Garbage (USA) – No Gods No Masters

Garbage (USA) – No Gods No Masters

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔14.Juni 2021
Garbage (USA) – No Gods No Masters

Auf das Jahr 1993 geht die Gründung der aus Madison stammenden Band bereits zurück. Garbage besteht aus dem Schlagzeuger Butch Vig, dem Gitarristen und Keyboarder Duke Erikson, dem Gitarristen Steve Marker und der Sängerin Shirley Manson. Mit ihrem stark am Grunge angelehnten Sound konnte die Band vom Start weg überzeugen, was vor allem an dem Medieninteresse des ehemaligen Nirvana-Produzenten Butch Vig lag. Doch schnell trat Sängerin Shirley Manson mit roter Haarpracht und anzüglichen Aussagen mehr und mehr in den Fokus. Ihre Single „Stupid Girl“ entwickelte sich zum Kulthit und verschaffte der Band auch internationales Ansehen. Im Laufe der Jahre veränderte Garbage ihren Sound, ließ immer mehr Elemente des Elektro in die Songs einfließen. Nun liegt 5 Jahre nach „Strange Little Birds“ der lang ersehnte neue Output vor.

„Dies ist unsere siebte Platte, und diese bedeutungsvolle Zahl hat die DNA des Inhalts beeinflusst: die sieben Tugenden, die sieben Leiden Mariens, die sieben Todsünden“, sagt Garbage-Frontfrau Shirley Manson über das grimmige neue Album „No Gods No Masters“ und seine Drehungen und Wendungen von Kapitalismus und Lust bis hin zu Verlust und Trauer. „Wir wollten versuchen, einen Sinn darin zu sehen, wie f***ing verrückt die Welt ist und in was für einem  erstaunlichem Chaos wir uns befinden. Dies ist die Platte, die wir gefühlt zu diesem Zeitpunkt einfach machen mussten.“ Garbage und ihr langjähriger Kollaborateur Billy Bush haben das Album produziert. Die Saat für „No Gods No Masters“ wurde im Sommer 2018 in der Wüste in Palm Springs gesät: Das Quartett traf sich in einem Haus, das einem Verwandten von Steve Marker gehört, skizzierte hier zwei Wochen lang das Gerüst des Albums, jammte, experimentierte und fühlte die Songs heraus. Mit diesen Demos gingen die Beteiligten zunächst getrennte Wege, um das Album schließlich in Los Angeles fertigzustellen. Auf dem Album ist die Band politischer geworden, setzt sich mit aktuellen Themen auseinander und hat dabei ein Werk erschaffen, das düster erscheint – obwohl das gar nicht der eigentliche Ansatz war. Doch anscheinend kann die Band keine Gute-Laune-Hits produzieren und sich dabei gleichzeitig über die Ungerechtigkeiten und Abstrusitäten unserer schönen, neuen Welt auskotzen. Dabei ist Garbage erstmal eines der besten Alben ihrer langen Karriere gelungen, das nur so strotzt vor eingängigen Refrains und experimentellen Parts. Für einen Song wie „Godhead“ würden andere Bands sonstwas geben und wahrscheinlich doch kläglich scheitern. „No Gods No Masters“ ist ein Kunstwerk in sich geworden, das trotz aller Sperrigkeit immer wieder die Leichtigkeit des Pop offenbart, dabei aber stets diesen bereits erwähnten Touch an Düsternis für sich bewahren kann. Das Album erscheint neben der regulären CD-Version noch als Deluxe Edition mit einer zweiten CD, die mit insgesamt acht Coversongs aufwarten kann. Die verschiedenen Vinyl-Versionen, die unter anderem auch eine limitierte transparente pink-farbige Ausgabe mit alternativem Cover speziell zum RSD beinhaltet, ist über die verschiedensten Plattformen bestellbar.

Fazit: Ein Highlight im langen Schaffen der Band.

CD/LP

  1. The Men Who Rule the World
  2. The Creeps
  3. Uncomfortably Me
  4. Wolves
  5. Anonymous XXX
  6. Waiting for God
  7. Godhead
  8. A Woman Destroyed
  9. Flipping the Bird
  10. No Gods No Masters
  11. This City Will Kill You

 

CD 2 (nur Deluxe-Edition)
1. No Horses

  1. Starman
  2. Girls Talk (feat. Brody Dalle)
  3. Because the Night (feat. Screaming Females)
  4. On Fire
  5. The Chemicals (feat. Brian Aubert)
  6. Destroying Angels (feat. John Doe & Exene Cervenka)
  7. Time Will Destroy Everything

Label: BMG/ADA Warner

VÖ: 11.06.2021

Laufzeit: 46:07 Min.

Herkunft: USA

Stil: Alternative Rock/Grunge

Webseite: https://www.garbage.com/

Facebook: https://www.facebook.com/GarbageOfficial

 

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