FIRESPAWN – „Abominate“

FIRESPAWN – „Abominate“

📁 Allgemein, Reviews 🕔13.Juli 2019
FIRESPAWN – „Abominate“

FIRESPAWN – „Abominate“

Label: Century Media Records

Laufzeit: 41:38 min

VÖ: 07.06.2019

 Genre: Death Metal, Leidenschaft und Gewalt: Das ist der Groove!

Aller guten Dinge sind 3. Das gilt offensichtlich selbst im konservativsten Death Metal. Und ich rufe laut „Hurra“ und lehne mich beruhigt zurück. Und rufe nochmals „Hurra“.

Ich werde hier nicht von All Star oder Supergroup schreiben. Ich schreibe hier nur eines: FIRESPAWN machen alles richtig. Bestimmt auch genau deswegen, weil hier Musiker Spaß haben, Leidenschaft ausleben, ihrer Liebe zu harter Musik frönen. Da gibt es verdammt harte Riffs, verdammt stoische Basslinien, verdammt brutale und zwingende Doublebassdampframmen. Da hören wir einen glasklaren und dennoch meterdicken Sound, der jedem Instrument nicht nur eine breite Brust, sondern auch eine dampfwalzengrinsende Axtfrisur verpasst. Mann, ist das fett!

Und der Herr L.G. Petrov ist ein Großer. Der wird nicht älter, nicht weiser, nicht leiser, nicht klüger, der ist und bleibt Metal. Und das auf höchstem Niveau. Und das freut mich, denn mit einer solchen Energie, Urgewalt, Erbarmungslosigkeit, Vehemenz, Brutalität und Lässigkeit hat mir (außer meiner über alles geliebten Ehefrau) bisher selten jemand so den Arsch versohlt.

Und alle fragen immer nur nach solchen Sachen wie: Anders, Neu, Alleinstellungsmerkmal. Abgesehen davon, dass mir schon allein solche Worte Angst machen, atme ich beruhigt auf und kann die Krawallanten beruhigen. Denn es gibt hier Death Metal. Rein. Klar. Dreckig. Gewalttätig. Liebevoll. Schmelzend. Roh. Und dazu gibt es noch viel mehr. Da sind diese sechsaitigen Grandiositäten, besser bekannt als: S O L O. Diese Soli sind einzigartig, metallisch, melodisch, mitreißend, magisch. Groß.

Aber unterm Strich gilt ja immer nur eines. Der Song. Und davon gibt es hier genug befriedigendes: „Heathen Blood“, „The Great One“, „Blind Kingdom“ und „The Great One“ sind Lieder, die leben, die atmen, die mitreißen und Spaß machen. Die sind der Beweis dafür, dass eben nicht nur ein Riff oder eine gute Produktion ausreichen, um gute Musik zu formen. Und auch nicht die reine Geschwindigkeit oder ein geiferndes Bellen. Nein, gute Musik erwächst aus der Gabe, Töne zu Gefühlen zu transformieren. Und genau das gelingt FIRESPWAN mit ihrem Death Metal. Mit Reduktion. Mit Groove. Mit breiter Brust. Mit einem lässigen Lächeln.

Fazit: FIRESPAWN machen Death Metal. Punkt. Und das machen sie verdammt gut. Brutal. Ja. Eingängig. Ja. Mitreißend. Und ob. Verdammt, ich liebe diese Band. Und das werdet Ihr auch. Versprochen.

Liederliste:

1. The Gallows End (4:34)
2. Death and Damnation (4:28)
3. Abominate (3:42)
4. Heathen Blood (2:53)
5. The Great One (5:04)
6. Cold Void (1:11)
7. The Hunter (4:01)
8. Godlessness (4:33)
9. Blind Kingdom (3:48)
10. The Undertaker (4:45)
11. Black Wings of the Apocalypse (2:39)

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