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VOID OVER WEYHE mit Dödsrit, Devil Master & Maridia am 20.04.24 im Trafo Kirchweyhe

In der Heimatstadt eines gewissen Arnd Zeigler, ganz nah an Bremen dran, gibt es nicht nur Fußballfans. Das haben

VOID OVER WEYHE mit Dödsrit, Devil Master & Maridia am 20.04.24 im Trafo Kirchweyhe

In der Heimatstadt eines gewissen Arnd Zeigler, ganz nah an Bremen dran, gibt es nicht nur Fußballfans.

Das haben die Veranstalter des VOID OVER WEYHE einmal mehr unter Beweis gestellt: „Ausverkauftes Haus“ im Trafo, Jugendhaus des Örtchens Kirchweyhe, Landkreis Diepholz.
Dabei gibt es wohl kaum so viele Metalfans in diesem Dorf, um das Jugendhaus auch auszufüllen. Etliche Fans aus der Umgebung, wie u.a. Bremen, Nienburg/Weser, Verden, Cloppenburg usw. pilgerten an dem Samstag Abend nach Weyhe, um sich diesem Underground-Gig von MARIDIA, DEVIL MASTER und DÖDSRIT zu widmen!

Die schwedische Band, um Frontdame haben in ihrer guten halben Stunden Spielzeit für staunende Gesichter sorgen können. Nicht nur die Band hatte Spaß an ihrem Gig, auch das Publikum war ihnen wohlgesonnen. Der Mix aus Hardcore, Sludge und Shoegaze klingt auf dem Blatt Papier vermutlich etwas eigenartig, aber Live on stage hat das durchaus den gewissen Effekt. Und nicht nicht nur, weil die Sängerin auch mal zu einem Ritual bei einem Song griff, in dem Sie sich mit Farbe im Gesicht beschmierte (zudem den Bandkollegen am Hals die Farbflecke verteilte) und sich schlussendlich eine „Krone“ aus Ästen aufsetzte, um den vorletzten Track einen gewissen visuellen Effekt zu verleihen. Auch der Sound passte für diesen kleinen Raum und wenig Equipment. Auch das Licht war an dem gesamten Abend nicht wirklich ein Highlight. 


DEVIL MASTER, die englisch-amerikanische Combo bot nämlich ebenfalls etwas für´s Auge. Black-Vampire-Look! Devil-Master-Sound: eine Wave-Punk-80er-Ära der Gitarren, dazu kreischend-schreiende Vocals und wuchtiges Drumming. Mit Black Metal als solches hatte das weniger zu tun, was vermutlich einige im Vorfeld so vermutet hatten. Eher als Vampire-Heavy-Punk-Metal dürfte diese Combo eher durchgehen. Im Publikum der ersten Reihen gab es dennoch ordentlich Dampf; denn Pogo war auch zu diesem Sounds nun angesagt.
Devil Master hat ihre knapp 50 Minuten gut nutzen können, bei ordentlichem Sound, um auch anschließend am Merchstand einiges loszuwerden.

DEVIL MASTER -Setlist (ohne Gewähr): 
Enamoured in the Throes of Death; Golgotha’s Cruel Song; Black Flame Candle; The Vigour of Evil; Desperate Shadow; Precious Blood of Christ Rebuked; Devil Is Your Master; Acid Black Mass; Never Ending Night.

So kam es dann dazu, dass sogar etwas wenig los war, als die Headliner aus Schweden/Niederlande DÖDSRIT mit ihrem knapp einstündigen Set begannen. Ihre gewisse Atmosphäre konnten sie dennoch auf die Bühne übertragen und so auch das Publikum überzeugen. Denn, diese Combo schafft auch einen gewissen Spagat zwischen zahlreichen Genres. Und das nicht nur auf einem Album, sondern je Song erschaffen sie den Mix aus Post Metal, Punk als auch doomigen Sludge-Core und schlussendlich etwas Black Metal-Feeling. Die Mannen waren sehr konzentriert bei der Sache und sich eben nicht zu sehr mit dem Publikum und den Drumherum beschäftigt. Das hatte aber nicht den Eindruck erweckt, dass sie keinen Bock hätten. Eher, dass sie es eben besonders cool hier abliefern wollen. Und das haben sie auch. 

DÖDSRIT – Setlist (ohne Gewähr):  Irjala; Shallow Graves; Celestial Will; Nocturnal Fire; Apathetic Tongues.

Hut ab (!!!) vor einer derartigen Organisation der Veranstalter dieses Gigs in Weyhe!
Denn drei eher (sehr!) unbekannte Underground-Bands nach Weyhe zu bringen ohne eine beheimatete Band auf die Setlist zu setzen und dennoch einen Eintrittspreis von 10 € zu verlangen, als auch die Getränkepreise bei (lächerlichen) 1,50 € zu halten, grenzt an ein Wunder; in der heutigen Konzertlandschaft. Daher freut es auch uns von metalglory.com umso mehr, dass hier der Abend ausverkauft war und vieles eben sehr gut zusammenpasste. 

     

Quelle & © der Bilder: Metalglory.com !!!