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Mother Black Cat (D) – Thousand Faces

Review verfasst von Gastredakteur Marc Schipper (Rock It Magazin) Angesichts der Flut an Veröffentlichungen, der man sich als Musikredakteur

Mother Black Cat (D) – Thousand Faces

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Review verfasst von Gastredakteur Marc Schipper (Rock It Magazin)

Angesichts der Flut an Veröffentlichungen, der man sich als Musikredakteur jeden Monat auf’s neue ausgesetzt sieht, bleiben nur wenige Bands und Alben wirklich im Gedächtnis haften. Der Löwenanteil der Werke verschwindet – einmal gehört – in den Tiefen der heimischen Sammlung oder aber wird in den eigens dafür angeschafften „Schlechte Promos“-Koffer verbannt. Das ist oftmals der fehlenden Relevanz der Musik sowie dem Mangel an Wiedererkennungsmerkmalen geschuldet. Umso erfreulicher ist es daher, wenn es ab und an einer Band gelingt, den berühmten „bleibenden Eindruck“ zu hinterlassen.

Mother Black Cat, einer Alternative Rock-Formation aus Braunschweig, die mit „Thousand Faces“ ihr Debütalbum (Unfassbar!) vorlegt, gelingt es mit verblüffender Leichtigkeit, sich binnen kürzester Zeit im Langzeitgedächtnis des Rezensenten festzusetzen. Das ist zunächst einmal auf den erstklassigen Sound zurückzuführen, der druckvoll und glasklar aus den Boxen dröhnt. Darüber hinaus punktet das Quartett mit kompetentem und abwechslungsreichem Songwriting. Clever arrangierte und handwerklich superb dargebotene Kracher wie „Let It Roll“ oder „After Dusk“ dürften jedem Liebhaber anspruchsvoller und zeitgemäßer Alternative Rock-Klänge mit Schmackes in die Karten spielen. Dass der Combo die gemäßigten Töne ebenso liegen, untermauert sie eindrucksvoll mit üppig instrumentierten Power-Balladen wie „The Lucky One“ und „Once You Come Home“. Hier wird mit erinnerungswürdigen Melodien wirklich nicht gegeizt.

Das herausragenste Merkmal von Mother Black Cat dürfte jedoch die Stimme von Frontfrau Anika Loffhagen sein, deren konstant erstklassige Performance schlichtweg begeistert und den grundsoliden Songs das Sahnehäubchen aufsetzt. Dermaßen ausdrucksstarke, druckvolle und dabei stets kontrollierte Gesangsdarbietungen bekommt man in unseren Gefilden nur äußerst selten zu hören. Stimmfärbung und Stil erinnern stark an eine gewisse Deborah Anne Dyer, besser bekannt unter dem Spitznamen „Skin“, weltbekannt geworden als Stimme der britischen Alternative-Rock-Größe Skunk Anansie. Und das ist sicherlich nicht die schlechteste Referenz!

Fazit: Auch wenn Mother Black Cat das Alternative Rock-Rad nicht neu erfinden, liefern sie mit „Thousand Faces“ ein fantastisches Album ab, das Vergleiche mit internationalen Produktionen, beispielsweise von Acts wie Alter Bridge, Skunk Anansie oder Creed nicht zu scheuen braucht. Das starke Songwriting, der druckvolle Sound, die handwerkliche Kompetenz der Beteiligten und insbesondere diese Wahnsinns-Stimme sprechen eine deutliche Sprache. Pflichtanschaffung für Liebhaber des Genres!

Tracklist:

01 Breathing Fire

02 Thousand Faces

03 After Dusk

04 Blind Addiction

05 The Lucky One

06 Till The End

07 Remember Me

08 Nothing You Could Do

09 Once You Come Home

10 Baby Girl

11 Let It Roll

Label : Eigenproduktion

VÖ: 03.03.2017

Laufzeit: 47:46 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Alternative Rock

Webseite: www.motherblackcat.de

Facebook: https://www.facebook.com/motherblackcat

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