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Nekrodawn (SE) Covenant Of Carnage

Wenn Musiker mit Stationen bei Grave, Centinex, Interment, The Crown und Hypocrisy gemeinsam Death Metal spielen, wird gewiss keine

Nekrodawn (SE) Covenant Of Carnage

Wenn Musiker mit Stationen bei Grave, Centinex, Interment, The Crown und Hypocrisy gemeinsam Death Metal spielen, wird gewiss keine Duftkerze angezündet. NEKRODAWN legen mit „Covenant Of Carnage“ ihr zweites Album nach „Sculpted By Torture“ vor und wirken dabei entschlossener als auf dem Debüt. Die am 21. August 2026 über War Anthem Records erschienenen zwölf Stücke verbinden schwedische Todesbleischwere mit scharf konturierten Melodien, vereinzelten Black-Metal-Schatten und einer zeitgemäß massiven Produktion.

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Hört hier das Album „Covenant Of Carnage“ von NEKRODAWN.

Unter eisernem Himmel

„Neath Skies Of Iron“ eröffnet ohne langes Vorspiel. Henrik Axelsson treibt die Nummer mit wuchtigen Doublebass-Salven und präzisen Tempowechseln an, während Jonas Kjellgren und Mika Lagreen zwischen sägenden Rhythmusgitarren und frostigen Melodiebögen arbeiten. Johan Janssons Bass verdichtet das Fundament, ohne bloß den Gitarren hinterherzulaufen. Inhaltlich ist der Song weniger nihilistisch, als sein Titel vermuten lässt: Er handelt von Zusammenhalt und davon, sich selbst unter größtem Druck nicht zu ergeben. „Massacre Eternal“ kippt diese Entschlossenheit anschließend in eine düstere Betrachtung endloser Kriege und ihrer unauslöschlichen Spuren.

Verdammnis, Widerstand und die Maschine der Gier

Der Titeltrack setzt stärker auf schleppende Schwere und eine finstere, beinahe rituelle Atmosphäre. Das besungene Bündnis führt über Korruption, Schuld und Beschwörungen immer tiefer in einen Zustand vollständiger Verdammnis. „Liberty’s Pyre“ richtet den Blick dagegen auf den Aufstand gegen Unterdrückung und die gewaltsame Rückeroberung von Freiheit. Besonders wirkungsvoll fällt „Feeding The Greed Machine“ aus: Der Song verbindet einen einprägsamen Refrain mit einer Abrechnung über falsche Propheten, Machtgier und ein System, das seinen Wohlstand auf dem Leid Unschuldiger errichtet.

Zwischen Seuche und politischer Täuschung

In der zweiten Hälfte dominieren stärker die klassischen Horrorbilder. „Crowned Devourer“, „Claws Of Pestilence“ und „Incarnate Doom“ erzählen von dämonischen Herrschern, Seuchen und einer Macht, die jede Hoffnung verschlingt. Dazwischen ragt „Thy Spineless“ hervor, weil NEKRODAWN erneut politische Untertöne zulassen. Hier geht es um abgeschottete Eliten, ewige Kriege und Regierende, die Menschen durch Täuschung und Angst kontrollieren. Das nur einminütige „Drones Of Deceit“ wirkt anschließend wie ein kurzer Gewaltausbruch, bevor „Desolation Reigns“ das Album mit bedrohlichen Melodien und kontrolliertem Stampfen beendet.

Jonas Kjellgrens Produktion ist druckvoll, klar und trotzdem ausreichend roh. Die Gitarren besitzen Gewicht, das Schlagzeug bleibt dynamisch, und sein tiefes Growling sitzt breit im Zentrum. Nicht jeder Song entwickelt eine eigene Handschrift: Gerade im Mittelteil ähneln sich einige Riffmuster, und manche Dämonenbilder stammen aus dem gut gefüllten Death-Metal-Lehrbuch. Die präzise Ausführung und wiederkehrenden melodischen Widerhaken verhindern jedoch, dass die knapp 46 Minuten ermüden.

Unser Fazit

„Covenant Of Carnage“ erfindet schwedischen Death Metal nicht neu, beherrscht dessen Sprache aber ausgesprochen sicher. NEKRODAWN liefern ein schweres, finsteres und handwerklich starkes Album, das politische Wut ebenso überzeugend verarbeitet wie apokalyptischen Horror. Ein paar überraschendere Wendungen hätten der Platte gutgetan, doch ihre besten Riffs treffen mit bemerkenswerter Wucht.

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