning“; es wirkte nicht nur drucklos, auch leider dünn, was den Gesang anbelangt (ohne darauf hinweisen zu müssen, wie heftig es Hetfield und Co. immer noch performen).
Dennoch war die Spielart der Mannen durchaus ordentlich, auch wenn Dave gerade beim Überhammerhit „Holy Wars…“ seinen Solopart nicht wie in seinen besten Tagen durchbringen konnte.

Dazwischen gab es aber ein paar Überraschungen in der Setlist, wie u.a. mit „Take No Prisinors“. Dennoch waren die überwiegend vom Publikum abgefeierten Songs „Symphony…“ und „Peace Sells…“, auch wenn gerade einer der neuen Songs „Let There Be Shred“ durchaus ordentlich Wucht inne hatte.
Vic Rattlehead ließ sich ebenfalls blicken, ob ganz in weiß beim eben erwähnten Song oder anschließend im schwarzen Anzug bei „Peace sells“.
Nach lediglich 45 Minuten Spielzeit war es auch schon vorbei mit diesem Special Guest; „God bless you, Germany,… we´er Megadeth, good night“! Von daher darf man schlussendlich festhalten, auch wenn die meisten Fans wegen Iron Maiden da waren, hätte es auch eine ordentliche gute Stunde Spielzeit für Megadeth geben dürfen, zumal sie derzeit ein längeres Set auf der laufenden Europatour präsentieren.

MEGADETH – Setlist in Hannover (Song/Album)
Tipping Point – Megadeth
Hangar 18 – Rust In Peace
Take No Prisinors – Rust In Peace
Let There Be Shred – Megadeth
Ride the Lightning – Megadeth
Tornado of Souls – Rust In Peace
Peace Sells – Peace Sells… but Who´s buying?
Symphony of Destruction – Countdown to Extinction
Holy Wars… The Punishment Due – Rust In Peace

Wetter passt, Umbaupause war nicht sehr lang, obwohl es einiges umzustellen gab – und es erklang der Introtrack von UFOs „Doctor Doctor“: die Meute flippte dabei bereits aus.
Ein Intro-Filmchen startete und die HEAVY METAL-Legende legte mit „Murders in the Rue Morgue“ vom Zweitwerk los; Gänsehaut pur, sofort!

Um es in den Worten unseres Fotografen zu sagen: „Iron Maiden habe ich mit der Muttermilch eingesogen (zumindest rede ich mir das immer ein). Das erste Mal durfte ich sie 1980 als Support von Kiss erleben und bin seitdem Fan dieses unermüdlichen Kraftwerks britischen Stahls. Ich habe keine Ahnung wie oft ich die Band bereits gesehen habe. Ist aber eigentlich auch egal, weil jede Show einfach nur grandios ist….„.


Und so ist es auch an diesem Abend gewesen: gegen Erfahrung und Können kann man nun nicht anstinken, das ist jedem klar.50 Jahre sind durchaus eine sehr lange Zeit, in diesem Business sowieso, zumal dieses Genre damals alles andere als „hoch angesehen“ worden war. 
Auch hier passten Sound, Lichtshow & Effekte hervorragend zusammen. Und die Band untereinander war sowieso wohlgelaunt, voller Elan, Leidenschaft und eben Professionalität.
Allen voran Bruce, der stimmlich einen sehr guten Tag erwischt hatte – und selbstverständlich das ein oder andere ans Publikum nebenher & zwischendurch loswurde. Nicht bloß die Standards „Scream for me Germany,  Hannover“; Bruce brachte es auch mal auf den Punkt „100 % Live, isn´t it?!“.
Und natürlich hatte er kein Whisky oder Lager Bier in seiner Pulle; es war pures, leckeres Wasser. Bei den Wegen, Strecken die er hier – wie seine Mitstreiter in gut zwei Stunden ablegen mussten, auch kein Wunder. Zumal sich Bruce es nicht nehmen ließ beim ein oder anderen Song sich zu verkleiden, entsprechend der Thematik natürlich und dabei theatralisch-, -musicalartig zu agieren. Am besten gelang es ihm, samt Unterstützung der KI-Videoprojektion bei u.a. „Hallowed Be Thy Name“ – vom Geiste gejagt und „Fear Of The Dark“ – einem der Zugabesongs, nachdem Bruce dem Publikum vorher mitteilte „We will be back – like Terminator“!
Zu jedem Track gab es die passend umgestalteten Clip(s), was durchaus von der Bandperformance ablenken konnte. Hut ab an die KI-Videospezialisten, die hierbei jedes Detail bedacht hatten.


Natürlich hatte sich auch Eddie zu einigen Songs hinzugesellt, der hier keine reine KI-Roboter-Puppe ist. Es mag zwar etwas kindisch wirken, wenn diese Figur immer noch hinter diesen (älteren!) Musikern her ist, aber es wäre eben nicht Iron Maiden.
Die Highlights der Setlist bildeten Songs wie u.a. „Number of The Beast“ (als dies angespielt wurde, hatte man den Eindruck, alle Songs davor waren ein reines aufwärmen); „Run To The Hills“ – mit phänomenaler lauthals-Unterstützung des Publikums; sowie „The Trooper“ als auch „Fear Of The Dark“ – grandiose Vorstellung und ein Meer aus Mitsingenden, schreienden Fans.


Die zwei Stunden Spielzeit waren daher ordentlich, aber irgendwie hätte es auch viel länger sein dürfen- unabhängig davon, dass heftiger Regen auf die Meute prasselte.
Auch wenn es klar ist, dass mit dieser Tournee (weiterhin) das 50jähirge der Band abgefeiert wird, so hätte es gerade eine Band wie IRON MAIDEN sich dazu bringen können, um nicht ausschließlich alte Songs, reine Hits zu spielen und die Setlist auch mal zu ändern. Wenn eine Band so lange im Geschäft ist und etliches an Alben, Songs und Performances vorzuweisen hat, dann darf der Setlist-Blumenstrauß durchaus bunter sein. —> …hoffentlich kommen die Briten bald wieder!

       

IRON MAIDEN – Setlist in Hannover (Song/Album): 
Intro: Doctor Doctor//Intro-Clip „The Ides of March“
Murders in the Rue Morgue – Killers
Wrathchild – Killers
Killers – Killers
Phantom of the Opera – Iron Maiden
The Number of the Beast – The Number of the Beast
Infinite Dreams – Seventh Son of a Seventh Son
Powerslave – Powerslave
2 Minutes to Midnight – Powerslave
Rime of the Ancient Mariner – Powerslave
Run to the Hills – The Number of the Beast
Seventh Son of a Seventh Son – Seventh Son of a Seventh Son
The Trooper – Piece Of Mind
Hallowed Be Thy Name – The Number of the Beast
Iron Maiden – Iron Maiden
Zugaben:
Intro – Aces High – Powerslave
Fear of the Dark – Fear of the Dark
Wasted Years – Somewhere In Time
Outro: Always Look on the Bright Side of Life

…weitere  Bilder in der Galerie: Iron Maiden – Hannover 2026

Fotos © Christoph (metalglory.com)