Black Diamond (D) – Faces

Black Diamond (D) – Faces

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔12.Februar 2017
Black Diamond (D) – Faces

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Im Jahre 1981 (?) gründete sich die deutsche Heavy Metal Band Black Diamond und hinterließ der Nachwelt eine superbe EP & Demo-Collection als Diskografie. Anfang der Neunziger gingen die Herren getrennte Wege und es entstand unter der Regie von Andy Roch die Band Dorian Gray.

Die EP „Faces“ von Black Diamond erschien 1985 und war gespickt mit Sounds, die zu dem Zeitpunkt Metalfreaks auf der ganzen Welt entzückte: speedlastiger, erdiger Heavy Metal, Made In Germany. Sehr passend, dass Sänger Uwe Merz wie eine Mischung aus pubertärem Axl Rose und feierwütigen Udo Dirkschneider klingt, doch leider interessierte sich die Industrie nicht wirklich zu dem Zeitpunkt für die Nordrhein-Westfalen denn (wir erinnern uns) gab es zu dem Zeitpunkt unendlich viele gute, auch gar bessere Alben (sowohl auch viele schlechtere!), die gepusht werden mussten, obwohl sie schnell zu Selbstläufern wurden. Aber die Finanzierungspolitik der Labels war damals schon nicht erklärbar und so kam es, wie es kommen musste: 1988 und 1989 folgten noch 2 Demos und die Band trennte sich. Was bleibt sind tolle Erinnerungen und ein Album (EP- & Demo-Sammlung), welches nun von Karthago Records erneut an den Start gebracht wurde, denn wirklich schlecht ist hier nix! Eher im Gegenteil würde ich behaupten, dass wenn die Herren damals mehr Support ihres Labels erhielten hätten, auch der Gang über den großen Teich nicht auszuschließen gewesen wäre. Aus der EP „Faces“ wurde nun das Album „Faces“, aufgepeppt mit den 1988er Demo „Diamond Cage“ und dem 1989er Demo ohne Namen. Sehr interessant ist der schleichende, leicht sich verändernde Bandsound anzuhören. Während 1984 / 1985 immer ordentlich auf die Pötte gekloppt wurde, zeigt der Sound der End-80er Demos mehr und mehr Paralellen zur Nachfolgeband Dorian Gray auf. Material, mit dem man auch weltweit hätte mithalten können, aber das ist eine andere Geschichte, die vllt. mal von einem Label rausgekramt wird. Fakt ist jedoch, dass die aktuelle Veröffentlichung von „Faces“ für Alles-Sammler und Nicht-Wisser eine nette Auffrischung ist, was „teutonischen Metal“ betrifft, der sich wie eine Mischung aus frühen Accept, ein bißchen Priest, ein bißchen Helloween, etwas Glam, usw. anhört, und doch Abwechslung bietet denn hier wird nicht nur Vollgas gegeben, Black Diamond kennen auch die balladeskeren Töne…

 

Fazit: Sollte man als Sammler haben und als „Überall-Mitreder“ mindestens kennen(lernen)! Ich persönlich bin mir noch nicht sicher ob ich es gut finden soll, dass kaum am Sound zur Nachbearbeitung gebastelt wurde um auch „authentisch“ zu bleiben oder ob man doch ein bißchen was hätte nachbearbeiten können, denn die Songs machen auch heute, im Jahre 2017 noch viel Spaß. Aber ich schätze mich glücklich, dieses Ödem zu meinen zählen zu können.

 

Tracklist:

01. Fight Together
02. Break Out
03. Metal Opening – Rockwire
04. Hard Rock
05. Temple of Love
06. Angel’s Ride (Bonustracks)
07. Surplus Love (Bonustrack)
08. Time (Bonustrack)
09. Watch Out (Bonustrack)
10. Rock Time (Bonustrack)
11. Night Rider (Bonustrack)
12. Delivery (Bonustrack)
13. Hello Again (Bonustrack)

 

Line-Up:

Vocals – Uwe Merz – Vocals
Klaus Jankord – Lead & Rhythm Guitars
Andreas „Andy“ Roch – Lead & Rhythm Guitars
Mike „Animal“ Strelow – Bass
Drums – Guido Meyer  (Track 1 & 2) & Klaus „Grizzly“ Nowack (Tracks 3-5)

 

Label: Karthago Records

VO: 26.08.2016

Laufzeit: 55:46 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Teutonic Metal Made In Germany, Glam Metal

 

 

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