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Android 86 (USA) – Temporal Struggle | King Of Cheese | Among The Tall Ones She Walked | After The Huntress Fell

Achtung! Die Zukunft beginnt hier und zwar mit dem Industrial Metal von Android 86. Hinter Android 86 steckt mit

Android 86 (USA) – Temporal Struggle | King Of Cheese | Among The Tall Ones She Walked | After The Huntress Fell

Achtung! Die Zukunft beginnt hier und zwar mit dem Industrial Metal von Android 86. Hinter Android 86 steckt mit Anthony Damasco kein gewöhnlicher Genre-Bastler, sondern ein kreativer Dauerläufer zwischen Gitarre, Programmierung, Science-Fiction, Gaming-Kultur, Storytelling und ziemlich viel Weltbau im Kopf. Android 86 ist für ihn nicht bloß eine Band, sondern ein wachsender Kosmos aus Musik, Figuren, Emotionen, Ästhetik und maschineller Wucht. Mit den vokalen Personas LYRA und RIOT stehen ihm zwei gegensätzliche Stimmen zur Verfügung: die eine entrückt, melodisch und beinahe geisterhaft, die andere roh, bissig und bereit, Türen nicht zu öffnen, sondern einzutreten. Genau diese Spannung prägt auch die vier Singles „Temporal Struggle“, „King Of Cheese!“, „Among The Tall Ones She Walked“ und „After The Huntress Fell“, die jeweils eigene kleine Kapitel aus diesem düsteren Maschinenuniversum darstellen.

Android 86 – „Temporal Struggle“

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Schaut hier den Clip zu „Temporal Struggle“ von Android 86 und lasst euch vom Zeitdruck durch den Maschinenraum jagen!

Wenn die Uhr zur Walze wird

„Temporal Struggle“ steigt mit einem bedrohlichen Synth-Attack ein, der sofort klarstellt: Hier wird nicht gemütlich die Stechuhr gedrückt, hier läuft die Zeit mit Stahlkappen hinter einem her. Der Song behandelt den ständigen Druck von Kalendern, Rechnungen, Bildschirmen, Schlafmangel, Arbeit, Familie und all den kleinen Verpflichtungsmonstern, die den Alltag gerne in eine schlecht geölte Maschine verwandeln. Android 86 macht daraus keinen jammernden Seufzer, sondern einen schweren, düsteren Industrial Metal-Track mit kosmischem Unterbau.

Musikalisch bewegt sich die Nummer im Midtempo und setzt nicht auf blindes Tempo, sondern auf Druck. Akustische Gitarren sorgen für eine organische, fast fragile Note, während Bass und verzerrte E-Gitarren das Fundament ordentlich verdichten. Die elektronischen Drums geben dem Song einen klaren Groove, ohne ihn platt nach vorne zu prügeln. Genau das macht „Temporal Struggle“ stark: Die Nummer stampft, aber sie denkt dabei mit.

Synthesizer und verzerrte Streicher setzen gekonnte Akzente und geben dem Arrangement eine cineastische Schlagseite. Das düstere Sounddesign trägt den weiblichen Gesang sehr wirkungsvoll, ohne ihn in Effektnebel zu ersäufen. LYRA wirkt hier wie eine Stimme aus einem Raum, in dem alle Uhren gleichzeitig ticken, nur leider keine davon auf Pause steht. Das ist atmosphärisch dicht, sauber arrangiert und für Freunde von schwerem, elektronisch aufgeladenem Metal eine ziemlich runde Sache.

Unser Fazit

Mit „Temporal Struggle“ liefern Android 86 einen wuchtigen, stimmungsvollen Track ab, der Zeitdruck, Erschöpfung und innere Unruhe in massiven Industrial Metal übersetzt. Starkes Sounddesign, griffige Gitarren, sauber gesetzte Elektronik und ein überzeugender weiblicher Gesang machen die Single zu einem gelungenen Einstieg in diesen Viererpack.


