Wallop (D) – Alps On Fire

Wallop (D) – Alps On Fire

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔08.Mai 2020
Wallop (D) – Alps On Fire

Vor 35 Jahren erschien mit „Metallic Alps“ das bisher einzige Album der Offenbacher, die sich auch kurz nach der Veröffentlichung des Albums auflösten. Gründe unbekannt. Das Album entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem gesuchten Kleinod und wird inzwischen zu relativ hohen Preisen gehandelt. Kult hin oder her: das Album bietet den damals typischen Teutonenmetal, der aber in Würde gealtert ist. Nun haben sich die Originalmitglieder wieder zusammengefunden und haben mit „Alps On Fire“ ein neues Langeisen am Start.

Natürlich stellt sich die Frage, ob das überhaupt jemand braucht, ist doch eine Rückkehr nach solch einer langen Zeit mehr als fragwürdig. Was also mag an Motivation dahinter stecken, was treibt die Band nach solch einer langen Zeit an? Bereits bei den ersten Tönen wird schnell klar, dass Wallop ihrer eigenen Vergangenheit ein wenig hinterher zu trauern scheinen. Die Songs hätten so, abgesehen von der Produktion, auch ohne Weiteres auf das Erstwerk gepasst. Beschäftigt man sich dann ein wenig mit den Songs und kennt vielleicht sogar das Debüt, dann wird allerdings schnell klar, dass sich die Band auch dem kompletten alten Material angenommen hat, es einfach neu eingespielt wurde (vermute ich zumindest). Das macht durchaus Sinn, zeigt aber eben auch, dass nicht jedes Comeback wirklich von übermässigem Tatendrang gekrönt ist. Doch das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau, denn nicht jedem Fan der achtziger Jahre ist das Album bekannt. So findet eine Heranführung an die Band statt, die es sogar gestattet, dass es irgendwann einen adäquaten Nachfolger geben kann. Bis dahin knallt erstmal „Alps On Fire“ aus den Boxen, wobei besonders der Raven-Klassiker „Crash, Bang, Wallop“ (mit Gast John Gallagher, Single 1982) als kleines Highlight gelten darf.

 

Fazit: Welcome back, boys.

  1. Running Wild
  2. Missing In Action
  3. Lack Of Power
  4. Metallic Alps
  5. Reveal The Lies
  6. Monsters
  7. Stealthy World
  8. Idols Die Too
  9. 69
  10. Fun For The Nun
  11. Metallize
  12. Crash, Bang, Wallop
  13. Wall Of Sound

 

Label: Pure Steel Records

VÖ: 24.04.2020

Laufzeit: 50:22 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Classic Metal

Webseite: https://www.wallop.eu

Facebook: https://www.facebook.com/Wallop69/

 

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