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VOMITORY – In Death Throes

Genre: Death Metal Pioniere – volle Kraft voraus! Gut, dass sie sich dann doch wieder aufgerafft und aus dem

VOMITORY – In Death Throes

Genre: Death Metal Pioniere – volle Kraft voraus!

Gut, dass sie sich dann doch wieder aufgerafft und aus dem Grab in voller Pracht erhoben haben. Nach der mit „All Heads Are Gonna Roll“ gefeierten Reunion 2023 folgt nun mit „In Death Throes“ der nächste und insgesamt zehnte Streich der schwedischen Urgesteine.

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„In Death Throes“ reiht sich ein in die lange Ahnenreihe hochklassiger Alben und erinnert an alte Glanztaten. Vor allem wird heftig an der Geschwindigkeitsschraube gedreht, soll heißen: Schwer walzenden Groove gibt es nur noch in abgeschmeckten Dosen, der teilweise doch heftige Flirt in Richtung Death Doom hat sich bis auf einige Teile („For Gore and Country“, „In Death Throes“) weitgehend erledigt. Aufgeflammt ist dagegen die alte Liebe zu Raserei und Wahnwitz. Und das ist auch gut so. Schon das eröffnende „Rapture in Rupture“ reißt gnadenlos alles nieder und gibt den völlig entfesselten Hyperspeedpanzer. Und das abschließende „Oblivion Protocol“ schwingt zum Schluss noch einmal den Death Metal Hammer in Höchstgeschwindigkeit über dem Kopf. Dazwischen gibt es noch mehr Geschwindigkeit, das gewohnt gutturale Blut- und Zombie-Manifest von Mister Erik Rundqvist am Gesang, einen wunderschönen Mix aus flirrenden Riffslaven und fies mahlenden Riffs an den beiden Gitarren und Mister Tobias Gustafsson begeistert erneut mit seinem knallharten, ultrapräzisem, vor allem aber stets abwechslungsreichen Schlagzeugspiel. Und schließlich fügt sich Christian Fredriksson als neuer Leadgitarrist mit seinen völlig irren Soli perfekt in die Todesmaschine ein, als hätte er noch nie etwas anderes gemacht als grinsend Lieder mit solch passenden Titeln wie „Two and a Half Men“ oder „The Zombie War General“ zu veredeln. Große Kunst das alles.

Fazit:
VOMITORY legen mit „In Death Throes“ ein Album nach dem Motto vor: Wer hat, der kann. Nicht umsonst gehören die Herren zu den großen Alten des Death Metal. Und doch ist es erstaunlich, mit welcher entfesselten Wut und ehrlichen Hingabe die vier gesetzteren schwedischen Gentlemen agieren. Death Metal lebt, und wenn er so großartig dargeboten wird wie von VOMITORY, muss einem um die Zukunft harter Musik nicht angst und bange werden. Glückwunsch – und Prost auf ein noch langes Leben!

Liederliste:

  1. Rapture in Rupture (2:55)
  2. For Gore and Country (03:24)
  3. Forever Scorned (4:11)
  4. Wrath Unbound (3:42)
  5. In Death Throes (4:33)
  6. Cataclysmic Fleshfront (3:39)
  7. Two and a Half Men (3:27)
  8. Erased in Red (3:27)
  9. The Zombie War General (3:56)
  10. Oblivion Protocol (3:56)

VOMITORY (USA) „In Death Throes“
Label: Metal Blade Records
Laufzeit: 37:10 min
VÖ: 10.04.2026

Quelle & © Bilder/Info/Clips: Vomitory / Metal Blade Records