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Immunity (D) Dark Side Of The Earth

Immunity kommen aus Nürnberg und bewegen sich irgendwo dort, wo moderner Metalcore, dicke Gitarrenwände, elektronische Schatten und Refrains mit

Immunity (D) Dark Side Of The Earth

Immunity kommen aus Nürnberg und bewegen sich irgendwo dort, wo moderner Metalcore, dicke Gitarrenwände, elektronische Schatten und Refrains mit Widerhaken zusammenstoßen. Mit „Dark Side Of The Earth“ legt die Band ihr zweites Album vor und macht schnell klar: Hier geht es nicht um hübsch lackierte Genre-Deko, sondern um Druck, Dunkelheit und echte emotionale Fallhöhe. Dass hinter der Platte persönliche Schwere steckt, hört man. Dass Immunity daraus keinen grauen Selbstmitleids-Eintopf kochen, sondern Songs mit Struktur, Feuer und melodischem Ziel bauen, ist die gute Nachricht.

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Hört hier den YouTube-Albumstream zu „Dark Side Of The Earth“ von Immunity

Wenn der Schatten Groove bekommt

„Cold Case“ öffnet das Album mit kalter Präzision und zeigt sofort, worauf Immunity setzen: fette Gitarren, moderne Produktion und Hooks, die nicht nach Plastik riechen. „Panic Room“ zieht die Schrauben enger, lässt die Nervosität aber nicht ins Chaos kippen. Stattdessen arbeiten Bass und Drums wie ein gut geölter Fluchtplan durch den Ausnahmezustand. „We Are All Mad Here“ bringt danach einen der griffigsten Refrains der Platte, ohne den Härtegrad an der Garderobe abzugeben.

Der emotionale Kern liegt jedoch tiefer. „Unhinged“ wirkt wie ein Song, der nicht einfach Schmerz

behauptet, sondern ihn mit beiden Händen in die Boxen drückt. Hier wird das Album persönlicher, dunkler und dadurch auch glaubwürdiger. „Ghosts“ lässt die Melancholie stärker atmen, während „A Tale“ als kurzer Zwischenraum funktioniert, bevor „Of War And Peace“ die große Bühne aufmacht.

Das Duett mit Lina Benabdesslem beziehungsweise Parallyx gibt dem Stück zusätzliche Dramatik: zwei Stimmen, zwei Perspektiven, ein Thema, das nicht gerade nach gepflegtem Sonntagsmoshpit klingt.

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Seht hier das Musikvideo zu „Of War And Peace“ von Immunity feat. Parallyx

Hooks mit Narben

„Vultures“ setzt später mehr auf theatralische Dunkelheit und beweist, dass Immunity ihre Effekte nicht bloß als Neonstreifen auf den Breakdown kleben. Die Atmosphäre arbeitet mit dem Song, nicht gegen ihn. „The Fire Inside“ dreht noch einmal am Energie-Regler und zeigt, wie gut die Band zwischen moderner Härte und melodischer Eingängigkeit vermittelt. Das ist Metalcore mit Fitnessstudio-Puls, aber ohne Proteinshake-Lyrik vom Fließband.

Unser Fazit

Mit „Dark Side Of The Earth“ liefern Immunity ein starkes, geschlossenes Modern-Metalcore-Album, das seine Schwere ernst nimmt, ohne darin zu versinken. Die Produktion von Christoph Wieczorek drückt massiv, die Songs bleiben kompakt und die Refrains setzen sich fest, ohne nach Radiopolitur zu betteln. Nicht jede Idee sprengt Genre-Grenzen, aber fast alles sitzt dort, wo es wehtun und wirken soll. Eine Platte wie ein Blick in den Keller der Seele: dunkel, aufgeräumt und mit verdächtig guter Akustik.

Cover Artwork von Dark Side Of The Earth von Immunity

Offizielle Website / Linktree

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