The Magpie Salute (USA) – High Water I

The Magpie Salute (USA) – High Water I

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔13.August 2018
The Magpie Salute (USA) – High Water I

Gegründet von Gitarrist Rich Robinson setzt The Magpie Salute eine Episode fort, die ihren Anfang mit Gitarrist Marc Ford und Bassist Sven Pipien bei den legendären The Black Crowes nahm. Mit Sänger John Hogg arbeitete Robinson bereits bei seinem Nebenprojekt ‚Hookah Brown‘ zusammen. Keyboarder Matt Slocum und Schlagzeuger Joe Magistro unterstützen ihn seit Jahren bei seinen Soloalben und auf Tour.

 

„Als ich die Band zusammenstellte, dachte ich daran, dass wir über ein Jahrzehnt nicht mehr miteinander gespielt hatten.“, sagt Robinson. „Doch die Chemie zwischen uns war sofort wieder da, ich kann es nicht erklären. Natürlich bin ich immer noch der gleiche Typ, der bei den Black Crowes gespielt und all deren Songs geschrieben hat. Doch diesmal ist der Hintergrund sowohl für mich, als auch für Marc und Sven, ein anderer. Hier vereinen sich drei verschiedene Welten für mich und für Marc und Sven ist es verblüffend, gemeinsam mit Joe, Matt und John zu spielen. Das war ein wirklich cooles Erlebnis und genau das, was ich tun wollte.“

„Je mehr Zeit wir miteinander verbrachten, desto mehr realisierte ich, wie eng mein Leben mit dem von Rich verknüpft ist.“, offenbart Ford. „Das ist wahrscheinlich die beste Band, in der ich je gespielt habe. Als Musiker ist es eine Herausforderung für mich, doch da ist auch noch etwas anderes, das uns vereint. Diese Musik will ein Teil von uns sein. Rich und ich sind uns einig, dass wir tun, was auch immer notwendig ist, um unsere Altlasten abzuschütteln. Es ist besser, wenn wir zusammen sind, als wenn wir es nicht sind. Wir sind bessere Freunde denn je und im letzten Jahr habe ich mehr über ihn gelernt als in den 30 Jahren davor. Wir haben es geschafft, die Bruchstücke eines sehr bizarren gemeinsamen Lebens aufzusammeln und uns als erwachsene Männer wieder zu vereinen. Wir können jetzt sagen ‚Wow, da ist etwas! Lass uns sehen, was wir daraus machen können!‘“

„Wir alle sind uns der Situation, in der wir uns befinden, sehr bewusst.“, fügt Hogg hinzu. „Rich und Marc haben diese lange, intensive und öffentliche Geschichte. Sven war auch schon immer in der Band und Joe hatte mit Rich mehr als 15 Jahre zusammengearbeitet. Auch Rich und ich haben eine gemeinsame Vergangenheit. Ich lüge nicht, es ist alles sehr ungewöhnlich.“, lacht er. „Das sind die großartigsten Musiker, mit denen ich je zusammengespielt habe. Die Dynamik ist kraftvoll und positiv. Die zahlreichen langen Reisen verschmelzen nun endlich zu einer Einheit.“

 

The Magpie Salute nahm 2016 erste Gestalt an, als Robinson die ursprünglich zehnköpfige Band für einen bahnbrechenden Woodstock Gig zusammenstellte. Anschließend spielten sie im Januar 2017 im Gramercy Theatre in New York vier ausverkaufte Konzerte nacheinander. Bis 2018 folgten weltweit 77 weitere Konzerte mit einem Repertoire von 170 Songs. Darunter fanden sich sowohl Coverversionen, Songs der Black Crowes als auch Solostücke von Robinson. Zahlreiche Medien berichteten euphorisch über sie und der Rolling Stone beschreib die Shows kurz und prägnant als „explosiv“.

Das erste Livealbum „The Magpie Salute (Live)“, welches Mitte 2017 erschien, enthält auch den ersten eigenen Song „Omission“.

 

Mit „High Water I“ legt die Band nun ihr erstes reines Studioalbum mit eigenen Songs vor. Und irgendwie kommt es einem bereits nach dem ersten Durchgang herrlich vertraut vor. Doch trotz der Nähe zu den Black Crowes ist der Band ein ganz eigenes Ding gelungen, das sich wie selbstverständlich an der eigenen Vergangenheit bedient und doch erfrischend neu klingt. Schuster, bleib bei deinen Leisten, mag man hier förmlich heraushören, denn, sind wir doch mal ehrlich, etwas anderes wollen wir doch von Robinson & Co. auch gar nicht hören. So hat die Band mit „High Water I“, dem übrigens Teil II im nächsten Jahr folgen soll, einen Soundtrack für alle Southern Junkies und Sonnenanbeter abgeliefert und damit den nahezu perfekten Begleiter für den Sommer. Die Allman Brothers lassen grüßen. Herrlich und berührend zugleich.

 

Fazit: Großes Ohrenkino.

 

  1. Mary The Gypsy
  2. High Water
  3. Send Me An Omen
  4. For The Wind
  5. Sister Moon
  6. Color Blind
  7. Take It All
  8. Walk On Water
  9. Hand In Hand
  10. You Found Me
  11. Can You See
  12. Open Up

 

Label: Mascot Records

VÖ: 10.08.2018

Laufzeit: 48:10 Min.

Herkunft: USA

Stil: Southern (Blues) Rock

Webseite: http://themagpiesalute.com/

 

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