TRAGEDIAN (DE) – Seven Diamonds

TRAGEDIAN (DE) – Seven Diamonds

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔08.Februar 2021
TRAGEDIAN (DE) – Seven Diamonds

Power Metal, Melodic Metal und Speed Metal der europäischen Art vereinen Tragedian zu einem Großen und hieven es in Form ihres 4. Albums „Seven Diamonds“ in die „Regale der Läden“. 2002 gegründet und viele Besetzungswechsel später, kehrte man in die Chameleon Studios ein um sich von Eike Freese den richtigen Sound für den aktuellen Dreher schneidern zu lassen, was aber besonders in Punkto Keyboards einige Fragezeichen bei mir hinterlässt. Ansonsten ist es eine recht knochentrockene, erdige Produktion, die vielleicht etwas mehr Glanz verdient hätte, denn die Songs stimmen und die Band beherrscht ihr Handwerk, sind die einzelnen Musiker doch auch nicht wirklich Unbekannte. Musikalisch geht das alles in die Richtung leichte Stratovarius, Gamma Ray, Labyrinth, Rhapsody, Helloween, und so weiter, was heißen soll: hier wird nix neu erfunden, aber an einem Rad ordentlich weitergedreht. Im Studio gab es einige Gäste, die sich auf „Seven Diamonds“ verewigen wollten, darunter Zak Stevens von Savatage, Dan Palmer von Zebrahead, Wade Black von Crimson Glory und und und. Nicht dass Tragedian das Namedropping unbedingt bräuchten, denn die Songs gehen großteils gut rein. Andererseits lässt es ein Album doch noch viel vielfältiger klingen, wenn manchmal doch einige Köche mehr am Süppchen rühren.

Fazit: Der hohe Gesang von Joan Pabon ist oftmals gar nicht nötig, um Dramatiken oder ähnliches bezeichnend rüberzubringen, denn an einigen Stellen gibt es arge Schwankungen und dann ist mir ein guter normaler Gesang lieber, als ein schlechter Versuch sich durch die Höhen dieser Welt zu singen. An der Stelle holt Gitarrist Gabriele Palermo unglaublich viel aus seinem / Arbeitsgerät(en), was die Spannung oben hält. Die Keyboards hätte man vielleicht grundsätzlich überdenken sollen, oder vielleicht in ein besseres Licht rücken? Das war es schon mit meinem Gemecker, denn letztendlich höre ich die Scheibe seit ein paar Tagen und sie geht mir nicht auf die Nerven. Fleißig waren die Herren, 12 Songs + 2 CD Bonüsse bei einer Spielzeit von knapp 65 Minuten darf man erwarten und ich wünsche gute Unterhaltung mit Tragedian, die bei einem Schulnotensystem von mir die Note 2 bekommen hätten. Für eine 1 sollte man sich vllt. auf dem nächsten Album mehr Gedanken um weniger hohe Gesangparts machen und die Keys bedeutungsvoller einsetzen. Ist nur ´ne Idee… Ansonsten: Ancheckpflicht für alle Freunde der genannten Genre!

Erscheint auch auf Vinyl!

Tracklist:

  1. Rising Rage
  2. Aloneless
  3. Out Of The Dark (1st Guitar Solo Dan Palmer)
  4. Darkest Of My Days
  5. Bringer Of Dreams (Feat. Wade Black)
  6. Crying In The Rain
  7. Enlightened
  8. Forevermore
  9. Destiny
  10. Para Siempre (Forever)
  11. The Journey
  12. Forces Of The Light (Feat. Zak Stevens)
  13. Crying In The Rain (CD Bonus: Feat. Jules Down / Duet version)
  14. Forces Of The Light (CD Bonus: Radio Edit)

Spielzeit: 64:12 Min.

Line-Up:

Joan Pabón (Ex Aphelium) – Vocals

Gabriele Palermo (Ex Stormwarrior) – Guitars

Denis Scheither (Ex Sinride) – Keyboards, Piano

Dawid Wieczorek (Ex Stormwarrior) – Bass

Nicoló Bernini (Ex Warshout) – Drums

Gäste:

Wade Black (Leatherwolf, Ex Crimson Glory) – Vocals

Dan Palmer (Zebrahead, Death by Stereo) – 1st Guitar Solo „Out Of The Dark“

Zak Stevens (Savatage & Circle II Circle) – Vocals

Jules Down (Sleeping Child) – Voclas, Backing Vocals

Samantha Silva – Backing Vocals

VÖ: 21-01-2021

Label: Pride & Joy Music

Herkunft: Deutschland

Genre: Metal, Power Metal, Melodic Metal, Speed Metal,

Internet:

FB – https://www.facebook.com/tragedianhamburg

HP – http://tragedian.com/

Youtube:

 

 

 

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