Zakk Sabbath (USA) – Vertigo

Zakk Sabbath (USA) – Vertigo

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔02.September 2020
Zakk Sabbath (USA) – Vertigo

Seit 2014 tritt Zakk Wylde mit seiner Band Zakk Sabbath als Black Sabbath Coverband an und huldigt Ozzy und Co. in dem sie vor allem die Songs der ersten Alben zum Besten geben. Das kultige, selbstbetitelte Debüt von Black Sabbath wurde bekanntermaßen im Oktober 1969 an einem einzigen Tag aufgenommen und im darauffolgenden Jahr an einem Freitag, den 13. veröffentlicht, woraufhin die Welt nie mehr dieselbe sein sollte. Wie also würde Black Sabbath heute klingen? Wäre das Album auch in der heutigen Zeit noch immer als Kult und Geburtsstunde einer neuen Musikrichtung angesehen? Diese Fragen wird man vermutlich nie beantworten können. Doch die erste Frage, wie Sabbath heute klingen würde, kann man nun definitiv beantworten.

Waldschrat Zakk hat zusammen mit seinen Kumpels, Bassist Blasko (Ozzy Osbourne, Rob Zombie) und Schlagzeuger Joey Castillo (Danzig, Queens of the Stone Age), das Debüt der Birmingham Boys neu eingespielt. Natürlich klingen hier nicht Iommis Zauberriffs durch die Räume und auch Ozzys durchdringendes Organ ist nicht zu vernehmen. Aber Zakk macht seine Sache mehr als gut. Die drei sprechen von einem „sehr produktiven“ Schaffensprozess, in dessen Rahmen sie den Liedern ihren eigenen Stempel aufprägten, um sie ein wenig zu verändern, wozu sie sich vorab verschiedene Live-Versionen anhörten und „hier ein Solo verlängert und dort das Tempo ein bisschen gedrosselt haben, so wie Black Sabbath es auf der Bühne taten.“
Zakk Sabbaths Ode an die Meister heißt „Vertigo“ und wird nicht digital erhältlich sein, „denn das Ding soll authentisch an die Zeit erinnern, als Vinyl den Ton angab. Das war für jeden, der damals aufwuchs, eine unheimlich coole Zeit. Das Erlebnis, ein handfestes Produkt anzufassen, lässt sich nicht durch Downloads und Streams ersetzen; dieses Feeling wollten wir bewahren.“ Das ist den dreien dann auch vollends gelungen. Sie haben es tatsächlich geschafft, ein Meisterwerk, das 50 Jahre auf dem Buckel hat, in die heutige Zeit zu transportieren, ihm einen Hauch der heutigen Möglichkeit verpasst und sind dabei doch so authentisch, wie möglich geblieben. Dabei ist es vor allem dem Spiel des Meisters zu verdanken, dass die Songs nicht einfach nur eine 1 zu 1 Kopie sind, sondern weitaus mehr zu bieten haben. Zakk ist, wie Iommi, ein Riffmeister, der es versteht einen Song alleine durch sein Spiel zu veredeln und einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Genau das hat er auch hier getan, verliert sich aber nicht in Selbstbeweihräucherung, sondern zollt Ozzy und Co. seinen tiefsten Respekt mit diesem Album. Auch wenn man die Songs seit einer Ewigkeit kennt, sie mit der Muttermilch aufgesogen hat, ist es spannend die Songs nun in dieser Form nochmal neu entdecken zu dürfen. Dass Zakk dabei mit seinem nasalen Gesang Ozzy sehr nahe kommt, ist nur ein wohliger Nebeneffekt.

Fazit: Ein ordentliches Pfund, das sich tief vor der Schaffenskraft der alten Black Sabbath verneigt.

  1. Black Sabbath
  2. The Wizard
  3. Wasp/Behind The Wall Of Sleep/Basically/N.I.B.
  4. Wicked World
  5. A Bit Of Finger/Sleeping Village/Warning

 

Label: Magnetic Eye Records

VÖ: 04.09.2020

Laufzeit: 41:37 Min.

Herkunft: USA

Stil: Metal

Webseite: https://zakksabbath.bandcamp.com/

Facebook: https://de-de.facebook.com/officialzakksabbath

 

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