Body Count (USA) – Carnivore

Body Count (USA) – Carnivore

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔05.März 2020
Body Count (USA) – Carnivore

Schon seit Anbeginn ihrer Bandgeschichte sorgten Body Count für Furore bis weit über Szenen und Subkultur hinaus. Da war zum einen natürlich der legendäre Status von Bandkopf Ice-T als eine der wichtigsten Figuren des Westcoast-Gangsterraps der 1980er und 1990er Jahre. Und da war zum anderen die damals hochinnovative Verschmelzung von Rap, Metal und Hardcore/Punk, mit dem Body Count Pionierarbeit leisteten. Der Song „Cop Killer“ sorgte mit seiner Verarbeitung der Polizeigewalt in Los Angeles Anfang der 1990er Jahre für zusätzlichen Aufruhr und Kontroversen. Es folgten zwei weitere Album-Veröffentlichungen in den 90ern bis die Band einige Zeit auf Eis lag.

Mitte der 2000er Jahre reformierten sich die legendären Body Count. Doch es dauerte bis zum 2017er Album „Bloodlust“, dass die Band an die furiosen Erfolge der Anfangsjahre anknüpfen konnte. Kritiker, Publikum, Weggefährten – alle waren sich einig: Body Count sind auf der Höhe ihres Schaffens. Dies soll sich mit dem neuen Werk „Carnivore“ nahtlos fortsetzen. Das siebte Studioalbum von Body Count erscheint im 30. Jubiläumsjahr der Gruppe. Die unruhigen Zeiten in denen wir leben, machen einen wütenden, gesellschaftskritischen Beitrag von Ice-T, Ernie C und Co. in Form eines neuen Albums schier erforderlich.

So startet auch „Carnivore“ mit dem Titelsong in das bereits bekannte Riff- und Rap-Gewitter, das die Band so erfolgreich hat werden lassen. Die Wut ist noch immer deutlich spürbar, passt damit wieder einmal perfekt in unsere Zeit. Alleine für das Covern von Motörheads „Ace Of Spades“ gehört der Band die Krone aufgesetzt, denn nicht jede Band ist in der Lage den Song würdig zu covern. Doch Ice-T und Co. schaffen das mühelos und vor allem respektvoll und ehrlich. Es ist wieder einmal der wütende Schrei nach Gerechtigkeit, das Anprangern von Rassissmus und Polizeigewalt und Ungerechtigkeit im Allgemeinen, der sich wie ein roter Faden durch die Songs zieht. Auch Kollaborationen mit anderen Künstlern stehen diesmal wieder hoch im Kurs. So haben sich mit Dave Lombardo, James Jasta (Hatebreed) und Riley Gale (Power Trip) auch ein paar Hochkaräter eingefunden. Für Überraschung sorgt allerdings Sängerin Amy Lee (Evanescence), die im fast schon poppigen „When I’m Gone“ ein famoses Duett mit Ice-T zum Besten gibt. „Carnivore“ ist ein vielseitiges Album, das viele Facetten hat und sich damit in die Liste der bisherigen Veröffentlichungen perfekt einordnet.

 

Fazit: Ein erneuter wütender Ritt durch Hardcore, Metal und Rap.

  1. Carnivore
  2. Point The Finger (Feat. Riley Gale)
  3. Bum-Rush
  4. Ace Of Spades
  5. Another Level (Feat. Jamey Jasta)
  6. Colors 2020
  7. No Remorse
  8. When I’m Gone (Feat. Amy Lee)
  9. The Critical Beatdown
  10. The Hate Is Real

 

Label: Century Media

VÖ: 06.03.2020

Laufzeit: 37:02 Min.

Herkunft: USA

Stil: Hardcore/Rap-Metal

Webseite: https://www.bodycountband.com/

Facebook: https://www.facebook.com/bodycountofficial/

Diesen Artikel in einem Sozialen Netzwerk teilen

Ähnliche Artikel