FIUR – „Elementa / Refugium“

FIUR – „Elementa / Refugium“

📁 Allgemein, Reviews 🕔10.Januar 2020
FIUR – „Elementa / Refugium“

FIUR – „Elementa / Refugium“

Label: Eigenveröffentlichung

Laufzeit: 45:59 min

VÖ: 10.10.2019

Genre: wunderbar melodisch packender Pagan Black Metal

Tobias Jäpel ist anscheinend mit Kalibos und Ruins Of The Past nicht ausgelastet. Und das ist auch gut so. Denn mit seinem neuesten Projekt FIUR schafft er es erneut, wunderbare Musik zu erschaffen, die mich packt, mitreißt, verzaubert.

Herr Jäpel erschafft auf dem Debüt „Elementa / Refugium“ eine eigene dunkle Welt, in der sich Schönheit, Melancholie, Erhabenheit, Tränen, Trost, Schatten, Mut, Hoffnung, kosmische Weite und magische Naturverbundenheit zu einem großen Strom aus Musik und Gesang erheben. Dabei wirken FIUR auf mich wie der entfesselte Zwilling von Ruins Of The Past, soll heißen: Die Grundhärte und Geschwindigkeit sind deutlich angezogen, alles wirkt gewaltiger und breitschultriger. Dabei mangelt es jedoch nicht an Tempowechseln und Diversität, erzeugt durch immer wieder eingefügte reduzierte Teile (Hört Euch nur das auf und nieder schwellende Opus „Anstieg“ an!). Aber auch bei FIUR werden die Lieder klar bestimmt von der Gitarre, die sich in schwebender Leichtigkeit mit betörenden, wehmütigen Melodielinien über den von Bass und Schlagzeug gewebten schweren Rhythmusbrokat erheben. Das Schlagzeug verbindet sich in der gewohnt herausragend einzigartigen Rhythmik wiederum geradezu symbiotisch mit den Gitarren. Hervorzuheben ist erneut der grandiose Einsatz der Becken. Da stört es auch nicht, dass es wohl programmierte Drums sind. Dazu gibt es den passenden warmen Sound, der sich nicht allein auf rohen Rotz kapriziert, sondern die Musik so natürlich wie kraftvoll präsentiert. Gesanglich zeigt sich Herr Jäpel mit seinem dunklen rauen Gesang gewohnt kernig und machtvoll. Seine Stimmfarbe und muskulöse Intonation verstärken die Wirkung der diesmal rein deutschen Texte und geben der Musik eine authentisch hymnische Patina. Das zeigt sich bei den in schwarzen Wellen voranpeitschenden „Fiur“ und „Gipfelsturm“ ebenso wie den eher im Midtempo marschierenden „Strom“ und „Refugium“.

Fazit: Mit FIUR und ihrem Debüt „Elementa / Refugium“ ist Herrn Jäpel erneut ein emotional berührendes Werk gelungen, das Kraft, Kühnheit, Epik, Wärme und Melancholie zu einem homogenen Ganzen vereint. Wer packenden und mitreißenden Pagan Black Metal liebt und solche Bands wie Ensiferum, Kalmah, Falkenbach oder Thyrfing mag, der wird FIUR feiern. Versprochen. Und ich sage: Danke, Herr Jäpel – und weiter so!

Liederliste:

1. Fiur (4:04)
2. Strom (05:21)
3. Orkan (6:24)
4. Grund (7:09)
5. Anstieg (9:34)
6. Gipfelsturm (4:26)
7. Refugium (6:55)
8. Zur Nacht (2:06)

Quelle Bild: http://www.fiurmetal.de/

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