DEVIN TOWNSEND (CAN) – Order Of Magnitude – Empath Live Volume 1

DEVIN TOWNSEND (CAN) – Order Of Magnitude – Empath Live Volume 1

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔27.Oktober 2020
DEVIN TOWNSEND (CAN) – Order Of Magnitude – Empath Live Volume 1

Der verrückte Professor der harten progressiven Musik schlägt wieder zu, natürlich standesgemäß mit einer 2-CD, mit einem Konzert aus dem letzten Jahr im Londoner Roundhouse versehen, wie es einfach nur dieser wahnsinnig geniale Kanadier fertig bringt. Facettenreich? Abwechslungsreich? Schräg und doch melodisch? Verrückt vertrackt und doch eingängig? Ja! Genau, besser kann man es kaum noch beschreiben, wenn zeitweise 10 sehr gute Musiker auf der Bühne agieren, um einen perfekten Song nach dem anderen dem extrem willigen Publikum zu bieten. Ein kleines bißchen Namedropping? Am Mikro mit Gitarre und irrem Blick der Meister himself. Mike Kenneally (Gitarre, u.a. mal Frank Zappa), Markus Reuter (Gitarre, The Crimson Project, Stick Men), Morgan Agren (Drums, u.a. Frank Zappa, Kaipa), Diego Tejeida (Keyboard, Haken), Nathan Navarro (Bass, Solomusiker), sowie die Sängerinnen Che Aimee Dorval (auch Gitarre, Mikro), Arabella Packford, Samantha und Anne Preis (Mikro) spielten tatsächlich alle zeitweise gemeinsam auf der Bühne und wurden auf Wunsch Devins diesmal nicht von diversen Metronomen, Klicks und Computern unterstützt.

Er wollte es absolut Live spielen und wenn es eine Lücke gibt, ist es ihm wohl in dem Moment am egalsten, denn die Stimmung ist großartig, wie auf jeder Tour des hyperaktiven Musikers. Das Publikum macht mit, wird eingebunden und profitiert natürlich auch von der guten Laune (und den vielen kleinen Bemerkungen und Grimassen) des Entertainers auf der Bühne. Zum Set lässt sich sagen, dass zu der Tour nun mal das (unter Fans und Followern umstrittene) Album „Empath“ promotet wurde, während vom 2009er „Ki“ gleich mit 4 Songs ein weiterer Schwerpunkt gesetzt wird. Zu diversen weiteren musikalischen Highlights bot er noch einen kleinen Schnitt durch sein Schaffen (Verdammt, wieder ein Konzert verpasst!!!) plus die seltsam passende 70er Funk-Disco-Abrissbirne „Disco Inferno“ von The Trammps, die sich unglaublich gut in sein Programm schlich und auch sitzt.

Natürlich mussten diesmal einige Arrangements umgeschrieben werden, Computerhilfen gab es diesmal nicht. Aber das hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt, denn jeder Song klang an diesem Abend wie eine Neu-Erfindung, der eine mehr – der andere noch mehr. Aber ich freue mich auf viele weitere Touren dieses manisch-genial-wahnsinnigen Musikers und seinen exzellenten Mitstreitern, über die Devin folgendes sagte:

„Ich war überwältigt von der Tatsache, dass all diese brillanten Menschen, vor denen ich so viel Respekt habe, bereit waren, zusammenzukommen und diese seltsame Scheiße mit mir zu spielen. Ich hatte diese einzigartigen Musiker und diese interessante Instrumentierung, was uns erlaubte, die Musik auf verschiedene Arten zu interpretieren. Mir war klar, dass ich einfach Spaß haben und ich sein konnte mit dem Wissen, dass sie dem mühelos folgen können.“

(Quelle: Promo sheet InsideOut Music)

Fazit: Gute Laune, Spielfreude, Emotionen, selbstironischer Humor und ohrwurmlastige Progsongs,…von mir aus könnte es an der Stelle ein Devin Townsend Festival geben, nur in der Hoffnung, man würde noch mehr als die knappen 2 Stunden geboten bekommen. Wobei ja irgendwie jede Tour mit ihm etwas spezielles ist, wenn ich da allein an den „Retinal Circus“ oder an die „Wunschsong-Tour“ denke. Hier vermengen sich Jazz, Funk, Bombast, Metal, Rock, Ambient, Prog, Groove (wieder einmal) zu einem Erlebnis für alle Sinne, sofern man sich die Veröffentlichung mit der DVD / Blu ray zulegt, die mir weder / noch zur Verfügung standen! Aber die Clips sind schon mal sehr vielversprechend und die Erinnerung an viele Devin Townsend Konzerte, lassen die vielen Minuten wunderschöne Musik noch viel farbiger und lebendiger werden.

Setlist CD1  (Spielzeit 60:03 Min):

01. Borderlands (Empath)
02. Evermore (Empath)
03. War (Infinity)
04. Sprite (Empath)
05. Gigpig Jam
06. Coast (Ki)
07. Gato (Ki)
08. Heavens End (Ki)
09. Ain’t Never Gonna Win (Ki)

Setlist CD2  (Spielzeit 49:50 Min):
10. Deadhead (Accelerated Evolution)
11. Why? (Empath)
12. Lucky Animals (Epicloud)
13. Castaway/Genesis (Empath)
14. Spirits Will Collide „Empath)
15. Disco Inferno (Coversong / The Trammps)
16. Kingdom (Physicist)

Line-Up:

Devin Townsend (u.a. Zimmers Hole, Strapping Lad)– Gesang, Gitarre, Synths, Bass
Morgan Ågren (Kaipa, Mats & Morgan, Frank Zappa) – Drums
Nathan Navarro– Bass
Mike Keneally (Frank Zappa) – Gitarre, Keyboards
Ché Aimee Dorval – Gitarre, Gesang
Diego Tejeida (Haken) – Keyboards
Markus Reuter (Stick Men, The Crimson Project) – Touch Guitar
Samantha Preis – Gesang
Anne Preis – Gesang
Arabella Packford – Gesang.

VÖ: 23.10.2020

Label: InsideOut Music

Herkunft: Kanada

Genre: Rock, Metal, Progressive, Art Rock, Ambient

Internet:

FB – https://www.facebook.com/dvntownsend

HP – https://www.hevydevy.com/

Youtube:

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