Gazpacho (NOR) – Fireworker

Gazpacho (NOR) – Fireworker

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔29.September 2020
Gazpacho (NOR) – Fireworker

Auch wenn die aus Olso stammende Formation schon seit über 20 Jahren aktiv ist, gilt sie irgendwie noch immer als Newcomer und das trotz der vielbeachteten und hochgelobten Alben, die im Lauf der Jahre erschienen sind. Mit hochgradig komplexen Songstrukturen, die trotz aller Progressivität in die Ohren gehen, konnten sie sich eine kleine Nische schaffen. Mit „Fireworker“ steht nun also der neueste Streich in den Regalen.

Wer die Band mit dem letzten, etwas uninspiriert wirkenden Opus „Soyuz“ entdeckt hat, wird sich nun vielleicht wundern, dass die Band nun in gewisser Weise wieder zu ihren eigenen Wurzeln zurückgekehrt ist. Atmosphäre wird diesmal wieder groß geschrieben, die eindringliche und manchmal sehr melancholische Stimme von Mastermind Jan-Henrik Ohme unterstreicht die opulenten Kompositionen von Keyboarder Thomas Andersen und verpasst ihnen genau den Anstrich, die den Songs perfekt zu Gesicht stehen. Ein wenig Kammermusik hier und da, ein wenig operettenhaftes, progressive Ausflüge und Keyboardkaskaden, die den Art Rock deutlich herauskehren, werden nicht selten mit Ausflügen in den Post Rock gespickt. Gazpacho hat sich nicht neu erfunden, ist auch keine neuen Wege gegangen und doch klingt „Fireworker“ vielschichtiger und ausgewogener, bringt noch mehr dieser einzigartigen Intensität mit. Allerdings fehlen auch immer noch diese ganz großen Momente, die ein Album aus der Behäbigkeit hervorzuholen verstehen, was dazu führt, dass man trotz aller vorhandenen Genialität dazu neigt das Album nebenbei laufen zu lassen.

Fazit: Zwiespältig.

  1. Space Cowboy
  2. Hourglass
  3. Fireworker
  4. Antique
  5. Sapien

Label: Kscope

VÖ: 18.09.2020

Laufzeit: 56:37 Min.

Herkunft: Norwegen

Stil: Art Rock

Webseite: http://gazpachoworld.com/

Facebook: https://www.facebook.com/Gazpacho.Official.BandPage/

 

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