SEPULTURA – Quadra

SEPULTURA – Quadra

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔04.Februar 2020
SEPULTURA – Quadra

Sepultura (BR) „Quadra“
VÖ: 07.02.20
Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 51 Min.
Genre: Tribe-Thrash Metal

Da scheint Sepultura die ausgiebige Tourneen-Zeit zwischen „Machine Messiah“ und jetzt gut getan zu haben. Abwechslung, Progressive-Experimente und ein Hauch von „altbewährten“ bzw. neu entdeckten Arrangements sind nämlich eine Tagesordnung auf dem mittlerweile 15. Album der Band. Ob mit ruhigeren, epischen Passagen, Chöre, weiblichen Vocals, modernen (Nu) Metal- als auch orchestrale Elementen oder eben auch mal typischen Tribe-Attacken zwischen Thrash und Speed sowie vor allen Dingen progressiven Sphären (u.a. „Fear; Pain; Chaos; Suffering“). Von daher, alles andere als „Ermüdungserscheinung“ sind bei dieser Band zu verzeichnen. Die Kreativität und Mut zu neuen Ideen, Ufern unter dem altbekannten Bandnamen sind hier allemal zu verzeichnen. Auch wenn es am Anfang nicht den Eindruck macht, denn „Quadra“ fegt nach einem Intro mit “ Isolation“ und den darauffolgenden Tracks alles in Schutt und Asche – temporeich, aggressiv und brachial. Womit womöglich schon die ersten neuen Livetracks klar definiert wären. Es geht ab, wie damals beim „Dante XXI“-Werk. Ab dem zweiten Drittel des Albums geht es dann deutlich abwechslungsreicher zu und es wird nicht nur auf das Gaspedal gedrückt.
Ja, auf den ersten Blick erscheint das Album zu überladen, zu chaotisch und unsortiert. Daher ist es nichts sonderbares und wiederum auch nichts schlechtes aus der Feder dieser alten Eisen des Geschäfts.

Aber wenn man sich einer über 50minütige Progressive Thrash-Tribe-Metal-Attacke widmet, wird man auch in darauffolgenden Durchgängen so einiges finden, was durchaus Spaß bereitet. Ein Album, welches eben Zeit braucht und daher nicht „die“ Hits für kommende Jahre bieten muss. Ob sich daher einzelne Songs, die für meine Begriffe hier herausstechen, in die gewohnten Setlist-Hits einfügen lassen, um sie vor der Bühne abzufeiern, bleibt abzuwarten.

 Anspieltipps: „Guardians Of Earth“, „Fear; Pain; Chaos; Suffering“, „Isolation“ & „Capital Enslavement“!

 Tracklist:
1. Isolation
2. Means To An End
3. Last Time
4. Capital Enslavement
5. Ali
6. Raging Void
7. Guardians Of Earth
8. The Pentagram
9. Autem
10. Quadra
11. Agony Of Defeat
12. Fear; Pain; Chaos; Suffering

Diesen Artikel in einem Sozialen Netzwerk teilen

Ähnliche Artikel

Ozzy Osbourne (GB) – Ordinary Man

Ozzy Osbourne (GB) – Ordinary Man

Totgesagte leben länger. Eine Aussage, die wohl auf keinen anderen Künstler dermaßen zutreffend ist, wie auf den Prince of Fucking

Weiterlesen