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Bericht: Counting Crows „The Complete Sweets Tour“, Support: Emiliana Torrini, 05.07.2026, Gilde Parkbühne Hannover

Seit 1991 gibt es die in Berkley, Kalifornien gegründeten Counting Crows bereits. Doch bei uns haben sie sich im

Bericht: Counting Crows „The Complete Sweets Tour“, Support: Emiliana Torrini, 05.07.2026, Gilde Parkbühne Hannover

Seit 1991 gibt es die in Berkley, Kalifornien gegründeten Counting Crows bereits. Doch bei uns haben sie sich im Laufe der Jahre der Jahrzehnte nur selten blicken lassen, was vielleicht auch daraus resultiert, dass die Band hier nie so richtig Fuss fassen konnte. Das mag auch mit einer Gründe sein, dass sich am Sonntagabend nur knapp 1200 Fans zur Gilde Parkbühne in Hannover bewegen ließen.

Den Anfang machte Emiliana Torrini, die 2009 mit „Jungle Drum“ einen Hit auf der Habenseite für sich verbuchen kann. Seitdem habe ich sie komplett aus den Augen verloren und war von daher sehr erstaunt sie als Support der Counting Crows sehen zu dürfen.

Mit Songs, die zwischen Jazz und Singer/Songwriter pendelten, konnte sie das Publikum mit ihrer charmanten Art bereits überzeugen. Hervorzuheben sei, dass sie fast alle Ansagen auf deutsch machte und damit natürlich zusätzlich punkten konnte.

Mit ihrer feinen und doch kraftvollen Stimme war sie ein perfekter Opener für die Kalifornier, was aber auch an der fein aufspielenden Band lag, die nicht nur technisch perfekt eingespielt war, sondern auch mit Spielfreue überraschen konnte.

Nach der obligatorischen Umbaupause, während der es heftig zu regnen anfing, erschien die Band dann mit ein wenig Verspätung auf der Gilde Parkbühne. Und fast pünktlich dafür riss der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein. Die Counting Crows sind keine Band, die mit großem Knall, Feuer und sonstigen Spielreien daher kommt. An diesem Abend war es einzig und allein die Musik, die im Mittelpunkt stand.

Das feine Zusammenspiel der Band, die zudem mit einem überaus grandiosen Sound gesegnet war, ließ selbst anwesende Musiker in Staunen versetzen. Man merkte der Band die amerikanische Art an, mit der sie in ihrer Heimat sicher ordentlich punkten können. Hier hätte man sich ein wenig mehr Zuwendung zum Publikum, ein paar kleine Anekdoten sicher sehr gewünscht.

So sprach nur die Musik, die aber alle Anwesenden in den Bann ziehen konnte. Die fein ziselierten Sounds der Band kamen besonders bei den ruhigen wie „Colorblind“ oder „Long December“ zum Tragen. Jeder Ton, jedes Instrument war glasklar zu hören und machte das Konzert zu etwas ganz Besonderem. Schade, dass nur so wenige Zuschauer den Weg zu dem Konzert gefunden haben.

Sowohl die Counting Crows als auch die Isländerin Emiliana Torrini hätten an diesem Abend eindeutig mehr verdient. So war es dann eher ein intimer Abend in geselliger Runde, der aber verdammt viel Spaß gemacht hat und nach mehr verlangt.

Setlist Counting Crows:

  • Spaceman in Tulsa
  • Richard Manuel Is Dead
  • Mr. Jones
  • Virginia Through The Rain
  • Omaha
  • Accidentaly In Love
  • With Love, From A-Z
  • Hard Candy
  • Colorblind
  • God Of Ocean Tides
  • Friend Of The Devil
  • Big Yellow Taxi
  • Round Here
  • The 1 / A Long December
  • Rain King

Encore:

  • Under The Aurora
  • Hanginaround
  • Holiday In Spain

Mehr Bilder gibt es hier.