Android 86 – „King Of Cheese!“

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Schaut hier den Clip zu „King Of Cheese!“ von Android 86 – der Soundtrack für alle, die beim Spielen viel zu gerne gewinnen!

Der Endgegner mit Käse-Krone

Mit „King Of Cheese!“ wird es deutlich frecher. Der Song ist eine Industrial-Metal-Hymne auf genau den Gamer, den jeder kennt und niemand freiwillig in seiner Lobby haben will: Exploit-Nutzer, Spawncamper, Save-Scummer, Min-Maxer, Regelfuchs und Tischumwerfer in einer Person. Android 86 macht daraus keine trockene Szene-Analyse, sondern einen breit grinsenden Bösewicht-Song mit ordentlich Swagger. Herrlich unfair, herrlich klebrig, herrlich bekloppt.

Musikalisch gibt es hier Uptempo Industrial Metal der tanzbaren Sorte. Satte Bässe und elektronische Drums treiben das Arrangement nach vorne, ohne alles stumpf zu überfahren. Die Gitarrenriffs sitzen griffig und erinnern in ihrer rhythmischen Kompaktheit nicht selten an die große Schule des deutsch geprägten Maschinenriffs. Da wippt der Fuß, da nickt der Kopf, und irgendwo im Hintergrund wird vermutlich gerade ein Controller sehr passiv-aggressiv abgelegt.

Besonders stark sind die Leads, Breaks und kleinen Arrangement-Haken, die „King Of Cheese!“ über die volle Spielzeit frisch halten. Im Zentrum steht der Wechsel aus rauem männlichem Gesang und engelsgleicher weiblicher Stimme. RIOT gibt den großmäuligen König der Unsportlichkeit, während LYRA einen melodischen Kontrast liefert, der dem Ganzen eine fast absurde Erhabenheit verpasst. Genau diese Mischung aus Humor, Groove und Härte macht den Track so unterhaltsam.

Unser Fazit

„King Of Cheese!“ ist der eingängigste Song in diesem Paket. Tanzbare Rhythmik, starke Riffs, elektronische Effekte, epische Gitarrenleads und ein bewusst überdrehtes Thema ergeben einen Track, der hängen bleibt. Android 86 zeigen hier Humor, ohne musikalisch ins Alberne abzurutschen. Genau so klingt ein unfairer Sieg auf der Industrial-Metal-Tanzfläche.


Android 86 – „Among The Tall Ones She Walked“

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Schaut hier den Clip zu „Among The Tall Ones She Walked“ von Android 86 und folgt LYRA tief unter die Erde!

Riesen unter der Erde und Gothic im Maschinenlicht

Mit „Among The Tall Ones She Walked“ tauchen Android 86 tief in die erzählerische Seite ihres Projekts ein. Inspiriert von der Legende um Katherine Wells, ein Mädchen, das angeblich von verborgenen Riesen unter der Erde gerettet und aufgezogen wurde, verbindet der Song Gothic Metal, Mystery, Verschwörung, verlorenes Wissen und eine ordentliche Portion melancholische Fantasy. Klingt nach viel? Ist es auch. Aber immerhin nicht nach dem x-ten Song über Herzschmerz an der Bushaltestelle.

Der Einstieg empfängt den Hörer mit epischen, elektronisch-klassischen Elementen, die fast fanfarenartig wirken. Sofort entsteht das Gefühl, als würde sich ein unterirdisches Tor öffnen. Die Rhythmusinstrumentalisierung bleibt standfest und gibt dem Song genug Halt, damit die große Atmosphäre nicht einfach im Nebel verschwindet. Dazu kommen Synthesizer, die ambitioniert eingesetzt sind und dem Arrangement eine breite, fast sakrale Wirkung verleihen.

