Monos – Zwischen Himmel und Hölle (Film)

Monos – Zwischen Himmel und Hölle (Film)

📁 Film, Reviews 🕔08.Oktober 2020
Monos – Zwischen Himmel und Hölle (Film)

Monos – Zwischen Himmel und Hölle (Blu-ray)
Label: DCM
Erscheinungsdatum: 09.10.20
Laufzeit: 103 min.
Bildformat: 2,40:1 (1080p/24)
Ton: Deutsch, Spanisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch

Inhalt:
MONOS – ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLLE – ein kolumbianischer “Herr der Fliegen”, der den Wahnsinn eines Werner Herzog mit der technischen Perfektion eines James Cameron verschmilzt. In einer abgelegenen Bergregion irgendwo in Lateinamerika absolviert eine aus Teenagern bestehende Kampfgruppe von Rebellen, mit Kampfnamen wie Rambo, Schlumpf, Bigfoot, Lobo und Boom-Boom, militärische Übungen, während sie im Auftrag einer nebulösen Guerillagruppe, die nur als „die Organisation“ bekannt ist, eine Gefangene (Julianne Nicholson) und eine zwangsrekrutierte Milchkuh bewacht. Ein Angriff aus dem Hinterhalt treibt die Gruppe in den Dschungel, ihr komplexes Beziehungsgeflecht zerreißt und die Mission beginnt schiefzugehen.

Review:
„Monos“ ist kein schlechter Film, nur sollte man sich nicht von der Beschreibung zu sehr blenden lassen. Die klingt nämlich doch eher straight und actionorientiert. Das liefert der Film aber zu keiner Zeit ab. Es ist eher ein etwas surreal angehauchtes Drama was sich der Coming-of-Age unter erschwerten Bedingungen annimmt. Denn hauptsächlich geht es um den bunt zusammengewürfelten Haufen von weiblichen und männlichen Jugendlichen. Als einzige Erwachsene mit etwas mehr Leinwandpräsenz sind nur noch die weibliche Geisel und der Ausbildungsoffizier der Jugendlichen mit von der Partie. Die jugendliche Rebellengruppe erledigt ihre einzige Aufgabe, nämlich die Geiselbewachung, mit viel jugendlichem Übermut und einer leicht kindlichen Herangehensweise an diese doch ernste Aufgabe. Als nach einer Feier, im jugendlichen Übermut, die Kuh, welche der kleinen Gruppe anvertraut wurde, aus Versehen erschossen wird, verändert sich die Gruppendynamik komplett. Plötzlich merkt man, dass die Heranwachsenden mit ernsten Schwierigkeiten dann doch nicht vernünftig umgehen können. Mit einem Mal kommen nicht nur Zweifel an ihrer Rolle in der Organisation auf und auch die Hierarchie sowie Freundschaften werden in Frage gestellt. Ob die Rebellengruppe der die Jugendlichen angehören nun links- oder rechtsgerichtet ist oder ob es vielleicht der Kampf einer indigenen Minderheit gegen den Staat ist, wird nicht erklärt, spielt aber auch keine große Rolle.

Fazit:
Kein schlechter Film, der aber mit Sicherheit nichts für den Mainstream-Cineasten ist. Weiß auch durch seine Bilder zu überzeugen.

Quelle des Trailers: DCM

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