DEATH ATLAS – Wrath Unleashed (digital EP)
Genre: Old School Death Metal – ein großes Fest der puren Räudigkeit! DEATH ATLAS stammen aus dem schönen Niedersachsen.
Genre: Old School Death Metal – ein großes Fest der puren Räudigkeit!
DEATH ATLAS stammen aus dem schönen Niedersachsen. Dass die Gegend nördlich von Hannover irgendwie ein guter Nährboden für heftigen Death Metal ist, ist spätestens seit den großartigen Dew-Scented (R.I.P.) bekannt gewesen.
Die Death Atlas-Herren aus Nienburg lassen sich da nicht lumpen und haben 2025 mit der EP „Wrath Unleashed“ ihr erstes musikalisches Lebenszeichen vorgelegt. Da dieses bisher leider so ziemlich unter dem Hartwurstradar geflogen ist, soll es hier noch einmal aus den modrigen Katakomben des Old-School-Death Metal ins Scheinwerferlicht gezerrt werden.
Und das völlig zu Recht.
Die Band selbst gibt an, wütenden und treibenden Death Metal im Stile ihrer schwedischen Vorbilder aus den 1990er Jahren zu spielen und nennt als Referenzen solch illustre Truppen wie Grave, Entombed oder Dismember; ich selbst fühle mich dazu noch an die großartigen Facebreaker & Lik erinnert. Oh ja.
Das passt ebenso wie die berühmte Faust aufs Auge wie die von der Band apostrophierte Atmosphäre bei den Barbaren unserer 80er-Lieblings-Actionfilme – brutal, laut und dreckig. Soll heißen: Hier gibt es guten, ehrlichen Old-School-Death Metal zu hören.
Das rumpelt in der besten Manier stumpf voran; das watet knietief in Schmutz und miefigem Morast; das schleift blutig über rissigen Beton; das hetzt im schicken Uffta-Beat durchs Unterholz.
Und bei allem Stumpf ist Trumpf wird das nie langweilig oder bedient nur billige Klischees.
https://deathatlas.bandcamp.com/
So weiß bereits das eröffnende „Hard to Kill“ zu begeistern. Wie zum Ende dieses hasserfüllte Rasen zu einem stoischen Walzengroove mutiert und sich aus dem Nichts ein garstiges Gitarrenlead schält, das ist schon extrem clever arrangiert. Und solche Ideen sind es eben dann, die aus einem grundsoliden ein großartiges Stück Death Metal machen. Verpackt ist das ganze Ding zudem in ein schickes Soundgewand. Diese Musik muss nach Grab und Moder riechen und nach Dreck und Rost schmecken, ohne dass alles einfach nur dumpf und verwaschen daherkommt. Und das ist hier erstaunlich gut gelungen.
Der Klang ist warm und kompakt und die alles beherrschenden Riffs werden zu mächtigen Soundgebirgen aufgetürmt, die sich tonnenschwer auf die Brust der Hörenden legen. So werden die Fans mit dem knackigen „Komodo Commando“ und einem völlig durchgeknallten Gitarrensolo zufrieden in die Death Metal Nacht entlassen. Verschwitzt, abgekämpft – und sehr glücklich.
Fazit:
DEATH ATLAS haben mit ihrer EP „Wrath Unleashed“ ein starkes Stück Old School Death Metal vorgelegt. Das ist bisher viel zu wenig beachtet worden, ist aber nichts weniger als der beeindruckende Beweis, dass der Underground lebt und gedeiht. Es gibt sie noch da draußen, die Verrückten, die Enthusiasten, die Liebhaberinnen und Liebhaber – und das ist auch gut so!
DEATH ATLAS leben und atmen ihre absolute und unverbrüchliche Hingabe zu harter Musik. Das knallt, zischt und raucht, und das wird alle Fans von Underground Death Metal begeistern. Glückwunsch meine Herren – und hoffentlich kommt bald ein ordentliches Album um die Ecke!
Tracks:
Hard to Kill (4:32)
Spitting Hellfire (2:52)
Crushed by Crom (3:22)
Komodo Commando (2:15)
DEATH ATLAS (D) – „Wrath Unleashed“
Label: Eigenveröffentlichung/digital
Laufzeit: 13:01 min
VÖ: 16.06.2025
Quelle & © Bilder/Info/Clips: Death Atlas