Im Mittelpunkt steht klar der weibliche Frontgesang von LYRA. Die Stimme geht unter die Haut, bleibt souverän und pendelt zwischen schönem Sopran, kühler Erhabenheit und raueren Momenten. Gerade diese Mischung passt hervorragend zur Geschichte einer Frau, die nach einer Begegnung mit dem Unbegreiflichen nie wieder ganz in die normale Welt zurückfindet. Gitarrensoli, elektronische Effekte und tanzbare Rhythmik runden das Ganze ab, ohne die Stimme zu erdrücken. Android 86 liefern hier keinen schnellen Nackenbrecher, sondern ein erzählerisches Stück mit Sogwirkung.

Unser Fazit

„Among The Tall Ones She Walked“ ist die epischste und gothiclastigste Single dieser Auswahl. Der Song überzeugt mit starker Atmosphäre, souveränem weiblichem Gesang, großen Synthesizern und einer spannenden Story-Grundlage. Wer Industrial Metal nicht nur als Maschinengeballer, sondern auch als Erzählform mag, wird hier bestens bedient.


Android 86 – „After The Huntress Fell“

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Schaut hier den Clip zu „After The Huntress Fell“ von Android 86 und startet den Rachefeldzug durch Ruinen, Sterne und Stahl!

Rachefeldzug mit Static-X-Schlagseite

„After The Huntress Fell“ gibt schließlich noch einmal richtig Gas. Der Song erinnert in seiner Machart stellenweise an die ruppige, direkte Energie von Static-X, ohne dabei zur reinen Kopie zu werden. Kompromisslose Geschwindigkeit trifft auf ein episches Sci-Fi-Fantasy-Setting aus zerstörten Welten, dunklen Kirchen, alter Technologie, Satelliten und jungen Kriegern, die nach dem Fall der Huntress nicht lange trauern, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen. Sehr vernünftig. Trauerarbeit mit Palm Mutes.

Musikalisch prescht die Nummer mit treibenden Drums, federnden Palm-Mute-Gitarren und spacigen Synthesizern nach vorne. Die tief gestimmten Instrumente sorgen für massiven Druck, während Chöre und düsteres Sounddesign dem Track eine größere, fast filmische Dimension geben. Android 86 schaffen es hier, Geschwindigkeit und Atmosphäre sauber miteinander zu verbinden. Der Song ballert, aber er ballert nicht blind.

Die männliche Leadstimme dominiert diesmal deutlich. RIOT klingt kehlig, tief und entschlossen, während der weibliche Gesang im Vergleich zu den anderen Songs sparsamer eingesetzt wird. Das passt hervorragend, denn „After The Huntress Fell“ ist weniger mystische Beschwörung als vielmehr Vorwärtsbewegung. Der Track packt einen direkt, zerrt einen durch seine düstere Szenerie und lässt erst los, wenn das letzte System abgeschaltet ist.

Unser Fazit

„After The Huntress Fell“ ist der schnellste und kompromissloseste Song des Quartetts. Starker Industrial Rock, tiefe Instrumente, epische Chöre, düsteres Sounddesign und eine dominante männliche Stimme machen die Single zu einem echten Brecher. Wer es direkter, härter und cineastisch aufgeladen mag, bekommt hier ordentlich Futter.


Gesamtfazit

Mit diesen vier Singles zeigen Android 86, wie vielseitig Industrial Metal klingen kann, wenn man ihn nicht nur als Genre, sondern als Werkzeugkasten für Geschichten versteht. „Temporal Struggle“ drückt düster und nachdenklich, „King Of Cheese!“ tanzt mit breitem Grinsen durch die Gaming-Hölle, „Among The Tall Ones She Walked“ öffnet die große Gothic-Erzählkammer, und „After The Huntress Fell“ schaltet schließlich auf Vollgas und Rachemodus. Anthony Damasco beweist mit Android 86 ein gutes Gespür für Atmosphäre, Rhythmus, Klangdesign und erzählerische Eigenständigkeit. Das ist nicht glattgebügelter Einheitsmetal, sondern Maschinenmusik mit Weltbau, Kante und Charakter.

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