The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft (Film)

The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft (Film)

📁 Allgemein, Film, Reviews 🕔24.März 2021
The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft (Film)

Titel: The Forgiven (USA) – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft
Erscheinungsdatum: 25.03.2021
Label: EuroVideo
Laufzeit: 120 Minuten
Ton: Deutsch, Englisch DTS HD-MA 5.1
Genre: Drama

Trailer:

Inhalt:
Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu leitet nach dem Ende der Apartheid die Wahrheits- und Versöhnungskommission des Landes. In dieser Funktion wird er vom berüchtigten Mörder Piet Blomfeld zu sich gerufen, der in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzt und auf Gnade hofft. Der Bischof lässt sich im Inneren des von brutalen Sträflingen bevölkerten Gefängnisses in eine gefährliche Auseinandersetzung mit dem gerissenen Kriminellen hineinziehen, die sein Leben für immer verändern wird.

Review:
„The Forgiven“ spielt in Südafrika und setzt sich mit der Bewältigung des Traumas der Menschenrechtsverletzungen und der Aufklärung dieser Verbrechen während des Apartheidregimes auseinander. Insbesondere das Konfliktpotential der Entscheidungen des Wahrheits- und Versöhnungsausschusses wird hier thematisiert. Jede Entscheidung dieses Ausschusses für die eine oder andere Seite wird natürlich von der jeweils anderen Seite wieder angefeindet. Ein schier unüberwindliches Konfliktpotential, was sich durch die Jahre der Apartheid aufgebaut hat. Von der Thematik klingt das erst einmal spannend. Auch die wirklich guten Darsteller lassen so etwas wie Vorfreude aufkommen. Das erste Gespräch zwischen Erzbischof Desmond Tutu (Forest Whitaker) und Piet Blomfeld (Eric Bana) ist dann auch wirklich gut in Szene gesetzt. Eric Bana spielt die Rolle des unbelehrbaren Rassisten und Mörders ohne Reue wirklich aufreizend böse. Dieser erste Dialog zwischen Bischof und Mörder ist wirklich gelungen. Leider verzettelt der Film mit zunehmender Laufzeit in diverse Handlungsstränge, die völlig unerheblich für die Haupthandlung sind. Auch weitere wichtigere Charaktere werden nur ungenügend in die Handlung eingeführt. Blomfelds Wandlung im Laufe des Films geht dann in ihrer Tragweite doch etwas zu schnell und auch wenig nachvollziehbar extrem weit voran. Auf keinen Fall ist der Film langweilig, aber man ärgert sich schon ein wenig, wenn man bedenkt was insbesondere mit dieser Besetzung möglich gewesen wäre.

Fazit:
Interessantes Thema und richtig gute Darsteller, leider jedoch bleibt bei dem Film einiges an Erwartungshaltung auf der Strecke.

Quelle des Trailers/Inhalttext: EuroVideo/entertainmentkombinat.de

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