Black Inhale (A) – Resilience

Black Inhale (A) – Resilience

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔09.Juni 2020
Black Inhale (A) – Resilience

Resilienz – von lateinisch „resilire“: „zurückspringen“, „abprallen“ – ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit.

„Für mich steht das Album Resilience für die Fähigkeit, trotz Rückschlägen schnell wieder aufzustehen und seinen Weg weiterzuverfolgen“ erläutert Sänger/Gitarrist Raffael „Schlo“ Trimmal den Titel des dritten Longplayers der österreichischen Metal Helden BLACK INHALE. Zusammen mit Drummer Boris Balogh stand er „vor einem Scherbenhaufen. Unmittelbar vor dem Songwriting mussten wir Bass und Gitarre neu besetzen und hatten keine Ahnung, wie schnell und gut uns das gelingen wird…“.

2009 in Wien gegründet, ließ man noch im selben Jahr mit der „Inner Pain“-EP aufhorchen, zwei Jahre später sorgte das full-length-Debüt „Rule Of Force“ über die Landesgrenzen hinaus für sehr gute Kritiken.

2016 gelang mit dem zweiten Album „A Doctrine Of Vultures“ (Jens Bogren- Mastering, Seth-Artwork, Spitzen-Reviews in internationalen Fachmedien) der Durchbruch samt „Amadeus Austrian Music Awards“-Nominierung. Nun liegt mit „Resilience“ der neueste Streich der Österreicher vor. Und das erste, das einem ins Ohr fällt, ist die mächtige Produktion. Unglaublich fett und druckvoll hämmern dir die Songs um die Ohren. Dabei ist eine deutliche Steigerung im Songwriting festzustellen, klingen die Songs doch allesamt wohl durchdacht und komponiert. Auch die technische Seite der beteiligten Protagonisten ist nicht von schlechten Eltern. Hier paart sich spielerische Leichtigkeit mit technischem Anspruch und stellt die Fähigkeiten des Vierers perfekt heraus. Der einzige etwas fade Beigeschmack liegt im Gesang begründet, der mir persönlich häufig ein wenig zu eindimensional wirkt und nur wenig Abwechslung zulässt. Da ist mit Sicherheit noch mehr drin und ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Wiener mit variablerem Gesang auch mehr nach vorne kommen können. Das aber soll das Album keineswegs schmälern, denn eine ordentliche Granate ist es trotzdem.

 

Fazit: Mit leichten Einschränkungen, tischen uns die Wiener hier ein mächtiges Brett auf.

  1. Dissocation
  2. Escape Room
  3. Final Sorrow
  4. The 4th Dimension
  5. Absorbing Energy
  6. Resilience
  7. Jaded
  8. My Wish 2 Bleed
  9. Illusion
  10. The Cube

 

Label: Stamping Ground Records/Warner Music

VÖ: 29.05.2020

Laufzeit: 45:29 Min.

Herkunft: Österreich

Stil: Death/Thrash Metal

Webseite: http://blackinhale.com/

Facebook: https://www.facebook.com/blackinhale/

 

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