MEMORIAM – Requiem For Mankind

MEMORIAM – Requiem For Mankind

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔12.Juli 2019
MEMORIAM – Requiem For Mankind

Memoriam (GB) „Requiem For Mankind”
Spielzeit: 48 Min.
VÖ: 21.06.2019
Label: Nuclear Blast
Genre: Death Metal
www.memoriam.uk.com
www.facebook.com/memoriam2016

So langsam wird es eher unheimlich; zumindest wirkt Memoriam auf mich so. Denn, es ist nun dritte Werk in drei Jahren. Das grenzt schon an die guten alten Zeiten von Bands wie Motörhead, AC/DC und Co., als sie in den 1970/80er Jahren ein Album nach dem anderen, neben ihren Tourneen veröffentlicht hatten. So etwas hätten sich wohl einige auch von eben Bolt Thrower oder Benediction gewünscht.
Aber nun, Karl Willetts, Frank Healy und Co. meinen es ernst. Sie strotzen vor Ideen und Kampfgeist, um das Projekt Memoriam immer und immer weiter voranzubringen. Und betrachtet man nun dieses dritte Album, so erkennt man und dies trotz aller Euphorie, welche vor allem beim ersten Album allgegenwärtig gewesen ist, dass sie jetzt so richtig dort angekommen sind wo Memoriam hingehören. Die Songs wirken deutlich tighter, viel düsterer und kratziger, ja eben ausgereifter, durchdachter. Natürlich bedienen sie voll und ganz den typischen Death Metal, ob mit schön heftigen oder eben Mid-Tempo-Passagen, gepaart mit der typischen, allgegenwärtigen Stimme von Karl und selbstverständlich erfinden sie das Genre nicht neu, aber man hat hier endlich das Gefühl, dass sie sich wohlfühlen. Sie haben nun nach den beiden vorherigen Alben den korrekten Pfad gefunden. Aus heutiger Sicht, verglichen mit „The Silent Vigil“ und „For The Fallen“, wirken jene eher wie ein Abklatsch oder etwas, was noch hätte reifen müssen. Es gibt ja auch dort coole Tracks, aber als gesamtes Album, ist es eben so eine Sache für sich. Soll heißen, vielleicht hätten sie sich damals mit den Songs noch etwas Zeit nehmen müssen, um dann einige auch für dieses neue Werk aufzubewahren.  Denn „Requiem For Mankind“ ist eine Art Album, welches die letzte drei Jahren in einem vereint und das eigentliche hammerharte Debüt der Band darstellt. Dennoch, es hat wohl die beiden Vorgänger geben müssen, um eben jetzt hier angekommen zu sein. Und das Besondere daran ist, die Themen werden im Hause Memoriam alles andere als langweilig und die Coverartwork-Konzepte haben eben auch das gewisse etwas. Also, die Szene sollte sich freuen, dass es Bands gibt, die eben ständig auf Tour sind und dennoch immer wieder mit neuen Ideen daherkommen.

Fazit: Das dritte Werk hat endlich das, was Memoriam schon von Anfang an hätten liefern müssen. Nun sollten sie sich mal wieder den Arsch abtouren und vielleicht erst mal die drei Alben etwas länger auf die Fans wirken lassen.

 

Tracklist:
1. Shell Shock 5:48
2. Undefeated 4:11
3. Never The Victim 5:05
4. Austerity Kills 4:01
5. In The Midst Of Desolation 4:34
6. Refuse To Be Led 5:24
7. The Veteran 4:51
8. Requiem For Mankind 5:08
9. Fixed Bayonets 5:12
10. Interment 3:47

 

 

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