POSSESSED – Revelations Of Oblivion

POSSESSED – Revelations Of Oblivion

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔09.Mai 2019
POSSESSED – Revelations Of Oblivion

POSSESSED (USA) „Revelations Of Oblivion“
VÖ: 10.05.2019
Genre: Death/Thrash Metal
Spielzeit: 54 Min.
Label: Nuclear Blast

Kaum ein Album wurde für dieses Jahr so sehnsüchtig erwartet, zumindest von den Fans, die bereits damals mit der Death Metal-Szene aufgewachsen sind. „Revelations Of Oblivion“ ist das erste offizielle Album von Possessed (eigentlich ja nur Jeff Becerra) seit sage und schreibe1986!!!
Was sich seit damals 1985, ihrem Debütalbum „Seven Churches“ getan hat, wissen wir alle. Die Szene hat sich durchaus gewandelt, aber der DEATH METAL ist eben alles andere als totzukriegen!

Das Warten hat sich mehr als gelohnt. Auch wenn nur Jeff (Vocals) in diesem Fall für Possessed steht, zeigt er mit seiner neuen Mannschaft, dass sie Eier haben. „Revelations Of Oblivion“ ist eine typische Death Metal-Walze; schnell, roh mit den fiesen Vocals ausgestattet – & bläst auch aufgrund der fetten, wuchtigen Old-School-Produktion zum Angriff an.
Es mag sein, dass sich einige Songs so anhören, als ob es doch Pausenfüller wären, aber nach 33 Jahre, sind auch die gut 50 Minuten Spielzeit nicht wirklich als Manko zu betrachten. Sicherlich gibt es heutzutage etliche andere Werke, die durchaus fetter, abwechslungsreicher rüberkommen, aber Jeff und Co. haben sich eben entschieden nicht nur on stage von sich hören zu lassen – und für meine Begriffe ist dieses Ergebnis durchaus ein Gewinn für die Szene. Beispiele gefällig? Ein „Demon“ mit dem thrashigen Ansatz oder „Omen“, welches mit düsteren-Doom-Black-Momenten aufwerten kann als auch das schnelle „No More Room In Hell“ mit fiesen Soli daherkommt und schlussendlich wie eine 1980er Jahre-Death/Thrash-Attacke klingt, müssen im Liveset landen; die Meute wird es würdigen.
Durchaus, ein Problem wird es bei Possessed sowieso geben. So sehr sie das Album auch old-school-lastig hinbekommen haben, voller Wut, Aggression und eben rasiermesserscharfen, schnellen Riffs, aber dennoch nicht komplett nur retro, wird es immer den Vergleich zu früher geben – da muss Jeff eben durch. Aber das ist insofern ein lösbares Problem, weil man es nicht mit damals vergleichen sollte, „Seven Churches“ und „Beyond the Gates“ stehen für sich, für die damalige Zeit, als sie noch alle Teenager waren. Daran sollte man auch nicht rühren oder es vollkommen kopieren, keineswegs.

Fazit:
Ja, Possessed profitieren von ihrem „Kult“-Faktor, aber sie zeigen mit diesem Album auf, dass sie es nicht wirklich nötig haben.
Hut ab, was hier für eine rasante Death Metal-Scheibe abgeliefert worden ist, unabhängig davon warum es so lange dauern musste oder sollte und sie sich für diesen Schritt entschieden haben mögen.
Possessed?! Als ob sie nie weggewesen wären, wie ihre Weggefährten á la Asphyx, Morbid Angel, Deicide, Vader, Autopsy und Co.!!!

Live: 09.06.2019 Gelsenkirchen (Rock Hard Festival)

Line-Up 2019:
Jeff Becerra – Vocals
Daniel Gonzalez – Guitars
Emilio Marquez – Drums
Robert Cardenas – Bass
Claudeous Creamer – Guitars

 

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