Allgemein Reviews

FLESHCRAWL – „Epitome of Carnage“

Genre: Old School Death Metal in schwedischer Reinkultur Label: Reigning Phoenix Music Laufzeit: 48:15 min VÖ: 12.06.2026 FLESHCRAWL haben

FLESHCRAWL – „Epitome of Carnage“

Genre: Old School Death Metal in schwedischer Reinkultur

Label: Reigning Phoenix Music

Laufzeit: 48:15 min

VÖ: 12.06.2026

FLESHCRAWL haben eine lange und wechselvolle Geschichte. Neben großartigen Alben und erfolgreichen Tourneen als Höhepunkten gab es neben Besetzungswechseln und einer langjährigen Pause mit dem Tod des Sängers und Aushängeschildes Sven Gross 2021 den absoluten Tiefpunkt zu verzeichnen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Das neue Album „Epitome of Carnage“ ist der nun wahrgewordene Beweis von Durchhaltevermögen und Hingabe an harte Musik. Insgesamt bleiben die fünf Herren um das letzte Gründungsmitglied, Schlagwerker Bastian Herzog, ihrer Line treu und hauen uns auch mit dem neuen Album ihre musikgewordene Liebe zu schwedischem Death Metal der alten Schule um die Ohren. Soll heißen: Da glüht das gute alte HM2-Pedal und Epigonen wie Dismember, Entombed, Grave oder Vomitory schauen gerne mal vorbei und grüßen freundlich wie gute alte Freunde. Knackig flirrende Riffs voller Härte und Brutalität, nach vorn preschende Drums, die ebenso rasend schnell galoppieren wie einen derbmassiven Groove zelebrieren können, und darüber die Stimme von Borisz Sarafutgyinov, die mit ihrem düsteren Grunzen Growlen die schonungslosen Texte voller Gewalt, Hass, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit finster hinausschreit in eine Welt voller Schmerz und Flammen.

Und auch wenn es überall laut danach schreit und in Blutrot draufgeschrieben ist: TRADITION – der größte Pluspunkt der 12 neuen Songs ist die kompositorische Klasse der Musik. Bei aller vermeintlichen Enge und Begrenztheit des Genres Old School Death Metal gelingt es FLESHCRAWL hervorragend, ihre Musik durch Abwechslung und Überraschung spannend und ideenreich zu halten. Das gibt dem neuen Album nicht nur eine ordentliche Frische, sondern erzeugt bei aller Härte eine lebhafte Dynamik und dunkle Atmosphäre. Lediglich der Gitarrensound hätte etwas massiver daherkommen können, hier wirkt das Sägen und Schneiden manchmal etwas dünn. Zum Glück schälen sich aus dem rasenden Summen immer wieder auch schöne Leads („Heralds of Death“), und besonders „Ember of Death“ begeistert mit seinen Tempowechseln, seiner Melodik und einer alles durchdringenden bittersüßen Traurigkeit.

Fazit: FLESHCRAWL legen mit ihrem neuen Album „Epitome of Carnage“ einen herrlichen schwedischen Death Metal Schinken vor. Der wird jedem Fan dieser Musik super munden und begeistern. Und auch wenn das abgedroschen klingen mag, FLESHCRAWL sind der Beweis dafür, dass Erfahrung und Liebe zu harter Musik eben durch nichts zu ersetzen sind. Das ist ehrlich, authentisch, und das atmet Schweiß, Blut und Tränen. Und genau so muss das auch sein. Herzlichen Glückwunsch, meine Herren – und noch viele gute Jahre! Ihr werdet gebraucht!

Liederliste:

  1. Blood Dominion (4:14)
  2. Chapel of Guts (5:44
  3. Grave Messiah (4:01)
  4. Embers of Wrath (3:25)
  5. Committed to Suffer (3:55)
  6. Reign Forever (3:50)
  7. Chronicles of Bloodshed (1:08)
  8. Rebuilt from Flesh (3:54
  9. Orphan God (3:51)
  10. Path of Thorns (5:22)
  11. Heralds of Death (4:08)
  12. Of Fire and Flesh (4:43)

Quelle & © Bilder/Info/Clips: Fleshcrawl / Reigning Phoenix Music