HEAVY NEW YEAR, Open World Stage, Rodgau, Germany, 15-02-2020

HEAVY NEW YEAR, Open World Stage, Rodgau, Germany, 15-02-2020

📁 Allgemein, Live, Musik 🕔24.Februar 2020
HEAVY NEW YEAR, Open World Stage, Rodgau, Germany, 15-02-2020
Das OpenWorld ist das neue Wohnzimmer der Musikszene Rodgaus und der Umgebung.
In den letzten 18 Jahren wurden in dieser schönen Halle zahllose Konzerte, Comedy- und Theateraufführungen, Ausstellungen, Poetryslams und Workshops veranstaltet, der Geburtsort der überregional bekannten Rodgauer JazzNights. OpenWorld ist die Kulturinitiative, die diese Tradition weiterführt.
Gestemmt werden solche Veranstaltungen von ehrenamtlichen Helfern sowie von Vereinsmitgliedern.
Diesmal das HEAVY NEW YEAR Festival, mit den 3 Sternen am hessischen Undergroundhimmel: Precipitation, Buried In Smoke & Sapiency, womit eine breite Palette von Genre geboten wird. Rock, Metal, Modern Metal, Melodic Death, Prog & Everyrockhard!, wird den Rodgauern sauber abgemischt in den nächsten Stunden von bestens aufgelegten Bands um die Ohren gehauen.
Eröffnen werden den Abend (nach Begrüßung des Veranstalters) Precipitation aus Babenhausen. Gegründet 2013, hat sich der Vierer den melodischen progressiven Tönen im Metal verschrieben, ob nun deathmetallisch oder akustisch, mit Hang zu bluesigen Momenten und jazzigen Abläufen. Klingt interessant, macht neugierig? Ich kann die Veröffentlichungen genauso empfehlen wie natürlich auch das Geschehen auf der Bühne. Die Hessen sind mehr als ein würdiger Opener und an der Spielfreude merkt man, dass die Jungs auch echt Bock haben ihre stark an Pink Floyd und Co. (in Metal) erinnernde Musik der Welt darzubieten. Nahezu perfektes Zusammenspiel gepaart mit passendem Licht und einem sauberen Sound, lassen die Stimmung zeitweisig regelrecht andächtig wirken. Großes Kino für die Ohren, ich freue mich auf´s nächste Mal.
Nach der obligatorischen Umbaupause, kamen die Hanauer Everyrockhard! Rocker Buried In Smoke auf die Bühne, und luden erstmal (auch musikalisch) zur Sause mit „MamaJuana“ ein (ein mit Gewürzen gepimpter dunkler Rum aus der Dominikanischen Republik, dem man auch eine aphrodisierende Wirkung nachsagt…einfach mal googeln!). Prost. Sämtliches (sowieso nicht vorhandenes) Eis war spätestens jetzt gebrochen, denn ein Augen- und Ohrenschmaus ist das Quartett immer; geschminkt oder im Schlüppi steht immer einer auf der Bühne. Diesmal wollten sich alle mal schminken… Genauso durchgeknallt wie sich das liest, ist der Haufen Musiker auch. Und heraus kommt dabei eine energiegeladene, durchdachte Heavyrockshow zwischen Led Zeppelin, Metallica, SOAD & Suicidal Tendencies, die so gut wie kein Klischee auslässt, doch immer wieder schön anzusehen und vor allem auch anzuhören ist. Haare fliegen, Soli brillieren, da geht es mit der Gitarre ins Publikum um mit den Leuten weiterspielend eine kleine Wall Of Death anzuzetteln, und natürlich raucht´s und leuchtet´s im berühmten Bühnenklo der Band. Kapuze Agatha kam auch wieder zum Einsatz und auf einmal hieß es: Tschüss. Verdammt, es muss mal wieder ein Gig mit mehr Spielzeit her. Aber das ist das kleine Problem bei Festivals, jede Band will halbwegs pünktlich auf die Bühne und in diesem Fall sind es Sapiency. Sollte in Eurer Nähe etwas von Everyrockhard! / Buried In Smoke zu lesen sein, dürft ihr das nicht verpassen.
Der Headliner an diesem Abend waren Sapiency aus FFM. Auf den Alben klingt das musikalische Sixpack recht zuverlässig nach Melodic Death mit mächtigen Core Einlagen. Live, hier und heute an diesem Abend, klangen Sapiency für mich nach geilstem Modern Metal der gern mal alle härteren Subgenre abdeckt, mit einer kleiner Nuance Industrial. Nein, ich würde nicht behaupten, dass ich davor ein großer Fan der Band war, aber mit dem Gig haben mich die Jungs echt abgeholt. Massive kontinuierliche Härte, eingängige Melodien, ein sehr gut eingestimmter Wechsel von Klarstimme zu Growls und eine gute Songauswahl im Repertoire, lassen den Abend standesgemäß laut ausklingen und auch Sapiency holen sich vom Publikum die wohlverdienten Pommesgabeln und Ovationen ab.

 

Fazit:
Veranstalter Geordie und Kumpel Holger dürfen sich für das gelungene Package auf die Schultern klopfen, ein wirklich sehr gelungener Abend in Rodgau mit 3 Bands, welche für die Szene nicht nur eine Bereicherung sind, sondern eindeutig zukunftsträchtig klingen.

 

Und natürlich hoffe ich auch, dass dies nicht das letzte Festival dieser Art war. SUPPORT THE UNDERGROUND!

 

Mehr Infos zu den Bands:
Precipitation

 

Buried In Smoke

 

Sapiency

 

Open World Rodgau / Open Stage Rodgau

 

Wir bedanken uns bei dem Veranstaltern, den Bands und natürlich auch den vielen Besuchern für gute Stimmung. Das Beitragsbild ist von der offiziellen Open Stage Rodgau Facebook Site, wir bedanken uns dafür.
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