THE LUST (RU) – Karmalove

THE LUST (RU) – Karmalove

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔18.März 2018
THE LUST (RU) – Karmalove

Was haben die Bands Tartharia, Dissector & The Lust gemeinsam? Alle 3 kommen aus Russland, hier nimmt (leider leider) immer noch kein Booker oder Magazin Notiz von ihnen und: in allen 3 Bands lebt Yan Fedyaev alias Yan Dissector sein Talent für´s Songwriting sowie als Gitarrist, Bassist und Sänger aus. Während sich Tartharia den härteren, martialischeren Sounds widmen und Dissector lupenreinen Thrash spielen, gibt es von The Lust feinsten Düsterheimer Soundtrack, der die kleinen, nicht nennenswerten Mankos des Vorgänger ausgebügelt hat und den direkten Vergleich mit den sogenannten Großen des Gothic / Darkmetal und Rock, nicht scheuen muss. Eher im Gegenteil sollten sich die internationalen Kollegen warm anziehen: die warme sanfte, und irgendwie doch kühle Stimme zugleich von Anna Dust, funktioniert superb zu den harten, melodiösen eingängigen und treibenden Melodien, die den Großen teilweise arg abhanden gekommen sind, bzw. sich im Kitsch und in Scores verloren haben. Endlich auch wieder Wechselgesang der nicht ausgelutscht geheult und gegrowlt werden muss; Charaktäre werden abwechslungsreicher gestaltet um zur Musik Bilder im Kopf malen zu können, was nun gut oder was böse ist. Wieder ein Pluspunkt für The Lust, die mit dem aktuellen Dreher „Karmalove“ so ziemlich alles richtig gemacht haben.  Jetzt fehlen nur noch die Menschen, die gute Musik durch die Lande tragen, damit wir das auch endlich auf europäischen Bühnen sehen können. Einen Füller oder Durchhänger konnte ich auch nach dem x-ten Durchgang nicht ausmachen – man hat den Dreh genau raus, wann jetzt besser Schluss ist. Meine persönlichen Faves? Die Songs 1 bis 10…! Romantische Keyboards vereinen sich mit harten Riffs und laufen gemeinsam mit der Stimme zur Hochform auf, um im nächsten Song wieder einen bedrohlich-infernalen Keyboardteppich bieten zu können, in denen metallisch ausgelebt wird, was das Genre zulässt.

Fazit: Wirklich neu ist das nicht und wer sich dem Genre widmet, darf Vergleiche mit Lacuna Coil, Nightwish & Co., nicht scheuen. Der feine Unterschied: The Lust schicken mit Anna Dust eine Sängerin ins Rennen, die anders als die bisher bekannten Damen singt. Somit gibt es eine „neue“ sympathische Stimme (wobei das schon das 2. Album mit der Dame ist, Review s.u.),  die sich keiner Gesangsart anbiedern, oder sich raufziehen muss, um Erinnerungen an irgendeine der bekannten Damen aus dem Business zu wecken. Und damit man nicht unbedingt in die Versuchung gerät, musikalisch aus Versehen in die großen Fußstapfen zu treten, hat man sehr gutes eigenes Songmaterial am Start, welches unbedingt von Rockern mit leichten Hang zur Melancholie gehört werden muss.

Für Musik gibt es keine politischen und wirtschaftlichen Handelsembargos, usw; was gut ist, sollte sich verbreiten denn Musik verbindet! Und The Lust sind richtig gut!

Tracklist:

  1. Run
  2. Faster
  3. Karmalove
  4. I’m Your New Religion
  5. What A Disorder
  6. Our Farewell
  7. Cold Hands
  8. VIII
  9. Nevermind
  10. Nail In My Wound

Line-Up:

Anna Dust – Vocals, Lyrics

Yan -Dissector- Fedyaev – Guitars, Bass, Backing Vocals, Music

Lorelei Ether – Keyboards, Backing Vocals, Arrangements

Theodor Borovski – Keyboards, Backing Vocals, Arrangements

Мах Delmar – Keyboards

Guests:

Igor Kryzhko (Республика Марс, https://respublicamars.bandcamp.com) – Drums

Igor Arbuzov (Blazing Rust, www.facebook.com/blazingrust) – Solo-Guitar in “Faster”

Simone Zimon Sut – Bass in „Nail In My Wound“

VÖ: 05-2018

Label: Sleaszy Rider Records

Spielzeit: 51:11 Min.

Herkunft: Russland

Stil: Rock, Metal, Gothic, Dark Rock, Dark Metal, Gothic Rock, Gothic Metal

Review „Black Dahlia Poem“ (2016): https://www.metalglory.com/the-lust-ru-black-dahlia-poem/

Internet:

FB – https://www.facebook.com/THE-LUST-114814615203198/

HP – https://www.patreon.com/thelust

Youtube:

Diesen Artikel in einem Sozialen Netzwerk teilen