COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION – „Butchered“

COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION – „Butchered“

📁 Allgemein, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔26.November 2019
COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION – „Butchered“

 

COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION – „Butchered“

Label: Kernkraftritter Records

Laufzeit:  41:19 min

VÖ: 27.09.2019

Genre: Death Metal, wie wir ihn lieben – Gewalt, Dreck, Liebe!

Die drei Herren von COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION liefern mit ihrem Debüt „Butchered“ ein herrlich schmutzstarrendes Meisterwerk ab. Das ist ein wirklich formidables Stück fieser und schmutzstarrender Death Metal geworden! Das ist Verrotten in bester Tradition, das ist Oldschool, das ist hässlich, gewalttätig, garstig.

Vorangetrieben wird diese dampfende Wutmaschine – die sich in einem wunderbar rohen wie kraftvollen Sound präsentiert – von sägenden Riffs, gespielt auf tief heruntergestimmten Gitarren. Diese Riffs sind hart und schwer, und sie fräsen sich erbarmungslos in unseren Schädel hinein. Darunter ackert ein verdammt druckvoller und eigenständiger Bass, der sich nicht hinter der Gitarre verstecken muss, sondern breitbeinig und lässig eine dicke Blutspur legen darf. Dazu gesellt sich ein krawalliges Uffta-Schlagzeug, das sich sichtlich wohl fühlt in einem brachial schleifenden Panzergroove, aber auch immer wieder gereizt in kraftstrotzenden Doublebass-Attacken voranrandaliert. Ab und an schwankt das Tempo wie ein hungriger Zombie im Wind und holpern die Breaks wie ein Mofa über ein Stoppelfeld. Stört mich das? Verdammt, nein. Das ist genau das, was COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION (oder C.S.P.P.) ausmacht: Hier geht es eben nicht um technische Perfektion oder zu Tode komprimierte und getriggerte Seelenlosigkeit, hier geht es um Attitüde, um Stimmung, um Intensität, um das tiefe Suhlen in stumpfer Brutalität. Nicht, dass mich hier jemand falsch versteht. Stumpf heißt hier eingängig, nachvollziehbar und klar im besten Sinne. Die Musik ist zwar herrlich simpel, aber niemals billig oder lieblos zusammengezimmert.

Die drei Herren Andre Pennewitz, Rocky Schuster und Peter Goos (die nennen sich auf dem Cover geschmackvoll passend CockRock, Sadistic Petus und Pennytration, wer nun wer ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis) agieren innerhalb der engen Genregrenzen dabei jederzeit erfrischend vielseitig und detailreich. Da ist zunächst der Gesang, der sich aufteilt in ein gruftiges Growlwüten und ein hässliches grimmiges Geifern. Aufgelockert werden die Lieder zudem immer wieder mit schicken Gimmicks: Da überraschen uns Riffs und Breakdowns aus dem Hardcore („Infernal Torment“), da flirren die Gitarren in bester Black Metal Tradition („Unleash the Darkness“) und darf der Bass ein kleines Tänzchen wagen („Flesh Eater“, „Hell Throne“), da schleicht sich eine Gitarrenmelodie ein („Bring the Shit down“, „Butchered and Bleeding“) und begeistert uns ein fluffiges Solo („Human Barbeque““, „Bring the Shit down“). In der Summe ergibt das dann solche Brecher wie das schwer walzende „Living Nightmare“, den mächtigen Hassbatzen „Bring the Shit down“ und den in seiner packenden Eingängigkeit begeisternden Hit „Hell Throne“. Wer Bands wie Six Feet Under, Autopsy, Obituary, Asphyx oder die großartigen Facebreaker mag, der wird C.S.P.P. lieben.

Fazit: COCKROCK SADISTIC PETUS PENNYTRATION haben mit „Butchered“ alles richtig gemacht. Ihr so eingängiger wie machtvoller Death Metal strotzt vor Gewalt, Dreck und Bösartigkeit. Und vor allem macht er eines: Verdammt viel Spaß! Das atmet zu jeder Sekunde Ehrlichkeit, Leidenschaft und größte Hingabe zu harter Musik. Euch da draußen befehle ich: Kaufen. Hören. Sofort. Euch, meinen Herren, kann rufe ich zu: Glückwunsch! Vor allem aber: Danke!

Liederliste:

1. Intro (0:36)
2. Living Nightmare (3:22)
3. Infernal Torment (2:59)
4. Hell throne (3:45)
5. Bring the Shit down (3:07)
6. Unleash the Darkness (3:24)
7. Butchered and Bleeding (3:53)
8. Human Barbeque (4:30)
9. Rise of Damnation (3:17)
10. Deep inside (3.34)
11. Flesh Eater (8:52)

Quelle Bild: facebook.com/C.S.P.P666/

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