Larkin Poe (USA) – Self Made Man

Larkin Poe (USA) – Self Made Man

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔12.Juni 2020
Larkin Poe (USA) – Self Made Man

Seit 10 Jahren sind die beiden Schwestern Rebecca & Megan Lovell bereits in Sachen Roots / Blues Rock als Larkin Poe unterwegs. Das erste Lebenszeichen erschien auf 4 CD-Box, die jeweils einer Jahreszeit gewidmet waren und inzwischen nur noch zu horrenden Preisen zu beziehen ist. Doch die Anfänge waren noch wesentlich mehr im Folk angesiedelt und haben mit der rauen und rockigen Seite der beiden Damen inzwischen nichts mehr zu tun. „Self Made Man“ ist offiziell das fünfte Album und ist zugleich auch das ungewöhnlichste.

Ungewöhnlich deshalb, weil die Schwestern hier streckenweise dermaßen rockig zur Sache gehen, dass man als Fan fast sprachlos zurück bleibt. Doch auch die leichten Country-Elemente, die immer wieder in den Songs von Larkin Poe auftauchen, sind diesmal vorhanden. So scheinen im countryesken „Ex-Con“ die Allman Brothers mehr als Pate gestanden haben, während man sich mit dem lockeren „Easy Street“ unweigerlich in die Sümpfe des Südens versetzt fühlt. Flimmernde Hitze, Schwüle und diese ganz eigene Lebensart des nordamerikanischen Südens schwirrt hier mit. Kein Wunder, stammen die Beiden doch aus Atlanta, Georgia und damit kokettieren sie auch in ihren Texten, huldigen ihrer Heimat und leben das kreative Erbe des Südens aus. Zu finden ist das vor allem in den Songs, die von der herrlichen Slide-Gitarre getragen werden, wie das swingende „Easy Street“, „Holy Ghost Fire“ oder dem krachenden Opener „She’s A Self Made Man“, das in seiner Art stellenweise schon Zeppelineske Momente aufkommen lässt. „Self Made Man“ ist ein erwachsenes Statement, ein Werk voller emotionaler Eindrücke und wird dabei überschattet von der Mitteilung, dass der Vorgänger „Venom & Faith“ für einen Grammy nominiert war, was die Schwestern in ihrem kreativen Schreibprozess, in dem sie sich gerade befanden, gewaltig beflügelt hat. Das merkt man dem Album an, spürt diese leidenschaftliche Hingabe an die Musik und kann die Emotionen, die mitgespielt haben, fast direkt anfassen. „Self Made Man“ ist das vielleicht beste Album der Beiden bisher und wird ganz sicher auch seine Anerkennung finden.

 

Fazit: Das vielleicht beste Werk der Schwestern.

  1. She’s A Self Made Man
  2. Holy Ghost Fire
  3. Keep Diggin’
  4. Back Down South
  5. Tears Of Blue To Gold
  6. God Moves On The Water
  7. Every Bird That Flies
  8. Scorpion
  9. Danger Angel
  10. Ex-Con
  11. Easy Street

 

Label: Tricki-Woo Records

VÖ: 12.06.2020

Laufzeit: 34:59 Min.

Herkunft: USA

Stil: Blues Rock/Roots Rock

Webseite: https://www.larkinpoe.com/

Facebook: https://de-de.facebook.com/larkinpoe/

 

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