LAKE OF TEARS – Ominous

LAKE OF TEARS – Ominous

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔19.Februar 2021
LAKE OF TEARS – Ominous

LAKE OF TEARS (S) „Ominous“
VÖ: 19.02.21
Spielzeit: 45 Min. 
Label: AFM Records
Genre: Dark/Gothic Alternative-Prog Metal

10 Jahre, 10 verdammt lange Jahre! Ja, so lange ist es her, seit Daniel Brennare das Vorgängerwerk „illwill“ verarbeitet & der Öffentlichkeit zugetraut hatte.
Danach wurde es still, auch wenn es zwischendurch, 2014 – das erste Livealbum „By the Black Sea“ gab. Doch auch wenn es gedauert hat und Daniel wohl seine Krankheit zu überwunden haben scheint, so zeigt er nun mit dem neuen Output seine „Persönlichkeit“; erwachsener, düsterer und auch vielseitiger; ja, Lake-Of-Teras-typischer!
Denn, er ist LAKE OF TEARS, atmet, isst und brennt für sein Projekt. Für „Ominous“ holte er sich bloß ein paar Gäste ins Studio für u.a. die Drums keinen Geringeren Christian Silver.
Der Opener überrascht ein wenig, was man bereits 2020 als erste Single-Clipauskopplung für „verwirrend“ hielt; geht das Stück monoton, minimalistisch los in die Richtung eines Industrial-Stücks á la Pain und Co. Doch es ist lediglich als Einleitung zu verstehen, in den Weltraum dieses Konzeptalbums. Denn sonst nur beim kurzen, aber durchaus sehr langanhaltend wirkenden „The End Of This World“ werden jene „Industrial-Ansätze“ ebenfalls in den Vordergrund gestellt & das letzte Stück „In Gloom“ geht komplett mit Streichern und fast schon Alternative-Country-Balladesk wirkend über.
Und zwischendurch?
Da gibt es tatsächlich gewohnte Lake Of Tears-Kost. Bereits „In Wait And In Worries“ & „Lost in Moment“ als auch der schwer rockige (zu kurz geratene!) „erste“ Titeltrack  präsentieren reine „Autumn-Crimson“-Kost.
Alles eben keine „Greater Art/Headstones“-Zeiten, warum auch?! Wer sollte bei dieser Band auch schon diese Klänge der ersten Alben erwarten wollen? Und wenn ja, warum sollte das sein? Wozu überhaupt ein Vergleich, wenn so viel Zeit vergangen ist?!
Es sind nicht die Zeiten der „jungen“, schwermütigen Burschen der Gothic-Doom-Zeiten, „Ominous“ wirkt auch mit seinen Balladen viel mehr als „Forever Autumn“ meets „Black Brick Road“ als nach sonst etwas! Und das ist auch gut so oder eben das alles funktioniert wirklich gut. Und man sollte sich bei diesem Album wirklich von den Vergleichen trennen. Das ganze eher als ein neues Projekt betrachten, es gibt nämlich einiges mehr zu entdecken.

Fazit:
Daniel Brennare lädt zum reisen in ferne Welten ein, aber auch zum träumen, nachdenken und einfach „vergessen“.
Progressive-Gothic-Rock, mit balladesken Momenten, düsteren und spacigen Sphären. Wirklich gelungenes, sehr persönliches und daher emotionales Album, welches nicht wirklich eine Bewertung nötig hat. 

Tracklist:
At The Destination
In Wait And In Worries
Lost In A Moment
Ominous One
Ominous Too
One Without Dreams
The End Of This World
Cosmic Sailor
In Gloom

(Quelle/Copyright des Cover/der Clips: AFM Records)

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