Cleaning Women (SF) – Intersubjectivity

Cleaning Women (SF) – Intersubjectivity

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔09.Februar 2019
Cleaning Women (SF) – Intersubjectivity

Nach über 20 Jahren Historie und mehr als 500 Auftritten legen die drei „Cleaning Robots“ CW01, CW03 und CW04 (vom Planeten Clinus, der allerdings eine Filiale in Helsinki zu haben scheint) mit „Intersubjectivity“ ihr neues und auch ohne großartigen Promo-Firlefanz bestes Album vor. Das Trio arbeitet nach wie vor gern mit selbstgemachten Instrumenten (oftmals aus Haushaltsgegenständen und Mülltonnen) und kreiert mühelos eine Symbiose aus Avantgarde und Hitgespür. Gemixt wurde „Intersubjectivity“ von keinem Geringeren als Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten, der von den drei Herren, pardon, Cleaning Robots, schwer begeistert war. In der Vergangenheit haben CLEANING WOMEN auch Live-Soundtracks zu (Stumm-) Filmklassikern wie „Panzerkreuzer Potemkin“ verfasst und weltweit vor begeistertem Publikum aufgeführt.
Deutsch können sie übrigens ebenfalls. Checkt mal ´Party Teufel´. Magazine wie „The Wire“ („You´ll be cleaning that dance floor with your ass!“) und geschmackssichere Koryphäen wie John Peel („Excellent stuff!“) zeigten sich bereits begeistert.

 

Brauchen wir nicht alle eine Reinmachfrau? Man möge mir dieses kleine Wortspiel verzeihen, doch lädt der Bandname ja regelrecht dazu ein. Musikalisch hat das aber absolut nichts mit Dreck und Sauberkeit zu tun. Was hier aus den Boxen schallt, klingt wie eine Kreuzung aus Kraftwerk, Depeche Mode, Einstürzende Neubauten und Duran Duran. Hier treffen Avantgarde auf Ideenreichtum und tanzbare Floor Filler, die in jeder „Erwachsenen-Disco“ die Tanzflächen zum Bersten bringen. Es fällt schwer die Musik der drei verrückten Finnen zu beschreiben, ist sie doch zu eigenständig, zu kreativ und eben auch zu avantgardistisch. Doch sie birgt irgendwo auch den Entdeckergeist von Elektro-Bands der frühen achtziger Jahre und hat gleichzeitig die Verrücktheiten von Velvet Underground und selbst Joy Division. „Intersubjectivity” scheint damit zu spielen, den Hörer immer wieder auf Irrwege zu führen und dennoch ihrer ganz eigenen Struktur zu folgen. Ein absolut spannendes Album, das für manch offene Münder sorgen wird.

 

Fazit: Avantgardistischer Pseudo-Pop mit einer ganz eigenen Note.

 

  1. Playoff
  2. Leap Of Faith
  3. Shadows In The Air
  4. We Work It Out
  5. Je N’y Crois Pas
  6. Life Among The Concrete Dust
  7. Living On The Streets
  8. Input Output
  9. Party Teufel
  10. Intersubjectivity

Label: Svart Records

VÖ: 15.02.2019

Laufzeit: 33:12 Min.

Herkunft: Finnland

Stil: Avantgarde/Pop

Webseite: http://www.cleaningwomen.com/

Facebook: https://www.facebook.com/cleaningwomen/

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