Satanica (JP) – Resurrection Of Devil’s Spirit

Satanica (JP) – Resurrection Of Devil’s Spirit

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔19.September 2020
Satanica (JP) – Resurrection Of Devil’s Spirit

Satanica kommen aus Tokio, haben sich 2004 zusammengefunden und legen mit „Resurrection Of Devil’s Spirit“ ihr viertes Album vor. Die Mitglieder der Band hören auf so klangvolle Namen, wie Ritti Danger (Drums, Vocals), Ozzie Alastor (Gitarre), Shee Lipps (Gitarre) und K.Z. Behemoth (Bass). Im Vergleich zu manch anderen Bands, die die Nähe zu Satan nur als Persiflage betrachten, meinen es die Herrschaften hier ehrlich.

Das machen schon die okkulten Lyrics deutlich, die ihnen eben diesen gewissen Touch verschaffen. Darüber hinaus sind alle auch noch herrlich geschminkt und scheinen sich in ihrer Rolle wohl zu fühlen. Nur die Musik will zu dem Image nicht so richtig passen. Denn die Japaner fröhnen dem klassischen achtziger Jahre Metal mit einem deutlichen Einschlag der NWoBHM. Wesentlich europäischer, als viele ihrer Mitbewerber, gehen sie dabei vor, haben aber dennoch ihre ganz eigene Note, die sie in ihr Songwriting eingebracht haben. Erfreulich ist zudem, dass der singende Drummer Ritti Danger mal keine dieser gepressten, nasalen oder eierzerquetschenden Sirenen an den Tag legt, sondern tatsächlich auch für unsere Ohren verträglich singt. Das hat man nicht häufig aus dem Land der aufgehenden Sonne. Auf der musikalischen Seite geben sich die Japaner manchmal ein wenig bieder, dafür aber können die Songs trotz der ein wenig steril klingenden Produktion überzeugen. Okay, den Blumentopf für Originalität werden sie definitiv nicht gewinnen. Aber wenn das gesamte Spektrum von treibenden Karchern über herrliche Stampfer bis zu leicht speedigen Songs komplett abgedeckt ist, was des Metallers Herz begehrt, muss man der Band einfach attestieren alles richtig gemacht zu haben. Nur über das seltsame Coverartwork, das andererseits eine humoreske Verbeugung vor allen Satansjüngern ist, sollte man den Mantel des Schweigens decken. Auch die englische Aussprache wird nicht wirklich beherrscht, was aber sicher nur Puristen als störend empfinden werden.

Fazit: Gar nicht mal so schlecht, um genauer zu sein: eigentlich sogar geil.

  1. Resurrection
  2. Bloodthirsty
  3. Liar
  4. Black Widow
  5. Kamikaze (Instrumental)
  6. Thunderstorm
  7. Dark Star
  8. Like A Fire
  9. Deal With The Devil

Label: Iron Shield Records

VÖ: 24.07.2020

Laufzeit: 39:48 Min.

Herkunft: Japan

Stil: Heavy Metal

Webseite: nicht vorhanden

Facebook: https://www.facebook.com/SatanicaOfficial/

 

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