MALEVOLENT CREATION – „The 13th Beast“

MALEVOLENT CREATION – „The 13th Beast“

📁 Allgemein, Reviews 🕔28.Januar 2019
MALEVOLENT CREATION – „The 13th Beast“

MALEVOLENT CREATION – „The 13th Beast“

Label: Century Media Records

Laufzeit: 49:26 min

VÖ: 18.01.2019

Genre: Bester amerikanischer Death Metal: brutal, schnell, gewalttätig – wunderschön eben!

Die 13 soll ja bekanntlich Glück bringen. Und wenn ich „The 13th Beast“ hört, das (na klar) 13.Album der amerikanischen MALEVOLENT CREATION, kann ich dem nur uneingeschränkt zustimmen. Was die altgedienten Florida-Metal-Hasen hier auf die Menschheit loslassen, ist tatsächlich ein verdammt zorniges und blutdürstiges Biest, das jeden Hörer brutal anspringt, die pure Wut ins Gesicht spuckt, bevor es genickbrechend die Rübe von den Schultern reißt. Oh Mann, ist das brachial, aggressiv und hart!

Ich verspreche Euch, Ihr werdet es lieben. Warum? Weil es das ist, was begeistert. Ein paar düstere Worte über unheilvollen Tönen, ein massives Todesriff über walzendem Panzergroove – und dann Explosion, Rasen, Sturm, Blastbeat, Feuer, Steinregen, Gewalt, Tod. Das ist erhaben böse, das ist Grimm in seiner schönsten, majestätischsten Form. Das ist Schädel. Das ist Seele. Allen voran diese Stimme. Der neue Sänger Herr Wollenschlaeger macht seine Sache wirklich verdammt gut, er ist ein würdiger Nachfolger des leider viel zu früh verstorbenen Herrn Hoffmann (R.I.P!). Das ist tief, aggressiv, angepisst, bissig, wutschnaubend, gallig und gewalttätig. Und dazu spielt der Mann noch ganz famos Gitarre und türmt mit Herrn Fasciana harte Riffs zu monströsen Riffgebirgen, roh, sägend, schnell, ruhelos und energetisch. Dazu gibt es geschmackvolle Soli, mal herrlich melodisch, mal schick dissonant, mal völlig irre und durchgeknallt („Decimated“, „Agony for the Chosen“, „End the Torture“). Darunter machen die beiden Herren Gibbs und Cancilla alles richtig: Da gibt es einen wunderbar durchsetzungsstarken Bass, der knurrend und knarzend ganz gehörige Duftmarken setzt, und ein Schlagzeug, das mit fiesen Grooves und so präzisen wie wuchtigen Doublebass-Attacken die Band gnadenlos vor sich her treibt. Das ist pure Kraft und höchste Präzision in Reinkultur. Der Sound ist unbändig, wild, massiv, wunderbar roh und unbehauen, und weit weg von jeder Künstlichkeit und Sterilität. Das pulst, das atmet, das riecht nach Schweiß und echtem Furz.

Zusammen ergibt das den erhofften, geliebten Death Metal amerikanischer Prägung, aggressiv, komplex, technisch hoch versiert und dennoch jederzeit nachvollziehbar und eindeutig. Das pendelt immer wieder genüsslich zwischen feisten Grooves und nervenzerrender Raserei („Trapped Inside“, „Mandatory Butchery“, „Born of Pain“), wälzt sich aber auch in räudigstem Thrash („Bleed us Free“) und sumpfigem Death Metal („Born of Pain“). Und dann gibt es da ja mit „Mandatory Butchery“ sogar einen Hit. Diese Riffs. Diese Gewalt! Dieser Wahnsinn!

Fazit: MALEVOLENT CREATION sind zum Glück nicht totzukriegen. Mit „The 13th Beast“ erinnern sie in ihrer unbändigen Spielfreude, oder besser: Spielwut!, an alte Großtaten wie „The Will to Kill“ oder „Warkult“. Das ist bester amerikanischer Death Metal, der sich in seiner dunklen Massivität und krawalligen Urgewalt hinter anderen Heroen wie Deicide oder Morbid Angel nicht verstecken muss. Meine Herren, es ist schön zu sehen, dass Ihr immer noch da seid! Glückwunsch! Und Prost!

Liederliste:

1. End the Torture (5:16)
2. Mandatory Butchery (4:14)
3. Agony for the Chosen (3:39)
4. Canvas of Flesh (4:28)
5. Born of Pain (6:51)
6. The Beast Awakened (3:49)
7. Decimated (4:33)
8. Bleed Us Free (3:13)
9. Knife at Hand (3:56)
10. Trapped Inside (3:56)
11. Release the Soul (5:31)

Quelle Bild: www.centurymedia.com

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