NEOLITH – INBIR
NEOLITH (PL) „INBIR“Spielzeit: 39:25 Min.VÖ: 12.09.26Genre: Death-Black MetalLabel: Deformeathing Production NEOLITH ist eine Death-Black Metal Band aus Polen und
NEOLITH (PL) „INBIR“
Spielzeit: 39:25 Min.
VÖ: 12.09.26
Genre: Death-Black Metal
Label: Deformeathing Production
NEOLITH ist eine Death-Black Metal Band aus Polen und das ist eine Bürde!
Wie oft hört man eine schlechte Metal Band aus Polen?
Der Autor war ein Teenager als er zum ersten Mal ein Demo einer polnischen Band in den Händen hielt; der Name der Band damals: Neolithic (!!!)… und die Begeisterung für den polnischen Metal schleppt er immer noch mit sich.
Wie der Zufall es so will, strömt die Musik einer Band mit einem identischen Namen aus seinen Lautsprechern. NEOLITH brachte es allerdings ein bisschen weiter als ihre fast gleichnamigen Landsmänner, obwohl sie aus dem gleichen Zeitalter (Anfang 90er) formiert ist.
Die Gruppe absolvierte in den letzten Jahrzehnten mit Bravour zahlreiche Konzerte in ganz Europa, die einen brutalen fetten Stempel hinterließ und eine Diskographie, die die Progression der Death-Black Metal-Szene repräsentiert.
Doch leider lässt sich die Gruppe rund um Levi (Gesang) und Conrad (Gitarre), die die Band schon aus den Wickeltuch-Jahren begleiten, mit den Albenveröffentlichungen immer Zeit.
Sieben Jahre haben sie gebraucht für ihr gelungenes Debütalbum INRI. Ebenfalls sieben Jahre hat es gedauert zwischen ihrer letzten Perle I AM THE WAY und ihrem neuen Streich INBIR.
INBIR heisst in der antiken sumerischen Sprache „Krieg“… und obwohl das eine Warnung sein sollte, ist man kaum vorbereitet auf das was folgt:
Der Titelsong INBIR ist wie ein wiedergeborenes Satans-Kind, das nach unzähligen Versuchen endlich das dunkele Höllen-Licht der Unterwelt erblickt. Was für ein angenehmer Start um ein neues Kunstwerk zu präsentieren!
Weiter geht’s mit kranken Gitarrensolis a là Tom Warrior von Conrad für das Lied ASHUR HAS GIVEN ME A BROTHER. Man liebt das Lied schon von Sekunde eins und es wird sogar von Riff zu Riff noch spannender und sorgt für unermüdliches Headbanging.
Sollte das Tempo bei dem dritten Titel THE DOWN IS WALKING ein bisschen runtergeschraubt werden? Schlagzeuger Semuss sagt: „Nein!“ Unglaubliche Drum-Leistung in einem Lied, das eine Wucht ist, obwohl die Gitarristen Conrad und Zi’ar teilweise in pure classic Heavy Metal-Manier dualisieren. Hier sticht auch Kriss heraus, der noch mal die Frage beantwortet, warum es essentiell wichtig ist für eine extreme Metal Band, so eine Stärke als Bassist zu haben. Die Gesangsmelodie des Sängers Levi, einfach ein Ohrwurm! Perfekt!
Levi rezitiert auf polnisch in das nächste Lied MODLITWA NA MARNY CZAS und das Bemerkswerte dabei ist, dass man durch die Kraft der phonetischen Lyrik gefesselt wird, obwohl man keinen Schimmer hat, was er sagt. Nur wenige schaffen das. Levi ist einer davon. Das Lied „droppt“ in einem Mid-Tempo, allerdings machen die progressiven Momente von Semuss, der in seinem Debüt-Werk für Neolith einfach nur auf seinem Schlagzeug-Set strahlt, das Lied zu etwas Besonderem.
Samuss abnormalen Blastbeats und DBs und Conrads großartigen Gitarrensolos zeichnen auch das nächste Lied ab: OF ALL THE GODS. Das ganze Fünfköpfige Ensemble befindet sich auf einem anderen Level und man merkt es von Titel zu Titel.
So wie auch beim OUROBOROS geht’s mit der Progression weiter. Die Melodie der Hintergrund-Gitarren in Kombination mit den Beats aus Hades erinnert uns daran, warum wir so eine Mucke feiern! NEOLITH hält sich auch hier nicht zurück, komplexe Takte aufzuzählen, die wir durch Morbid Angel und Death geliebt haben.
Nächster Track: THE FOUR ETEMUU OF KURNUGI; „Die Vier Totenseelen Der Mesopotamischen Unterwelt“. Die Band befasst sich textlich überwiegend mit antiker Mythologie, was natürlich sofort Pluspunkte sammelt. Ein perfekter Soundtrack für die Thematik und NEOLITH erreicht mit diesem Stück voller progressiver Wechsel den Höhepunkt ihres Werkes.
Als Abschluss kommt MORTE, der weiterhin keine Gnade zeigt. Conrads Mega-Solos, Semuss DB-Technik, Kriss harmonischer Bass, Zi’ars unermüdliche Arbeit und Levis Magie wird hier noch mal auf dem Teller serviert. Die Mystische Atmosphäre des kompletten Werkes und die Energie, die durch jedes einzelnen Bandmitglied den Raum erfüllt, macht bock auf mehr.
NEOLITH ist eine Black-Death Metal Band aus Polen und das ist eine Bürde … und für diese Bürde sind old School Bands wie NEOLITH selbst verantwortlich.
Fünf Kerle, die einfach wissen, was sie wollen und wann sie es wollen! Doch hoffentlich dauert die nächste Veröffentlichung nicht weitere sieben Jahre…und falls ja, dann hätte sich wenigstens das Warten gelohnt, wie es bei ihrer neuen Platte der Fall ist.
Bis dato lässt euch INBIR mit einem gelungenen Cover durch den renommierten Künstler Artur Szolc als LP oder CD Format ab dem 12. September via Deformeathing Production nach Hause kommen…. und schaut nebenbei, wann sie in eurer Nähe auftreten.

TRACKLIST:
1. INBIR
2. ASHUR HAS GIVEN ME A BROTHER
3. THE DOWN IS WALKING
4. MODLITWA NA MARNY CZAS
5. OF ALL THE GODS
6. OUROBOROS
7. THE FOUR ETEMUU OF KURNUGI
8. MORTE
BESETZUNG:
LEVI: Gesang
CONRAD: Rhythmus & Lead Gitarre und Samples
KRISS: Bass Gitarre und Gesang
ZI’AR: Rhythmus Gitarre und Gesang
SEMUSS: Schlagzeug
Quelle & © Bilder/Clips: Deformeathing Production


