LACRIMAS PROFUNDERE – Bleeding The Stars

LACRIMAS PROFUNDERE – Bleeding The Stars

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔14.Juli 2019
LACRIMAS PROFUNDERE – Bleeding The Stars

LACRIMAS PROFUNDERE (D) „Bleeding the Stars”
Vö: 26.07.2019
Spielzeit: 39 Min.
Label: SPV/Steamhammer/Oblivion
Genre: Gothic-Doom Rock/Metal

Seit ihrem äußerst gelungenem Werk „Hope Is Here“ aus dem Jahre 2016 ist -mal wieder- viel passiert im Hause Lacrimas Profundere. So sehr man sich vielleicht darüber geärgert haben mag, dass es erneut einen Line-Up-Wechsel gegeben hat, umso mehr kann man sich nun daran erfreuen, dass dieser Schritt der Band alles andere als wehgetan zu haben scheint.
Lacrimas Profundere präsentieren sich frischer denn je und greifen sogar in die düsteren Zeiten hinein, die man von ihnen Anfang der 2000er Jahre kennen und lieben gelernt hat.
Grundsätzlich muss ich nach einigen Durchläufen feststellen, dass mich das Album sprachlos macht – und dies im positiven Sinne. Besser gesagt, ich weiß nicht wirklich, wie man es beschreiben sollte, es fehlen einfach die richtigen Worte. Das Album wächst mit jedem Durchgang, es bietet viele Facetten der bisherigen Karriere dieser Band, was im Endeffekt als Ganzes komplett überzeugt.
Kaufen, hören, abfeiern – Punkt aus!

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…wer es etwas länger mag, hier doch noch einige Sätze von mir zum Album – von wegen „sprachlos“:

Bei „Bleeding The Stars“ klingt alles neu & anders, aber dann doch eben typisch Lacrimas Profundere.
Ja, einen unlogischeren Satz kann man sich nicht wirklich einfallen lassen, aber das Album klingt wie ein Neuanfang im alten Gewand.
Frisch, vielfältig/facettenreich und eben extrem cool, düster-rockig!
Allein der Anfang mit dem sehr düsteren, schleppend-doomigen Song, der sich wie eine Art Intro anfühlt und mit der krassen Stimme durchaus überrascht; „Silent Enigma“-Feeling kommt auf. Erst mit dem zweiten Track „Celestite Woman“ geht es typisch L.P.-lastig rockig los; Sad´n´Rock in bester Qualität für die Eröffnung einer Liveshow.
„The Kingdom Solicitude“ (die neue Videosingle) fängt etwas „ruhig“ mit cleanem Gesang und Streicherelementen unterstützend an, baut sich förmlich auf, um im heftigen Gothic-Doom (samt Screams) aufzugehen; ein Auf und Ab folgt. Eins der Songs, der in knapp fünf Minuten eine Vielfalt dieser Band auf den Punkt bringt. „Mother of Doom“ klingt, wie der Titel selbst, sehr Doom-rockig, mit passend tiefen Stimme (Amorphis dürften neidisch werden). Zählt für mich zusammen mit „Like Screams In Empty Halls“ sowie „A Sip of Multiverse“ zu den absoluten Highlights dieses Albums. Nicht nur instrumental betrachtet sind die Songs unterschiedlicher denn je, allein schon die Vielseitigkeit des neuen Sängers Julian macht diese Songs, nein das gesamte Album so interessant und „goil“!
Daher wundert es mich jetzt nicht wirklich, dass gerade „Father of Fate“ als erste Single, samt Clip auf die Fans losgelassen worden ist; sind doch hier die Trademarks der Band am besten zu erkennen; einer dieser Songs, die auch bei „Ave End“ oder „Filthy Notes..“ hätte Platz finden können. Obwohl allein hier Julians verschiedenen Vocalparts schon überraschend sind. Ein Track, der sicherlich im Liveset sehr oft vorzufinden sein wird. „The Reaper“ und „After All Those Infinities“ sind wie eben auch schon „Celestite Woman“ typische ohrwurmtaugliche Gothic-Rock-Nummern, die am ehesten noch mit einigen Hits der Dark-Gothic-Rock-Szene Anfang der 2000er gemein haben (Negative, HIM und Co. dürften sehr neidisch werden). Den gelungenen Schlussakt gibt es mit dem Goth-Alternative-Rock-Stück „A Sleeping Throne“ – zum Ausklingen, um anschließend wieder düster mit der ersten Nummer zu beginnen.

Ich denke, „Burning: A Wish“, „Ave End“ und “Filthy Notes for Frozen Hearts” sind Alben, die für´s „Bleeding The Stars“-Songwriting einen großen Einfluss hatten. Lacrimas Profundere schafft es, trotz erneuter Line-Up-Wechsel sich immer wieder neu zu entdecken, ohne dabei zu vergessen was sie eben ausmacht.
Ein erneut genialer „Schachzug“, der zahlreiche Songs bietet, die Radio-Hits werden können und sich sehr gut in ein Liveset einbinden lassen!

Das Album erscheint neben der Dipak-Version auch als Vinyl sowie ein limitierte fette Box!!!

Tracklist:
1. I Knew and Will Forever Know
2. Celestite Woman
3. The Kingdom Solicitude
4. Mother of Doom
5. Father of Fate
6. Like Screams in Empty Halls
7. The Reaper
8. After All Those Infinities
9. A Sip of Multiverse
10. A Sleeping Throne

 

 

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