MISSION IN BLACK – „Divinity Of Lies“
MISSION IN BLACK – „Divinity Of Lies“ Label: El Puerto Records Laufzeit: 41:25 min VÖ: 24.04.2026 Genre: gekonnte Mischung
MISSION IN BLACK – „Divinity Of Lies“
Label: El Puerto Records
Laufzeit: 41:25 min
VÖ: 24.04.2026
Genre: gekonnte Mischung aus Power und Melodic Death Metal
Die Heidelberger MISSION IN BLACK hauen mit „Divinity Of Lies“ ihr drittes Album raus. Wer fleißig in der deutschen Fernsehlandschaft unterwegs ist, könnte die Sängerin Stefanie „Steffi“ Stuber aus „The Voice of Germany“ kennen, denn dort sorgte sie 2019 mit ihrem herrlich energetischen Growlen für ordentlich Furore. Ihre Stimme ist wie geschaffen für diese gekonnte Mischung aus epischem Power Metal und heftigem Melodic Death Metal, die MISSION IN BLACK seit ihrem Einstieg kultiviert haben.
Die Musik wird vorangetrieben von fetten Riffs, die sich tief durch die Lieder fräsen und der Musik bei aller Melodie genau das geben, was Death Metal braucht und ausmacht: Aggressivität, Massivität, Ernsthaftigkeit und Intensität. Darüber schweben immer wieder melodische Gitarrenleads, die der Musik einen leicht melancholischen Anstrich geben. Superbe Kirschen auf der Gitarren-Sahnetorte sind aber die äußerst melodischen Gitarrensoli. Die sind in ihrer kompositorischen Klasse nicht nur State oft the Art, sondern auch nahezu perfekt in die Struktur der Songs eingepasst, so dass die melodische Seite der Band nochmals prominent herausgestellt wird. Geschickt platzierte Tempowechsel sorgen zudem für Abwechslung und Spannung, vor allem aber verpassen sie den Liedern auch bei den immer wieder eingestreuten und doch latent süßlichen Refrains im Klargesang genügend Ecken und Kanten, um nicht in die typischen Klischees des Genres abzugleiten.
Am besten klingen MISSION IN BLACK ohne Zweifel dann, wenn Madame Stuber in den Refrains ihr Süßholz weitgehend in der Schublade lässt und die Songs mit ihren herrlich kraftvollen Growls bestimmt. Dann werden aus Liedern wie dem eröffnenden „Rise“, „Burn With Me“ und „World Of Demise“ echte Death Metal Brecher, die vor Härte nur so strotzen und zu begeistern wissen. Gerade „Rise“ ist ein echter Hit, der sich hinter den Epigonen des Genres Arch Enemy nicht zu verstecken braucht. Der Titeltrack wiederum kann mit seiner epischen Dramatik und seinem gekonnten Spannungsaufbau punkten und dürfte alle Fans von bombastischer Epik schnell auf seine Seite ziehen. Lediglich „Fighter“ kann das Niveau nicht ganz halten, da Miss Stuber hier mit ihrem Klargesang eindeutig an ihre Grenzen stößt und der Song daher seltsam blutleer dahinsiecht. Da vermögen dann auch die schweren Riffs im satten Midtempogroove nichts mehr zu retten. Schade.
Fazit: MISSION IN BLACK gehen mit ihrem neuen Album „Divinity Of Lies“ ihren Weg unbeirrt weiter. Ihre Mischung aus Epik, Härte, Power Metal und Death Metal ist handwerklich hochklassig dargeboten und kompositorisch äußerst versiert präsentiert. Vor allem aber gelingt es dem Fünfer, mit ihren Lieder Emotionen zu erschaffen und im Kopf Bilder und Geschichten entstehen zu lassen. Und da Wünschen ja erlaubt ist: Ein deutlicherer Fokus auf Death Metal und dieses wunderbar harte Growlen dürfte MISSION IN BLACK zu einer klareren Ausrichtung, deutlich mehr Wucht und damit im Ergebnis auch einer eindeutigeren Identität verhelfen. Ansonsten: Ein gutklassiges Album, das alle Fans der benannten Arch Enemy, aber auch frühe und mittlere In Flames, The Agonist, Unleash The Archers oder Deadlock begeistern dürfte. Also: Antesten, begeistert sein, und kaufen!
Liederliste:
- Pulse Of The Awakening (1:12)
- Rise (3:36)
- Something To Die For (4:33)
- Divinity Of Lies (5:09)
- Burn With Me (5:10)
- World Of Demise (5:19)
- Fighter (5:18)
- Liquid Fire (4:05)
- As Mountains High And Oceans Deep (4:49)
- Embers (2:11)
Quelle & © Bilder/Info/Clips: Mission In Black / El Puerto Records



