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SLAUGHTERDAY – „Dread Emperor“

Genre: Old School Death Metal at its best – dreckig, massiv, böse! Jens Finger und Bernd Reiners, die beiden

SLAUGHTERDAY – „Dread Emperor“

Genre: Old School Death Metal at its best – dreckig, massiv, böse!

Jens Finger und Bernd Reiners, die beiden supersympathischen Vorzeigebartträger des deutschen Death Metal, sind mir bereits 2013 mit ihrem Debüt „Nightmare Vortex“ ans Metallerherz gewachsen. Seitdem haben sie kontinuierlich gute Alben herausgebracht, die stets ein überdurchschnittliches Qualitätslevel nachweisen konnten. Die neue Scheibe „Dread Emperor“ reiht sich nahtlos ein in diese schöne Ahnenreihe.

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Los geht es nach einem schweren Intro mit „Obliteration Crusade“ und allen Trademarks, die SLAUGHTERDAY ausmachen. Fiese Gitarrenriffs, ordentlich Tempo auf dem Kessel, die Stimme ein dunkelmächtiges Growlen und Bellen, abgeschmeckt und aufgelockert mit ein paar melodischen Gittarenleads. Dazu ein Sound, der ordentlich ballert, warm, brachial, und mit einer dicken Schicht Schmutz, Dreck und Rost. Das setzt sich fort im folgenden „Rapture of Rot“, das mit einem schleppenden Riff beginnt, bevor wieder roh aufs Gaspedal getreten wird und es im Schweinsgalopp übers berühmte Stoppelfeld rumpelt. Das ist das, was die Fans an dieser Art von Death Metal lieben: nachvollziehbare Riffs, die ordentlich sägen und schneiden, ab und an ein Tempowechsel in einen fetten Midtempogroove, nur um dann wieder loszuhetzen, und über allem weht dieser wunderschöne Hauch des plötzlichen Wahnsinns. Abwechslung gibt es auch, aber bitte nur in homöopathischen Dosen. So etwa der marschierende Groove in „Subconscious Pandemonium“ und „Dethroned“, der in seiner Lässigkeit an Gorefest zu den besten Zeiten von „Chapter 13“ erinnert. Und das Titellied und „The Forsaken Ones“ walzen sich schwer und unbarmherzig durchs Gelände. Das ist düster, massiv und legt sich als Ohnmacht und finstere Beklemmung auf das Herz der Hörenden.

Fazit: SLAUGHTERDAY marschieren mit „Dread Emperor“ unbeirrt ihren bisherigen Erfolgsweg weiter steil hinauf zum Old School Death Metal Olymp. Ihr räudiger Death Metal weiß jederzeit mit nachvollziehbaren und eingängigen Strukturen zu begeistern. Hier gibt es markante Riffs und den unschlagbaren Beweis, dass es dazu nur noch viel Herzblut, Spaß und Leidenschaft braucht, um einen mitreißenden, stampfenden und stoischen Koloss zu erschaffen. Das alles atmet zudem Ehrlichkeit, Handarbeit, Schweiß und unbedingte Liebe zu harter Musik. Vor allem aber ist das emotional und erschafft eine düstere Aura voller mystischer Dunkelheit. Meine Herren, besten Dank – und weiter so!

Liederliste:

  1. Enthroned (1:41)
  2. Obliteration Crusade (4:24)
  3. Rapture of Rot (4:55)
  4. Astral Carnage (4:44)
  5. Subconscious Pandemonium (3:28)
  6. Dread Emperor (4:35)
  7. The Forsaken Ones (3:39)
  8. Necrocide (4:02)
  9. Dethroned (4:25)
  10. Golem (3:52)

 

Label: Testimony Records

Laufzeit: 39:45 min

VÖ: 13.02.2026

Quelle & © Bilder/Info/Clips: Slaughterday / Testimony Records