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Betontod (D) – Wir Fangen Jetzt Erst An

Sechsunddreißig Jahre Bandgeschichte, unzählige Konzerte und mehrere Generationen vor der Bühne: Betontod könnten es sich längst leisten, auf das

Betontod (D) – Wir Fangen Jetzt Erst An

Sechsunddreißig Jahre Bandgeschichte, unzählige Konzerte und mehrere Generationen vor der Bühne: Betontod könnten es sich längst leisten, auf das Erreichte zurückzublicken. Stattdessen stellen sie eine klare Ansage in den Raum: „Wir fangen jetzt erst an!“ Der Titel des neuen Albums klingt dabei nicht nach leerer Selbstmotivation, sondern nach Trotz, Überzeugung und einem echten Versprechen.

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Betontod, gegründet 1990 in Rheinberg, bleiben auch auf ihrem neuen Album das, wofür sie seit Jahrzehnten stehen: druckvoller Punkrock, eingängige Melodien, große Refrains und Texte mit Haltung. Wer die Band für ihre stadiontauglichen Mitgröhl-Hymnen und ihre kompromisslose Straßenpunk-Energie schätzt, bekommt genau das, was er erwartet. Gitarren treiben die Songs nach vorne, die Chöre laden zum Mitsingen ein („Eine letzte Runde“ z.B.), und immer wieder entsteht dieses typische Gefühl, gemeinsam gegen den Rest der Welt anzurennen.

Trotzdem klingt „Wir Fangen Jetzt Erst An“ nicht wie eine bloße Wiederholung früherer Erfolge. Hinter der bekannten Wucht steckt eine neue Tiefe. Die vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen – nicht nur in der Bandgeschichte, sondern im Leben der Musiker selbst. Das hört man den Songs an. Betontod schreiben über Verlust, Freundschaft, Abschied und Hoffnung, ohne dabei in Pathos oder künstliche Dramatik abzurutschen. Die Texte wirken gerade deshalb glaubwürdig, weil sie nicht von außen beobachtet, sondern aus eigener Erfahrung erzählt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Single „All die schönen Menschen“, die am 12. Juni 2026 veröffentlicht wurde. Der Song ist eine wütende Abrechnung mit all jenen, die sich vor Verantwortung drücken und andere die Konsequenzen tragen lassen. Mit ordentlich Druck, einer klaren Botschaft und einem Refrain, der sofort hängen bleibt, bringt die Nummer vieles auf den Punkt, was Betontod seit jeher auszeichnet: Haltung, Energie und eine gesunde Portion Wut.

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Die eigentliche Stärke des Albums zeigt sich jedoch in den ruhigeren und persönlicheren Momenten. Betontod wirken nahbarer als je zuvor. Zwischen den kraftvollen Gitarren und hymnischen Arrangements bleibt Raum für Gefühle, die nicht einfach behauptet werden können. Man merkt, dass hier Erfahrungen verarbeitet werden, die wehgetan haben. Gleichzeitig bleibt die Platte nicht in der Vergangenheit hängen. Selbst dort, wo es um Abschied und Verlust geht, richtet sich der Blick nach vorne.

Genau darin liegt die Bedeutung des Albumtitels. „Wir Fangen Jetzt Erst An“ ist keine jugendliche Trotzparole und auch kein Versuch, die eigene Geschichte zu verleugnen. Es ist die bewusste Entscheidung, sich nicht von Rückschlägen definieren zu lassen. Betontod ziehen keine Bilanz, sondern machen weiter – vielleicht entschlossener als je zuvor.

Fazit: Das Album verbindet Wut und Wärme, Schmerz und Hoffnung, Abschied und Aufbruch. Es klingt nach einer Band, die weiß, wie kostbar Zeit ist und deshalb jeden Moment nutzt. Für langjährige Fans bietet „Wir Fangen Jetzt Erst An“ vertraute Stärke mit neuer emotionaler Offenheit. Für Neueinsteiger ist es ein überzeugender Beweis dafür, dass Punkrock auch nach 36 Jahren noch brennen kann.

  1. All die schönen Menschen
  2. Du killst mich
  3. Eine letzte Runde
  4. Alles für den Content (feat. MC Fitti)
  5. Keep Calm and Carry On
  6. An deiner Seite
  7. Das schöne Leben ist vorbei
  8. Für dich
  9. Weltuntergang
  10. Küchentisch
  11. Vielleicht sind wir die Letzten
  12. Abwesenheitsnotiz
  13. Wir fangen jetzt erst an
 

Label: Betontod Records/Kontor

VÖ: 25.09.2026

Laufzeit: 44:17 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Deutschrock

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