CPR (USA) – CPR & Just Like Gravity (Reissue)

CPR (USA) – CPR & Just Like Gravity (Reissue)

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔02.August 2020
CPR (USA) – CPR & Just Like Gravity (Reissue)

David Crosby wird jedem Musikbegeisterten ein Begriff sein, hat er doch mit Crosby, Stills, Nash & Young bzw. Crosby, Stills & Nash und natürlich The Byrds Musikgeschichte geschrieben. Ende der der neunziger Jahre entdeckte er seine alte Liebe zu jazzigen Tönen wieder und erschuff unter dem Banner CPR (Crosby, Jeff Pevar und James Raymond) zwei Alben, die nun erneut wiederveröffentlicht werden. Vier Jahre nach einer lebensrettenden Lebertransplantation veröffentlichte er 1998 das selbstbetitelte Debüt von CPR. Zusammen mit dem bekannten Session-Gitarristen Jeff Pevar und Crosbys Sohn James Raymond schuf das Trio einen berauschenden, vom Jazz beieinflussten, Rock, der ihre atemberaubenden Harmonien zur Geltung brachte. Drei Jahre später folgte 2001 „Just Like Gravity“, ein Album, das den Sound des Trios noch verfeinerte.

„Bei CPR wurde mir bewusst, dass die Welt von CSN&Y alt wurde und an ihrem Platz feststeckte, und dass ich immer noch in Bewegung bleiben musste“, sagt David Crosby. „Dass ich mehr und andere Musik in mir hatte, die Raum zum Wachsen und Entwickeln brauchte. Mit CPR fand ich meinen Sohn James wieder und erkannte ziemlich schnell, dass er ein noch besserer Musiker war als ich – und schnell der beste Songwritingpartner wurde, den ich je hatte. CPR war eine wunderbare Chemie, aus der die `Sky Trails´-Band geworden ist. Ich glaube nicht, dass sehr viele Leute diese Platten gehört haben, aber ich glaube, dass sie zu den besten Arbeiten gehören, an denen ich je beteiligt war. Viel Spaß damit.“ Na ja, so ganz unrecht hat er mit seiner Aussage nicht, gingen die beiden Alben doch ziemlich im damaligen Zeitgeist unter, waren kein Mainstream und wollten nicht zu dem bisherigen Schaffen des Schnauzbartträgers passen. Doch rein musikalisch betrachtet, waren (und sind) beide Alben eine wahre Fundgrube für jazz-beeinflusste Westcoastsongs, die berühren und vieles entdecken lassen. Dass die beiden Alben als Grundlage für das „Sky Trails“ Album dienen sollte, war natürlich zum Zeitpunkt des Entstehens nicht bewusst. Doch bereits mit CPR legte Crosby den Grundstein für experimentelle Songs, die allesamt sehr persönlich ausgefallen sind. Auch wenn die beiden Werke lange vergriffen waren, gehören sie mit großer Sicherheit zu den wichtigsten und beeindruckendsten Werken von David Crosby. Ist das Debütalbum verhältnismässig ruhig gehalten, merkt man „Just Like Gravity“ an, dass es ein pures Statement gegen das Rock Revival der beginnenden zweitausender Jahre war. Ein Rückkehr und Rückbesinnung auf das Wesentliche und vor allem die Schönheit der Musik sind beide Alben.

Fazit: Zeitlose Musik, die leider nur Fans begeistern wird(?).

CPR:

  1. Morrison
  2. That House
  3. One For Every Moment
  4. At The Edge
  5. Somebody Else’s Town
  6. Rusty And Blue
  7. Somehow She Knew
  8. Little Blind Fish
  9. Yesterday’s Child
  10. It’s All Coming Back To Me Now
  11. Time Is The Final Currency

Just Like Gravity

  1. Map To Buried Treasure
  2. Breathless
  3. Darkness
  4. Gone Forever
  5. Eyes Too Blue
  6. Jerusalem
  7. Kings Get Broken
  8. Angel Dream
  9. Katie Did
  10. Climber
  11. Coyote King
  12. Just Like Gravity

 

Label: BMG/Warner

VÖ: 31.07.2020

Laufzeit: 55:10 Min. (CPR), 61:10 Min. (Just Like Gravity)

Herkunft: USA

Stil: Soft-Rock/Jazz Rock

Webseite: https://davidcrosby.com/

Facebook: https://www.facebook.com/OfficialDavidCrosby

 

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