Fortnight Circus (D) – Artificial Memories

Fortnight Circus (D) – Artificial Memories

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔12.Juli 2019
Fortnight Circus (D) – Artificial Memories

Die Münchener Progressive Crossover Band Forthnight Circus liefert mit „Artificial Memories“ nach der 2016 erschienenen EP „Forthnight Circus“ ihr erstes Album ab. Stilistisch bewegt sich die Band dabei zwischen harten Riffs mit Rap und Breaks, die man manchmal gar nicht wirklich realisiert. Für die vier Jungs aus München sind Takt-, Tonart- und Tempiwechsel nichts Außergewöhnliches mehr und gehören zum festen Bestandteil in ihrem Genre, dem Progressive Crossover. „Songs zu schreiben, bei denen der Zuhörer die Komplexität gar nicht zwingend mitbekommt, obwohl sie allgegenwärtig ist, stellt eine echte Herausforderung dar und ist zugleich die größte Freude, die wir als Musiker haben“, sagt der Bassist/Gitarrist Geoffrey Jackowski.

„Wir erzählen die dramatische Geschichte eines fiktionalen Charakters mit unserem eigenen, musikalischen Stil. Die Entwicklung des Charakters zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzeptalbum und wird musikalisch ausdrucksvoll untermalt“, so Vocalist und Keyboard/Keytar Spieler Jakob Hafner. „Anstatt auf unsere Lieblingsmusik zu verzichten, dient uns diese als Inspiration. Durch dieses Genre können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen“, so Sänger Salim Khan, dessen Vocals hervorragend mit den Raps von Vocalist und Keyboard/Keytar Spieler Jakob Hafner harmonieren. So stellt sich die Band dar, beschreibt ihren Stil und versteht es dabei Hunger auf deren Musik auszulösen. Was dann aber aus den Boxen dringt, ist anfangs eher Ernüchterung denn purer Freudentaumel. So richtig neu haben die vier Buben die Musik nämlich nicht erfunden. Irgendwo zwischen Faith No More, Red Hot Chili Pepers und einer Prise Limp Bizkit scheint sich das Ganze einzuordnen, erreicht aber eben (noch) nicht die Klasse der genannten Bands. Doch dass die Band etwas kann, erfährt man dann schliesslich in den Instrumentals, in denen sie sich eindrucksvoll präsentiert. So bleibt unterm Strich ein Album, das stark polarisiert und sich die Zielgruppe nicht wirklich erschliessen lässt. Vielleicht sind die eigenen Scheuklappen aber auch noch zu präsent, als dass es so richtig gefallen will.

 

Fazit: Besonders, extrovertiert und anders.

  1. Pandemonium
  2. Taking Over The Game
  3. Mirage
  4. A New Love
  5. The Tempted Long Shot (Feat. Hena Khan)
  6. Song Of Broken Words
  7. Obey The Voice Within
  8. Daylight Shadow
  9. Lucid Nightmare
  10. Devil Inside
  11. Midnight Scar
  12. Absolute Zero
  13. Of Angels & Agony (Bonus Track)

 

Label: My Redemption Records

VÖ: 12.07.2019

Laufzeit: 68:38 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Progressive Crossover

Webseite: https://www.fortnight-circus.com/

Facebook: https://www.facebook.com/FortnightCircus/

 

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