Axel Rudi Pell (D) – Ghost Town
Seit mehr als 35 Jahren weiß Axel Rudi Pell mit seiner Musik die Fans zu begeistern. Das liegt zum
Seit mehr als 35 Jahren weiß Axel Rudi Pell mit seiner Musik die Fans zu begeistern. Das liegt zum einen an seinem unverkennbaren Stil, der sich nach wie vor an seinen Helden Deep Purple und Rainbow orientiert, und zum anderen an dem nach wie vor grandiosen Songwriting. Zudem ist Axel jemand, der auf Beständigkeit baut, der nicht ständig meint etwas verändern zu müssen. So steht im die Band seit einer gefühlten Ewigkeit zur Seite und hat zudem mit Johnny Gioeli einen Sänger am Start, der stimmlich nicht zu altern scheint, was er auch live immer wieder unter Beweis stellt. „Ghost Town“ ist das mittlerweile 23. Album des Bochumers.
Eigentlich muss man über ARP nichts mehr schreiben, ähneln sich die Alben, was bitte als Qualitätsmerkmal zu verstehen ist, doch sehr. Doch wie auf (fast) allen anderen Alben bisher auch, gibt es immer mal wieder kleine, aber feine Nuancen, die jedes Album zu etwas Besonderem machen. Diesmal ist es auf jeden Fall das Duett mit Udo Dirkschneider, betritt Axel damit doch ein wenig Neuland, denn Kollaborationen mit anderen Musikern gehören nicht unbedingt zu seiner Kernkompetenz. Genau das macht das Album dann auch so besonders, ist das „Duell“ zwischen Johnny und Udo doch ein Highlight und ich bin mir sicher, dass es auch live den ein oder anderen gemeinsamen Auftritt geben wird. Ansonsten ist das Album auch diesmal auf der lyrischen Seite erfrischend anders. So ist die Geschichte hinter ‚Guillotine Walk‘, dem Album-Opener, in dem ein zum Tode Verurteilter auf dem Weg zum Schafott sein verpfuschtes Leben vor seinem geistigen Auge Revue passieren lässt, für Axel eher ungewöhnlich, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Axel in den Strophen bewusst auf sein charakteristisches Gitarrenriffing verzichtet, um der melancholischen Grundstimmung des Songs den notwendigen Freiraum zu geben. Natürlich darf mit ‚Towards The Shore‘ auch die obligatorische Ballade auf „Ghost Town“ nicht fehlen – es ist die Lieblingsnummer von Keyboarder Ferdy Doernberg, der mit seiner Klavierbegleitung für die passende Stimmung sorgt. Auch das fast schon doomige ‚The Enemy Within‘ ist ein weiterer Song, der hervorstechen kann. Machen wir es kurz: Auch „Ghost Town“ ist ein waschechtes ARP-Album, das keinen Fan enttäuschen wird.
Fazit: Wo Axel Rudi Pell drauf steht, ist auch Axel Rudi Pell drin.
- The Regicide (Intro)
- Guillotine Walk
- Breaking Seals (feat. Udo Dirkschneider)
- Ghost Town
- Holy Water
- The Enemy Within
- Hurricane
- Sanity
- Towards The Shore
- Steps Of Stone
- Higher Call
Label: Steamhammer/Open Distribution
VÖ: 20.02.2026
Laufzeit: 55:53 Min.
Herkunft: Deutschland/USA
Stil: Hardrock



